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Marten gerettet - aber so steigt Hombruch ab

03.06.2012 | 20:29 Uhr
Marten gerettet - aber so steigt Hombruch ab
Beim 0:3 gegen Fortuna Herne kassierte der Hombrucher SV die zehnte Niederlage in Folge.

Völlige Ratlosigkeit an der Deutsch-Luxemburger Straße. Der Hombrucher SV kassierte gegen den Tabellenvorletzten Fortuna Herne mit 0:3 die zehnte Niederlage in Folge. „Ich weiß nicht, wie wir da rauskommen sollen. Das ist alles nur peinlich“, war Trainer Sead Sabotic nach dem Schlusspfiff sichtlich geschockt. Und inzwischen scheint er sich auch Rücktrittsgedanken zu machen. Zumindest war das seinen Worten nach dem Spiel zu entnehmen.

Die erste Hiobsbotschaft gab es schon vor dem Spiel, denn Alexander Bahr, auf dem viele Hombrucher Hoffnungen ruhen, musste erneut mit Schmerzen im Oberschenkel passen. Doch das schien das Team zunächst gut wegzustecken.

Gegen den kampfstarken Gegner hielten die Hombrucher gut dagegen, waren manchmal aber zu überhastet und schienen auch übernervös. Anders ist es nicht zu erklären, dass Adama Anne, Sven Ricke und Fabian Beyer frei vor dem Gästetor scheiterten. Aber auch die Gäste waren nicht chancenlos, weil sich die HSV-Abwehr immer wieder Schnitzer erlaubte. „Das war eine Katastrophe, was unsere Defensive in der ersten Halbzeit gespielt hat“, so Trainer Sead Sabotic.

Nach dem Seitenwechsel wurde es allerdings noch schlimmer. Die Gäste aus Herne wirkten spritziger und lauffreudiger und gingen in der 58. Minute durch einen Schuss von Fabrice Meinert in Führung. Dieser Treffer wirkte auf die Hausherren wie ein Schock. Jetzt lief nichts mehr. Hombruch verlor Linie und Ordnung, erlaubte sich Flüchtigkeitsfehler im Spielaufbau und machte damit den Gegner stark, der jetzt fast nach Belieben kombinieren konnte. Die folgenden beiden Tore durch Gürol Cam (66.) und erneut Fabrice Meinert (79.) waren Ausdruck der Überlegenheit.

Die Gesamtsituation hat sich für den HSV nach dieser Niederlage nicht verändert. Nach wie vor beträgt der Abstand zu den Abstiegsplätzen vier und zu einem möglichen Relegationsplatz drei Punkte.

Ostrowskis Fehlschuss ohne Folgen

Durch ein leistungsgerechtes 0:0- Unentschieden im Heimspiel gegen SW Eppendorf sicherte sich Landesligist Arminia Marten endgültig den Klassenverbleib.

Eine Überraschung gab es bereits zum Anpfiff, denn Trainer Carsten Malten spielte von Beginn an und bekleidete den Posten des klasischen Liberos. Seine Arminia legte dann auch flott los. Veli Pehlivan legte für Andreas Schmidt auf, der mit einer technisch anspruchsvollen Direktabnahme über das Tor zielte (3.).

Nach zwanzig Minuten übernahmen dann die Gäste, angetrieben von Spielmacher Cihan Tasbas, das Kommando. Tasbas zirkelte einen Freistoß aus knapp 3o Metern an den Pfosten (21.). Auch an der nächsten gefährlichen Aktion war wieder Tasbas beteiligt. Sein Pass landete bei David Lysek, der aber seinen Meister in Martens Björn Dollar fand (26.). Zehn Minuten später war Dollar bereits geschlagen, aber die Latte rettete für den Keeper der Martener (36.). Dadurch blieb es zur Pause beim für die Gastgeber schmeichelhaften 0:0.

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Marten stark verbessert. Die Laufarbeit wurde intensiviert und viel mehr Zweikämpfe als vor dem Wechsel gewonnen.

Kapitän Fabian Ostrowski vergab die große Möglichkeit seine Farben in Führung zu bringen. Nach einem Foul an Veli Pehlivan schoss er den verhängten Foulelfmeter zu unplatziert, so dass der Eppendorfer Torhüter Simon Kuhn ihn ohne Mühe parieren konnte (64.).

15 Minuten vor dem Ende hatte Ostrowski erneut Pech. Seine verunglückte Flanke konnte der Gästekeeper gerade noch mit den Fingerspitzen an die Latte lenken.

Auch Pehlivan konnte kurz vor dem Ende den Ball nicht im Tor unterbringen. Nach einem Eckball von Stefan Schulze köpfte er das Spielgerät um wenige Zentimeter am Kasten vorbei. „Das Ergebnis geht insgesamt in Ordnung, aber wir hätten den Foulelfmeter zum wahrscheinlichen Siegtor nutzen müssen“, meinte Jörg Heitmann.

Jürgen Klippert

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2012-06-03 20:29
Dortmund