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Fortuna könnte Relegationsspiel teuer zu stehen kommen

13.06.2012 | 20:42 Uhr
Fortuna könnte Relegationsspiel teuer zu stehen kommen
Das Relegationsspiel zwischen Düsseldorf und Hertha wurde zum Skandalspiel.Foto: Sascha Schuermann/dapd

Düsseldorf.  Spätestens am Montag muss sich Fortuna Düsseldorf zum Strafantrag des DFB äußern. Für die Vorkommnisse beim Relegationsrückspiel wurde Fortuna zu 100 000 Euro Geldstrafe und einem Saisonstart unter Ausschluss der Öffentlichkeit verdonnert.

15 Jahre lang mussten Fortunas Anhänger auf die Rückkehr ihrer Fußballer in die erste Bundesliga warten. Gut möglich, dass sie sich noch eine weitere Partie in Geduld üben müssen. Der Saisonstart im Oberhaus soll für Rot-Weiß wie berichtet vor leeren Rängen stattfinden. Zwar ist davon auszugehen, dass Fortunas Verantwortliche dem im Strafantrag des DFB-Kontrollausschusses geforderten Geisterspiel nicht ohne weiteres zustimmen werden. Bitter wäre es jedoch allemal. Auch, wenn sich dies zumindest einige der Fans in erster Linie selbst zuzuschreiben haben.

Hinter verschlossenen Türen

Es ist damit zu rechnen, dass das Relegationsrückspiel gegen Hertha BSC Berlin (2:2) nach dem über zwei Instanzen erfolglosen – von Berlin initiierten – juristischen Nachspiel erneut das Sportgericht beschäftigen wird. Sollte Fortuna, wie zu erwarten, die angedrohten Sanktionen aufgrund der mehrfachen Spielunterbrechungen und dem Platzsturm im Relegationsrückspiel sowie weiterer (pyrotechnischer) Vergehen im vorherigen Saisonverlauf nicht abnicken. Hinter verschlossenen Türen berät man weiterhin die Vorgehensweise, spart sich jeglichen Kommentar auf und muss sich spätestens bis Montag zum Strafantrag äußern.

Fußball-Bundesliga
DFB fordert Geisterspiel für Fortuna

Düsseldorf. Knapp einen Monat nach dem chaotischen Relegationsrückspiel der Fortuna gegen Hertha BSC Berlin (2:2), welches mehrfach unterbrochen werden musste, hat der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) harte Strafen gegen den Erstliga-Aufsteiger gefordert. Neben einer 100 000 Euro...

100 000 Euro nebst Saisonstart unter Ausschluss der Öffentlichkeit – allen voran Fortunas Finanzvorstand Paul Jäger dürfte angesichts des finanziellen Härtegrades der angedrohten Sanktionen die gerade erst prächtig aufpolierte Bilanz mit einer Delle versehen wissen. Es ist davon auszugehen, dass – unabhängig vom Premieren-Gegner – das erste Heimspiel vor vollen Arena-Rängen angepfiffen werden würde. Die geschätzte Netto-Einnahme von rund 600 000 Euro würde Fortuna empfindlich fehlen. Der Ausschluss die Fans umso empfindlicher treffen, sollte der am 26. Juni veröffentlichte Spielplan für das erste Heimspiel gar ein Top-Spiel gegen Meister Dortmund, die Münchener Bayern oder ein Nachbarschaftsduell gegen Mönchengladbach oder Schalke zu Tage fördern.

Andererseits dürfte hinter den Arena-Türen auch einmal kräftig durchgeatmet worden sein, dass der DFB-Kontrollausschuss einen anfangs noch für möglich gehaltenen Punkteabzug nicht in Erwägung zog. Die Androhung, man werde ein Exempel statuieren, ließ schließlich breiten Interpretationsspielraum.

Auf Bewährung

Zumal Fortuna nicht erst seit Anfang Dezember auf Bewährung kickte. Für das Abbrennen von Bengalos beim 2:0-Sieg in Duisburg verhängte der DFB neben 10 000 Euro Strafe abermals mahnende Worte. In Fürth und Berlin sowie gegen St. Pauli fiel man ebenfalls negativ auf.

