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VfL Bochum

VfL-Vorstand Todt optimistisch vor "Millionenspielen"

13.12.2012 | 18:20 Uhr
VfL-Vorstand Todt optimistisch vor "Millionenspielen"
Bochums Trainer Karsten Neitzel (l.) und Sportvorstand Jens Todt hoffen auf einen versönlichen Jahresabschluss.Foto: imago

Bochum.   Am Mittwochvormittag wirkte das verschneite Stadion an der Castroper Straße in Bochum verträumt, als habe hier bereits der „Winterschlaf“ Einzug. Doch bevor der Ball „Anne Castroper“ ruht, wird es im Bochumer Wohnzimmer noch einmal richtig heiß. VfL-Sportvorstand Jens Todt im Interview über die beiden anstehenden Heimspiele gegen Paderborn und München.

Das letzte Zweitligaspiel des Jahres am Sonntag gegen den SC Paderborn (13.30 Uhr, live im DerWesten-Ticker) und das Achtelfinalspiel im DFB-Pokal gegen den TSV 1860 München am Mittwoch (19 Uhr, live im Ticker bei DerWesten) ist für den Klub von immenser Bedeutung. Vor dem Heimspiel-Doppelpack innerhalb von nur vier Tagen sprachen die Kollegen von RevierSport mit Sportvorstand Jens Todt über die Situation beim in der Hinrunde enttäuschenden Zweitligisten.

Jens Todt, blickt man auf die Ergebnisse der Konkurrenz, zeigt sich wie wichtig der 3:0-Erfolg in Dresden war. Ist Ihnen ein Stein vom Herzen gefallen?

Jens Todt: Ja, wir standen mächtig unter Druck, haben dem Stand gehalten und gewonnen. Das war ein gutes und enormes Erfolgserlebnis für das Team. Jetzt haben wir die Chance, in den Spielen gegen Paderborn und 1860 München mit einem besseren Gefühl in die Winterpause zu gehen. Uns ist aber bewusst, dass – auch im Falle zweier Erfolge – wir die verkorkste Hinrunde nicht vergessen machen können.

Nach dem Spiel gingen Verantwortliche und Spieler wohltuend realistisch mit der Bewertung der Partie in Dresden um. Müssen Sie denn noch befürchten, dass der klare Sieg die Spieler zu Leichtsinn verführt?

2. Bundesliga
VfL-Sportvorstand Todt lobt Bochumer Mannschaft

Nach dem 3:0-Sieg bei Dynamo Dresden fand Jens Todt lobende Worte fürs Team: „Es war ein großartiger Kampf der ganzen Mannschaft“, sagte der Sportvorstand des VfL Bochum. Torschütze Mirkan Aydin bedankte sich bei Torhüter Michael Esser. Die Stimmen zum Spiel.

Todt: Nein, die Mannschaft ist viel zu selbstkritisch und auch die Verantwortlichen haben unsere schwache Anfangsphase von Dresden nicht vergessen und schätzen die Situation realistisch ein. Aber es geht auch umgekehrt. Wenn wir in Dresden trotz des Sieges auf unsere Fehler hinweisen, dann muss man auch nach einen Spiel bei Union Berlin sagen dürfen, dass die Leistung dort in Ordnung war. So wenig wir das Spiel schön reden dürfen, so müssen wir nach verlorenen Spielen nicht alles schlecht reden, wenn die Leistung in Ordnung war. Fakt ist: Die Leistung in Berlin war besser als in Dresden, aber da hatten wir zum ersten Mal in dieser Saison in einer kritischen Anfangsphase das Glück auf unserer Seite.

Auf den ersten Blick scheinen die beiden Aufgaben, Paderborn und München, wie grauer Zweitligalltag, doch die Bedeutung der Spiele ist sowohl sportlich als auch finanziell für den Klub von immenser Bedeutung.

Todt: Daran gibt es überhaupt keinen Zweifel. Diese Spiele sind die große Chance für den Klub, sich innerhalb von vier Tagen enorm zu verbessern. In der Tabelle, der Liga, im Renommee bei den Fans und wirtschaftlich winkt beim Erreichen der letzten Acht im Pokal eine Einnahme von deutlich mehr als einer Million Euro. So eine Möglichkeit bekommt ein Klub wie der VfL nur ganz selten geboten.

Ist die 0:4-Hinspielklatsche noch in böser Erinnerung?

