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Handball-Bundesliga

Bostjan Hribars „gutes Gefühl”

28.12.2009 | 18:12 Uhr

Düsseldorf. Die HSG setzt auch Dienstagabend zum Rückrundenstart gegen Gummersbach auf ihren Neuzugang.

Goran Suton ist, wie er selbst sagt, niemand, der länger als zwei Tage lang euphorisch ist. Dementsprechend hat der Trainer der HSG den für den Klassenerhalt in der Bundesliga so wichtigen 34:26-Sieg gegen den TSV Dormagen gedanklich schon zu den Akten gelegt. Seine Spieler werden gut daran tun, dem Beispiel ihres Übungsleiters zu folgen.

Denn ausruhen kann sich der Aufsteiger auf seinen guten Auftritt vom Samstag, den Suton zu einer der bislang stärksten Saisonleistungen zählt, nicht. Zwar sind die Blau-Gelben Dienstag Abend (19.30 Uhr, Karl-Hohmann-Straße) im letzten Spiel des Jahres, das gleichzeitig der Auftakt der Rückrunde ist, gegen Altmeister VfL Gummersbach nur Außenseiter. „Wir werden jedoch unsere Chance suchen”, so Suton, „um für eine Überraschung zu sorgen”.

Erst Lehrgeld bezahlt, dann Protest eingelegt

Das Hin- sowie folgende Nachspiel ist den Handballern als auch den Verantwortlichen der HSG noch in Erinnerung. 41 Minuten lang schickte sich der Aufsteiger am ersten Spieltag in der KölnArena an, den VfL in die Schranken zu weisen. Doch nach 16:17-Rückstand kassierte die HSG ein Dutzend Gegentore in Serie und bezahlte beim 18:31 „ordentlich Lehrgeld”, so Suton.

Für große Aufregung sorgte im Anschluss der eingelegte Protest gegen die Spielwertung, den die Düsseldorfer aber im Nachhinein verstreichen ließen. Man sah die Zahlungskraft des finanziell angeschlagenen VfL in Frage gestellt.

Mittlerweile haben sich die Wogen zwischen beiden Klubs wieder geglättet, die Anfang November sogar ein Testspiel in Düsseldorf austrugen, das die HSG mit 24:33 verlor.

Zu diesem Zeitpunkt griff Bostjan Hribar noch in Slowenien für RK Cimos Koper zum Ball. 2007 kehrte der 32-jährige Linkshänder, der für die HSG mit sieben Toren gegen Dormagen ein starkes Debüt feierte, vom TV Großwallstadt zurück in die slowenische Heimat. „Aus Liebe zu meiner Tochter Nina. Ich hatte die Wahl zwischen Handball und Familie”, sagt Hribar.

Für seine damals neugeborene Tochter hielt er es mit Ehefrau Mina für das Beste, in die Heimat zurückzukehren. Mit Nika (18 Monate) ist inzwischen ein zweites Kind hinzu gekommen.

Während die Familie Weihnachten bei Hribars Eltern, Mutter Martina und Vater Stane, feierte, saß Bostjan Hribar an Heiligabend alleine in einem Ratinger Hotel: „Es ging alles so schnell. In nicht einmal drei Stunden waren die Verträge unterschrieben.”

Bei der HSG ersetzt er den verletzten Jan Henrik Behrends (Kreuzbandriss), mit dem er bereits zusammen in Wilhelmshaven spielte. „Ich habe ein gutes Gespür für Menschen”, bekennt Hribar, „und ich kann schon jetzt sagen, dass ich bei der HSG ein sehr gutes Gefühl habe!”

Marcus Gülck

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