Fortunas zu erwartender Einspruch könnte von Erfolg gekrönt sein, die Strafen zumindest mildern. Wie im Fall des FC St. Pauli, der gegen den Entscheid eines Geisterspiels nach einen Bierbecher-Wurf gegen Schiedsrichter-Assistent Thorsten Schiffner erfolgreich einen Gnadengesuch einreichte, statt vor leeren Rängen schließlich doch im mit 24487 Zuschauern ausverkauften Millern-Tor-Stadion im Vorjahr am Ostersonntag den SV Werder Bremen zum Nord-Derby empfing (1:3).

Sollte der DFB bei seinem angedrohten Urteil bleiben, könnten zumindest jene verfrühten Platzstürmer unter Fortunas Anhängern den Dresdner Fans nacheifern. Für Dynamos Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit gegen Ingolstadt setzte der Klub 34 638 „Geistertickets“, teils sogar in China und Australien, ab. Rund 2500 Karten über dem Fassungsvermögen des Glücksgas-Stadions.

Marcus Gülck



Kommentare
15.06.2012
15:11
Fortuna könnte Relegationsspiel teuer zu stehen kommen
von Zebrus | #6

Da das Urteil vor dem festlegen des Spielplans erfolgen wird, wird es auch weiter Schmusekurs mit der Fortuna von DFB Seite aus geben. Also stehen die Chancen bei 99,9 %, dass Fortuna zu erst gegen Freiburg, Frankfurt oder Augsburg antritt!
Das richtig Entscheidende beim Urteil der UEFA ist doch, dass der Punktabzug auf Bewährung ausgesprochen wurde. Durch diese Androhung einer Verhängnisvollen Strafe wird doch ein Anreiz für Vereine und vernünftiger FAns gegeben die Hohlköpfe zu erziehen!
Lieber DFB Hertha 10 Punkte und Fortuna 6 Punkte Abzug auf Bewährung für die kommende Saison und wir können schon bald wieder über Fußballspiele diskutieren!

15.06.2012
10:05
@ 4
von tomaraya | #5

Leg´ Dich wieder hin!

15.06.2012
08:50
Fortuna könnte Relegationsspiel teuer zu stehen kommen
von piedro | #4

Im Gegensatz zum DFB hat die UEFA wenigstens Kapiert das diese Vollidioten nicht mit Geisterspielen und Geldstrafen bestraft werden können. Da gibt es Knallhart Punktabzüge und genauso sollte das hier auch gehandhabt werden. 6 Punkte Abzug für D´dorf und Berlin. Berlin könnte es sogar treffen, aber doch nicht D´dorf mit Niersbach als Fan! Hoffentlich kommt deutschland ins Finale und es steht in der 88min eins null für Deutschland. Nach DFB logik würde ein "positiver Platzsturm" ja reichen und wir sind Europameister!!!!

14.06.2012
15:50
Fortuna könnte Relegationsspiel teuer zu stehen kommen
von randori20 | #3

Wenn der DFB wieder einmal nachgeben sollte, werden die sogenannten Fans das als Zustimmung zu ihrem unsäglichen Verhalten begreifen. Nicht Milde, sondern hartes Durchgreifen ist vom Verband zu fordern um endlich den Fußball vom Geruch des Krawalltums zu befreien. Das die Vereine selbst nicht in der Lage sind ihre sogenannten Fans zu disziplinieren und ihren Pflichten als Veranstalter von Großveranstaltungen nachzukommen ist leider traurige Realität.

Nennenswert ist übrigens auch diese Strafe nicht, sie entspricht nicht einmal dem Jahresgehalt eines einzigen Spielers.

14.06.2012
10:41
Fortuna könnte Relegationsspiel teuer zu stehen kommen
von HSVUK | #2

UPS ... und um es ganz dick zu machen, kommt es beim ersten Heimspiel zur Partie gegen den FC Bayern München, oder zu einem Derby gegen Borussia Mönchengladbach.
Dann schaut der ein, oder andere aber bescheiden.

Ärgerlich natürlich für die Fans der Gäste, die auch nicht schauen dürfen, ich warte auf den Tag, wo die ersten (Gäste-)Fans ihre Klagen gewinnen.

14.06.2012
03:44
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #1

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