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Eine Ära geht zu Ende

17.06.2012 | 19:13 Uhr
Eine Ära geht zu Ende
Abschied nach zwölf Jahren: Uwe Esser (Mitte) hört als Trainer beim SV Wacker Obercastrop auf. Foto: Thomas Gödde / WAZ FotoPool

Beim SV Wacker Obercastrop ging am Sonntag eine Ära zu Ende: Trainer Uwe Esser hört auf. Zum Abschied gab’s Geschenke – und noch einen 4:2-Sieg gegen den Hörder SC.

SV Wacker Obercastrop -
Hörder SC 4:2

Wacker: Lindner - T. Firch, Cakir, B. Fritsch, Luka, Schmija (70. Kotziampassis), Backes, Sahinli (37. Pape), Caki, J. Fritsch. – Tore: 1:0 (15.) Sahinli, 2:0 (27.) Sahinli, 2:1 (35.), 2:2 (51.) Eigentor, 3:2 (52.) Backes, 4:2 (54.) Luka.

„Ole, ole, Uwe Esser ole“, skandierte der Obercastroper Spielerkreis nach dem 4:2-Sieg gegen den Hörder SC. Es war der letzte Auftritt des Gefeierten als verantwortlicher Trainer in der Erin-Kampfbahn.

Vor dem Spiel wurde der Coach vom 1. Vorsitzenden Elmar Bök verabschiedet. Als Geschenk erhielt Esser eine Wacker-Dauerkarte auf Lebenszeit und dazu eine Bratwurst vom Grillmeister. „Ich werde aber auch bei den Auswärtsspielen dabei sein, denn weder der neue Trainer Toni Kotziampassis noch Andi Drescher sind pünktlich am Treffpunkt“, lachte Esser.

Im Spiel gegen den Tabellensiebten war der Trainer mit der gleichen Anspannung dabei wie sonst auch, in der Hocke sitzend verfolgte er die Begegnung. Für gute Szenen spendete er Beifall und tobte, wenn ihm etwas nicht passte. Als er Co-Trainer Andreas Drescher mit der Linienrichter-Fahne in der Hand bei einem Pläuschchen ertappte, fauchte er: „Muss ich mir jetzt auch noch eine anderen Linienrichter besorgen.“ Esser und Drescher lachten herzhaft über die Situation.

Elfeinhalb Jahre dauerte die Ära Uwe Esser. „Jetzt wird es Zeit, mich meinen Hobbys zu widmen und die Karriere meines Sohnes (zweiter Torwart beim VfL Bochum, d. Red.), weiter zu verfolgen“, so der Coach. Damit verlässt den SV Wacker Obercastrop sicher mehr als nur ein Trainer. „ Der Verein ist mir ans Herz gewachsen. Als ich verabschiedet wurde, musste ich schon kämpfen“, gestand Esser. Er drehte sich um und verließ „sein“ Feld.

Jörg Bollenbach

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