Ein bemerkenswerter Auftritt
11.03.2010 | 16:31 Uhr 2010-03-11T16:31:00+0100
Hans-Jürgen Gnad hatte einen unangenehmen Einstand als neuer Cheftrainer der Giants.
Es war ein bemerkenswerter Auftritt, den Hans-Jürgen Gnad, kurzerhand „Hansi“ genannt, am Donnerstag bei seinem offiziellen Einstand als Cheftrainer der stark abstiegsgefährdeten Giants in der Geschäftsstelle an der Nürnberger Straße hinlegte. Der 46-Jährige zeigte sich aufgewühlt von der tags zuvor erfolgten Beurlaubung seines „Chefs“ – und Freundes – Achim Kuczmann, präsentierte sich in sportlichen Dingen aber forsch und energiegeladen. Die erste Bewährungsprobe steht am Sonntag mit dem schweren Gastspiel beim Tabellenfünften Baskets Bamberg (17 Uhr, Arena Forchheimer Straße) an.
„Normalerweise sollte es ein schöner Tag für mich sein, wenn ich einen Posten als Headcoach bekomme“, haderte Gnad zunächst mit den Umständen seiner Beförderung vom Co-Trainer zum Chefcoach. „Aber so ist es sehr unerfreulich.“ Gnad hatte bereits am späten Mittwochnachmittag die erste Trainingseinheit übernommen, zuvor mit Geschäftsführer Claudio Di Padova die Mannschaft über Kuczmanns Beurlaubung informiert.
„Die Jungs waren geschockt“, berichtete Gnad. „Die Spieler haben es in den letzten Wochen nicht wahrgenommen, dass es fünf vor zwölf ist. Sie sind wach gerüttelt worden.“ Was Kapitän Gordon Geib bestätigte. „Es war ein schwieriger Tag. Für uns muss dies wie ein Neustart sein.“
Der 2,08 Meter lange und immer noch topfit wirkende Gnad schlug denn auch gleich eine energischere Ansprache an. „Sportlich sieht es beschissen aus. Wir haben noch acht Spiele, von denen wir einige gewinnen müssen. Dafür müssen die Spieler bei sich etwas ändern und zeigen, dass sie unbedingt gewinnen wollen“, so der Ex-Center. „Zieht einer nicht mit, dann sitzt er auf der Bank.“
Gnad betonte allerdings, dass er nun nicht alle Spielsysteme über den Haufen werfen kann und will. „In der Verteidigung stehen wir gut. Aber wir müssen in der Offensive einen anderen Rhythmus finden, um zu einfacheren Punkten zu kommen“, erklärte der Neu-Trainer, wo er ansetzen will. „Wir müssen den Ball wieder mehr bewegen, schneller passen und so unsere Schützen besser frei spielen.“ Zudem will Gnad die Akteure in Einzelgesprächen aufbauen. So sollen die erfahrenen Koko Archibong, Eric Taylor und Geib verstärkt in die Pflicht genommen werden.
Gebremst wurde Gnads Neustart gleich durch drei Personalien: Brendan Winters laboriert wieder an Entzündungen in beiden Knien, Brant Bailey und Ben Spöler plagen Rückenprobleme. Der Einsatz des Trios ist fraglich.
14:29
@ an Haui.1:
Was heißt hier Giants-Fan ?
Ich bin interessierter Leser / Zuschauer ... und wo Mißerfolg großgeschrieben wird, muss der Trainer gehen. So sind die Spielregeln. Das weiß auch Herr Kuczmann, lieb hin oder her.
Persönlich sympathisiere ich mit dem ETB Schwarz-Weiß Essen. Würde mich aufs Derby kommende Saison freuen ... wenn die Giants die Stadt Düsseldorf denn überzeugen können, dass auch für Zweitliga-Sport derf Stadtsäckel weit offen steht.
12:01
Du scheinst ja ein toller Fan zu sein! Ich finde es sehr schade,das Achim gehen musste! Er hat für den Verein gelebt und war bekanntlich auch sehr lange dabei-Leverkusen mitgerechnet! So einen Mann zu verlieren ist immer sehr schmerzvoll! Und hier geht`s auch um die Zukunft des Vereins. Wir wollen ja nicht ständig unten mitmischen. Und das zweite Jahr ist ja bekanntlich immer das Schwierigste!! Nun hoffe ich,das der Hansi-mit Achim`s hilfe-der Mannschaft helfen und wieder Mental aufbauen kann. Denn die Mannschaft müsste vom Potenzial her viel weiter oben stehen!!
16:49
Tröstet euch, Giants.
Bei den Handballkollegen der HSG siehts auch nicht besser aus.
Da bleibt der alte Trainer zwar im Amt ...
... aber die Abstiegsglocken schellen hier wie da.
Sehen wirs mal positiv:
Für Spitzenpositionen reichts eh nicht.
Im Mittelfeld wär große Langeweile angesagt.
Also darf sich der Fan auf prickelnde Abstiegskämpfe freuen.
Das ist doch was! Und wenn es gut ausgeht sind alle glücklich ...
Übrigens: Im Gegensatz zu manchen armen Zuschauern darf Trainer Kuczmann in den nächsten Monaten doch weiterhin mit Geldeingängen rechnen. Der Mann fällt also nicht ins Bodenlose. Bitte keine falschen Tränen.