Aufstieg: Panther legen Sieg bei den Rebels vor
19.09.2010 | 21:45 Uhr 2010-09-19T21:45:00+0200
Das erste Football-Qualifikationsspiel um den Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse hat den Verantwortlichen der Panthern eine gehörige Portion Nerven gekostet. Bei den Berlin Rebels gewann das Team von Cheftrainer Martin Hanselmann nach einer dramatischen Schlussphase mit 43:41 (7:7, 3:7, 6:7, 27:20). Nationalspieler Niklas Römer entschied die Partie für die Raubkatzen im letzten Spielzug, als er einen 24-Yard-Pass von seinem Spielmacher Robert Demers in der Endzone der Gastgeber fing.
Bescheiden dachte Demers, der mit einer großartigen Leistung die Berliner Verteidigung schier zum Verzweifeln brachte, nach dem Triumph in Berlin nur an seine Mitspieler. „Mit diesem Team ist es nicht schwer, so gut zu spielen. Bei dem entscheidenden Pass habe ich an nichts gedacht. Mein Mitspieler Raphael Llanos-Farfan sagt immer zu mir: Wir müssen abliefern, mehr nicht. Das haben wir getan!“
Vor nur 400 Zuschauern im Berliner Mommsenstadion war es Ballträger Steve Coles vorbehalten, den Football aus kürzester Distanz zum ersten Touchdown in der Rebellen-Hochburg zu versenken. Danach verteilten die Raubkatzen Geschenke: Zwei lange Returns vom US-Amerikaner David McCants bis kurz vor die Endzone verwandelten die Rebellen zum 14:7, ehe Kicker Markus de Haer ein Feldtor zum 10:14 verwandelte.
Nach der Pause öffneten beide Verteidigungsreihen Ihre Pforten. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Panther-Coach Hanselmann: „Beide Defensivreihen waren müde und am Ende.“ Und zwar so, dass im letzten Spielabschnitt bei jedem Ballbesitz gepunktet wurde.
Zwei Minuten waren noch zu spielen, als die Panther, ihre zwischenzeitliche Neun-Punkte-Führung abgeben mussten: Outlaw feuerte den Football über 59 Yards auf seinen Receiver Gregor Lietzau zum viel umjubelten 40:37 für die Berliner. Mit einer Minute Restspielzeit kamen die Panther jedoch wieder an den Ball. Demers schaffte es, sein Team schnell nach vorn zu führen. Mit noch acht Sekunden auf der Spieluhr warf er dann den entscheidenden Pass auf Römer zum 43:41.
Hanselmann beruhigte die Gemüter schnell, dachte an das Rückspiel in 14 Tagen in Benrath. „Das wird beim Rückspiel ein hartes Stück Arbeit“ Anders als sein Trainer wagte Robert Demers einen positiven Ausblick „Wir haben jetzt das Momentum jetzt auf unserer Seite.“
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