Todt: Aber ja! Nach dem Auswärtserfolg im Sommer gegen Dresden hatten wir ein kleines Pflänzchen Hoffnung auf einen guten Start, das in Paderborn in 90 Minuten kaputt getreten wurde. Da haben wir Sonntag viel gutzumachen, auch um den Fans zu zeigen, dass es auch anders geht.

Die wirtschaftliche Situation beim VfL ist sehr angespannt. Kann der VfL seine Dezember-Gehälter überhaupt noch bezahlen? Schließlich fehlen Zuschauer­einnahmen. Ein Abrutschen im TV-Ranking ist kaum nachzubessern, sodass derzeit ein Loch von mehr als zwei Millionen besteht.

Gefunden auf...
Gefunden auf...

Todt: Zunächst einmal: Unsere Gehälter sind gesichert. Die Saison ist durchfinanziert und wir werden unsere Auflagen zum 15. Januar bei der DFL erfüllen. Natürlich haben wir auch Probleme. Der gravierende Zuschauerrückgang und das Abrutschen bei den TV-Geldern ist nicht zu komprimieren. Im Moment haben wir es wirtschaftlich richtig schwer, es ist richtig eng und es knirscht, aber wir haben die Finanzen im Griff.

Wäre ein Pokalsieg bei den Löwen ein finanzieller Befreiungsschlag?

Todt: Es würde vieles erleichtern. Ein Weiterkommen garantiert uns eine Million Euro und da ist das Heimlos gegen 1860 eine große Chance. Jetzt brauchen wir, um das Viertelfinale zu erreichen, die Unterstüzung von Fußball-Bochum. Im letzten Jahr gegen den FC Bayern waren wir nach einem fantastischen Spiel knapp dran, gegen die Löwen muss es uns gelingen. Überwintern im Wettbewerb wäre ein Ausrufezeichen. Das würde die gesamte Stimmung in der Stadt anheben. Es wäre ein bemerkenswertes Lebenszeichen.

Der Heimspiel-Doppelpack scheint nicht unlösbar. Beide Gegner schwächeln derzeit ein wenig. Sind sie optimistisch?

Todt: Ja. Unschlagbar ist in dieser Liga kein Klub. Gerade gegen die Löwen haben wir in der Hinrunde beim 0:0 vielleicht unser bestes Saisonspiel gemacht. Deshalb ist alles möglich, wenn es uns gelingt, unsere ansteigende Form zu stabilisieren. (RevierSport)

Günther Pohl



Kommentare
14.12.2012
16:08
Klarer Sieg gegen Dresden?
von derwestentalker | #8

Wo war GP bei dem Spiel?
Kein Wunder, dass die meisten Spieler nach solchen Spielen Höhenflüge bekommen und meinen sie wären "die Größten". Das sah man schon deutlich wie CD bei seinem Tor gejubelt hat, als sei es das selbstverständlichste der Welt.

14.12.2012
15:22
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Name von Moderation entfernt | #7

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14.12.2012
14:35
So ist das eben
von Neanderthaler | #6

Ein äußerst sachliches und vernünftiges Interview, an dem es inhaltlich nichts zu kritisieren gibt (wobei die Aussagen zur finanziellen Stuation trotz allem nicht unbedingt beruhigend sind)...aber es muss natürlich gemault werden; un wenn schon gemault wird, dann muss sich Herr moellera natürlich ganz besonders in Position bringen, und sei es ur wegen eines einzigen Wortes.
Und wenn er schon gleich dabei ist, dann natürlich auch gleich noch im Vorbericht zum Paderborn-Spiel...ist doch ein Abwasch.

Was muss man bloß für ein Mensch sein, um sich nur auf diese Weise wohlfühlen zu können?

3 Antworten
Du solltest
von moellera | #6-1

lieber die Berichte hier kommentieren und nicht zu meiner Person immerzu Stellung nehmen. Ich benötige keinen Pressesprecher.

Kann es übrigens sein, dass sich hinter Deinem Nick ein gewissen Thomas L. verbirgt? Der veranstaltet sogar Führungen im Neanderthal, Nur vom Fussball hatte der Vogel nun mal gar keinen Schimmer. Solltest Du es sein, lieber Thomas, dann verstehe ich Dein Geschreibsel.

Ja ja
von Neanderthaler | #6-2

rätseln Sie mal ruhig weiter, wer sich wohl hinter welchem Nick verbergen könnte, wer hier wie viele Nicks verwendet, wer wessen Freund und wessen Feind ist usw usw usw.

Wenn diese Internetwelt hier zum wichtigsten Lebensinhalt und zur Bühne wird, dann sind das natürlich Dinge, die bewegen.

