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Mittagschlaf als tägliches Pflichtprogramm

16.11.2011 | 17:12 Uhr
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Mittagschlaf als tägliches Pflichtprogramm
Gruppenbild in spektakulärer Landschaft: Friedrike Feil, Monika Merl und Jana Hartmann (von links) mit ihrem Trainer Pierre Ayadi bei einem Ausflug in die Berge.

Die Luft ist dünn, der Puls erhöht und die Schnappatmung setzt schon nach ein paar Metern ein. Die Höhenanpassung ist nicht wirklich einfach. Doch nach einer Woche sollten wir, das sind Monika Merl, Friederike Feil, unser Trainer Pierre Ayadi und ich, uns jetzt doch an das Klima und die Luft gewöhnt haben. Nur so richtig warm werden will es nicht. Der Schnee taut zwar in den Nachmittagsstunden immer ein wenig weg und die Sonne schaut auch ab und zu für ein paar Stunden hervor, aber die Temperaturen wollen einfach nicht ansteigen.

Das Training wird dadurch etwas schwieriger und wir müssen noch besser auf unser Immunsystem achten. Nach den Einheiten ist es deshalb immer wichtig, dass wir uns nicht nur schnell in warme Sachen packen, sondern auch viel schlafen, genügend erholen, gesund ernähren und täglich eine Portion Ingwer á la Dr. Feil essen. Und da wir hier alle auf Selbstverpflegung angewiesen sind, können wir am Besten selbst darauf Einfluss nehmen, welches „Powerfood“ wir zu uns nehmen.

Auch zur Überwachung der Trainingsdosierung und Dokumentation der Leistungsentwicklung werden jeden Morgen um 7.00 Uhr die Creatine Kinase (CK) und der Harnstoff, von unserem Expertenteam vom Institut für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT) aus Leipzig, bestimmt. Daran können wir ableiten, ob wir das letzte Training auch nicht übertrieben haben. Die erste Trainingseinheit startet um 9.30 Uhr und zur Zeit stehen u. a. Programme wie Bergläufe, Tempoläufe im Stadion oder schnelle Dauerläufe an. Auch da ist das IAT immer zur Stelle und liefert uns schnell unsere Laktatwerte. So haben wir ein Rundum-Sorglos-Paket und unser Training ist ständig unter Kontrolle.

Da Training und Höhe in Kombination ganz schön schlauchen, darf der Mittagschlaf von 30 Minuten nie fehlen. Nur so können wir 15.30 Uhr wieder fit auf der „Matte“ stehen und die nächste Einheit starten. Auch mein fast tägliches Stabitraining ist Pflicht. Anschließend tragen Saunagänge oder ein Bad im Entspannungsbecken zur schnelleren Erholung bei.

Todmüde schlürfen wir dann in unser Haus. Kein Wunder, dass sich in Flagstaff im Haus 16 der Wallnut Hills Hase und Igel noch etwas früher gute Nacht sagen...

INFO:

Jana Hartmann berichtet regelmäßíg für unsere Zeitung von ihrer Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2012 in London. Heute Teil zwei aus dem Trainingslager in Flagstaff/Arizona.

Jana Hartmann

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