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Trotz Platzwunde gewinnt Knut Höhler den Tough Guy

30.01.2012 | 15:02 Uhr
Trotz Platzwunde gewinnt Knut Höhler den Tough Guy
Knut Höhler mit der Platzwunde im Ziel. Foto: Agentur Rhein-Erft

Dortmund.   Nachdem Knut Höhler von der LGO Dortmund bereits im Vorjahr als erster Ausländer in der langjährigen Geschichte des Tough Guy siegen konnte, hat er seinen Erfolg wiederholt - trotz blutender Platzwunde auf dem Kopf.

Nachdem Knut Höhler von der LGO Dortmund bereits im Vorjahr als erster Ausländer in der langjährigen Geschichte des Tough Guy siegen konnte, hat er seinen Erfolg wiederholt - trotz blutender Platzwunde auf dem Kopf.

Am Sonntag siegte der 28-jährige Medizinstudent vom Brooks Running Team zum zweiten Mal hintereinander beim Urvater aller Hindernisläufe in England. Mit einer Zeit von 1 Stunde und 11 Minuten 50 Sekunden und mit knapp vier Minuten Vorsprung kam Knut Höhler von der LGO Dortmund ins Ziel - trotz einer schweren Kopfverletzung.

An einem Hindernis hatte sich der 28-Jährige den Kopf an einem Holzblock gestoßen und musste 2/3 der Strecke blutend zurücklegen, da er nicht aufgeben wollte. Erschöpft, leicht verwirrt aber glücklich, so kann man die Gefühlslage von Knut nach seinem erneuten Coup beschreiben. Denn der diesjährige Erfolg ist weit überraschender als der Vorjahressieg. Höhler konnte im Vorfeld schließlich weder ein Trainingslager noch intensiv trainieren. Im Rahmen seines Medizinstudiums muss er nämlich derzeit Vollzeit im Krankhaus arbeiten. Daher stand mehr Kraft und Athletik auf dem Programm. Anscheinend hat sich dies aber ausgezahlt.

Schnell merkte er auf der Strecke, dass er in diesem Jahr läuferische Defizite hatte. „Am Anfang musste ich einen Berg achtmal hoch und runter. Das war extrem hart für mich, da merkte ich das mir ein paar Prozent fehlen“, so Höhler nach dem Rennen.

Aus Spaß ein Hindernis doppelt absolviert

Normalerweise muss jeder Starter 21 Hindernisse überquerten auf der 12 Km Strecke. Höhler hatte aber an einem der letzten Hindernisse so viel Spaß, dass er es gleich zweimal absolvierte. Bei seinem komfortablen Vorsprung kein Problem.

„Es war in diesem Jahr noch härter als im letzten Jahr, obwohl es nicht ganz so kalt war und die Wasserhindernisse auch nicht zugefroren waren. Trotzdem haben mir diese Hindernisse am meisten zu schaffen gemacht. Sie haben mir förmlich die Luft genommen. Dazu ist die Konkurrenz auch stärker gewesen. Die hingen mir am Anfang extrem an den Fersen“, so der Medizinstudent aus Göttingen im Ziel.

Stromschläge für die Athleten

Anders als im Vorjahr warteten noch mehr Stromschläge auf die Athleten. Insgesamt viermal bekam Höhler einen Schlag. Durch die Vorjahreserfahrung steckte er dies aber locker weg. Anscheinend gehört es aber schon dazu, dass Knut mit Verletzungen seine Siege erringen muss. Vor zwei Jahren beendete er den Fisherman’s Friend StrongmanRun mit einem Muskelfaserriss, letztes Jahr beim Tough Guy wurden seine Beine sehr stark in Mitleidenschaft gezogen und nun die Kopfverletzung, wobei die Beine auch diesmal einiges abbekommen haben.

„Meine Beine sind ordentlich geschwollen, grün und blau, obwohl ich das verhindern wollte. Schließlich will nächste Woche in Dortmund beim Indoor Trail an den Start gehen.“

Nach eine warmen Dusche, einem Besuch bei den Sanitätern ging es dann für den Sieger zurück ins Hotel, um sich auszuruhen. Ob es wirklich mit einem Start nächste Woche beim Indoor Trail in der Dortmunder Westfalenhalle klappt, wird man sehen.


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