Mein lieber
von moellera | #6-3

Leipnitz-Keks, Du warst schon immer eine Fehlbesetzung.

14.12.2012
13:31
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Name von Moderation entfernt | #5

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13.12.2012
22:34
Ei der Daus,
von moellera | #4

@PeterPeters, Du hast recht, der Artikel ist nicht besonders gelungen. Aber er stammt ja auch von unserem Tauffenbach-Stammsitzer Günther Pohl. Da darf man nicht so eine ganz hohe Messlatte wählen. Habe mich schon des öfteren geärgert, dass die WAZ diese Liason mit dem RevierSport eingangen ist und auf die Art und Weise das Niveau derart gewaltig auf Nivea senkt....

Der Gipfel ist die Passage "Der gravierende Zuschauerrückgang und das Abrutschen bei den TV-Geldern ist nicht zu komprimieren."

Egal ob Original-Ton Todt oder Kommentar Pohl, es ist zu köstlich.

Man sollte Fremdwörter nur benutzen, wenn man sie verstanden hat. Den Unterschied zwischen kompirmieren und kompensieren sollte man jedoch sowohl als Journalist als auch als Manager kennen.

6 Antworten
VfL-Vorstand Todt optimistisch vor
von VfLforEver | #4-1

Jetzt wirfst du aber auch alles durcheinander. Was bedeutet den "kompirmieren" :-)

Sorry, mein lieber VfLforEver
von moellera | #4-2

habe Buchstaben getauscht, immer noch soll es komprimieren lauten. Jetzt werd Du auch noch päpstlicher als der Papst.

@VfLfor Ever
von klase | #4-3

Sie wagen es den Chefkritiker zu kritisieren, das geht aber mal gar nicht. Nach gefühlten 163.000 Kommentaren sollte bekannt sein, das er keine Fehler macht, sondern sich allerhöchstens vertippt. Also bitte ein wenig mehr Respekt.

Zu dem Ückendorfer Forums-Hüpfer sag ich nur: Wer keine Fehler findet, bastelt eben welche, nur um auch etwas absondern zu önnen.

VfL-Vorstand Todt optimistisch vor
von Notschrei | #4-4

Herr Klase, jetzt mal ehrlich, auf diesen Tippfehler warten Sie doch schon seit 163000 Kommentaren.

Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #4-5

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VfLforEver,
von moellera | #4-6

da hast Du meiner eklig klebrigen "Schmeissfliege" aber einen Steilpass geliefert. Dieser mehr als anhängliche Sympathisant meiner Postings schreibt, genau wie ein Neanderthaler, rein gar nix mehr zum Thema Fussball und VfL -. diese komplexbeladenen Geleerten (absichtlich mit einem doppelten E) suchen nur noch die provokante Auseinandersetzung mit mir.

13.12.2012
21:46
finde die Fehler
von PeterPeters | #3

Was für ein schlecht geschriebener Artikel...

beim Erreichen der letzten Acht im Poka
- Bochum käme nicht unter die letzten acht Mannschaften sondern in das Achtelfinale

Wäre ein Pokalsieg bei den Löwen ein finanzieller Befreiungsschlag?
- Bochum spielt nicht bei den Löwen sondern in Bochum

...

1 Antwort
Ich hab noch einen gefunden
von Dirk72 | #3-1

Und zwar in deinem Kommentar!
Wir stehen jetzt schon im Achtelfinale.Bei einem Sieg wären wir,auch wenn man es kaum glauben mag,tatsächlich unter den letzten acht Mannschaften.

13.12.2012
21:33
VfL-Vorstand Todt optimistisch vor
von VfLforEver | #2

Für mich ist Todt inzwischen ein Dampfplauderer. Seine Kommentare interessieren mich nicht mehr, deshalb habe ich das obige Interview ungelesen übersprungen.
Soviel Fehleinkäufe in einer Saison gab es beim VfL noch nie. Da hätte man sich besser bei der eigenen U23 bedienen können. Der Mann bringt uns deshalb so in Schwierigkeiten, weil er kein funktionierendes Netzwerk hat. Ich hoffe nur, dass sein Vertrag nicht verlängert wird.

13.12.2012
20:35
VfL-Vorstand Todt optimistisch
von sonstwer | #1


Todt ist immer optimistisch :

- Jäger der Top 5
- bei Neuverpflichtungen
- den kommenden Wochen

Nur glaubt ihm keiner mehr !

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