Fortuna-Manager Werner wirft Veh fehlenden Respekt vor
15.02.2012 | 20:11 Uhr 2012-02-15T20:11:00+0100
Düsseldorf.Wie in einem Theaterstück geht das Drama vor und nach dem 1:1-Remis von Fortuna gegen Eintracht Frankfurt in den nächsten Akt. Am Dienstag brach Eintracht-Trainer Armin Veh sein kurzzeitiges Schweigen und machte seinem Unmut in einer eigens dafür eingeräumten Pressekonferenz Luft.
Nachdem der 51-Jährige dieses Mal den Flingerner Angreifer Sascha Rösler als „Rotzlöffel“ und als „Schauspieler“ titulierte, bekam auch Fortunas Manager Wolf Werner einen verbalen Rüffel. Veh warf seinem ehemaligen Co-Trainer in seiner Wutrede Respektlosigkeit vor (die NRZ berichtete).
„Veh ist respektlos“
Doch Werner ließ diese Aussage nicht lange unkommentiert. „Es ist respektlos, dass Herr Veh dieses Wort überhaupt in den Mund nimmt, gerade weil wir uns eigentlich gut kennen“, ärgerte sich Werner im NRZ-Gespräch und echauffierte sich: „Wenn man keinen Respekt hat, kann man den auch bei keinem anderen Menschen vermissen. Armin Veh hat doch mit seinen respektlosen Äußerungen gegen uns überhaupt erst angefangen.“
Und damit ist der Vorhang für Werner gefallen, „jedes weitere Wort ist ab jetzt total überflüssig“, betont der 69-Jährige.
Unverantwortlich ist die Art und Weise, die die Eintracht-Verantwortlichen Armin Veh und Heribert Bruchhagen auf Sascha Rösler und Fortuna Düsseldorf losgehen. Da fehlt Besonnenheit und Selbstkritik. Ein Kommentar.
Aber für Sascha Rösler dürfte das Drama noch einen weiteren Akt beinhalten. Nach seiner gelb-roten Karte ist der 34-Jährige für die Sonntagspartie bei 1860 München (13.30 Uhr/live im DerWesten-Ticker) gesperrt und schadet Fortuna damit sportlich. Doch damit nicht genug. Für seine emotionale Entgleisung gegen die Hessen ist eine hohe Summe für die Teamkasse fällig.
Röslers interne Strafe hält auch Rechtsverteidiger Tobias Levels für gerechtfertigt. Die Leihgabe vom Bundesligisten Borussia Mönchengladbach betitelte Röslers Verhalten gegen Veh als grenzwertig. „Man muss natürlich auch die Vorgehensweise von Sascha ankreiden. Das war von beiden Akteuren auf alle Fälle nicht in Ordnung“, gibt Levels zu bedenken.
Fortuna Düsseldorf hat die Tabellenspitze in der 2. Fußball-Bundesliga zurückerobert - mit einem Foulelfmeter. Für große Aufregung hatte dabei in der Schlussminute Schiedsrichter Felix Brych gesorgt. Der Unparteiische sorgte mit dem zu Unrecht gegebenen Foulelfmeter für den Düsseldorfer Ausgleich.
Ähnlicher Meinung war auch sein Mannschaftskollege Ranisav Jovanovic. „Das ganze Drama fing doch bei Veh erst an und hörte am Montagabend bei Rösler auf“, erklärte der Stürmer sachlich. Dabei könnte ausgerechnet der 31-Jährige von der Spielsperre Röslers profitieren und nach über einem Jahr sein Startelf-Comeback geben. Auch wenn Offensiv-Talent Ken Ilsø wohl die wahrscheinlichere Wahl als Vertretung des Gelb-Rot-Sünders sein dürfte.
Lächerliche Aussagen
Für Cheftrainer Norbert Meier soll das Thema damit abgehakt und das Drama langsam beendet sein. Dass die Frankfurter sich auch negativ gegen seine Person geäußert haben, interessiert den 53-Jährigen nicht mehr. „Es ist nicht meine Art, hin und her zu schießen. Das ist alles lächerlich“, erklärt Meier und fügt an: „Wir haben auch nicht so eine Außendarstellungs- und Rechtfertigungsphobie wie die Frankfurter.“
Somit dürfte das Drama um Armin Veh und die Fortuna wohl vorerst ein Ende gefunden haben.
Der nächste Vorhang könnte bei einem möglichen Aufstieg beider Teams in die erste Bundesliga fallen . . .
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