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Andreas Luthe vom VfL Bochum ist sich seiner Sache sicher

04.01.2013 | 18:09 Uhr
Andreas Luthe vom VfL Bochum ist sich seiner Sache sicher
„Wenn ich fit bin, spiele ich auch“, sagt Torwart Andreas Luthe nach der Rückkehr auf den Trainingsplatz.Foto: Stuart Franklin/Getty

Bochum.  Torwart Andreas Luthe rechnet fest damit, bei entsprechender Fitness wieder ins Tor des VfL Bochum zurückzukehren. Und er ist froh, wieder richtig dabei zu sein. Bochums Trainer Karsten Neitzel hat sich zwar noch nicht festgelegt, aber: An einem gesunden Luthe führt wohl kein Weg vorbei.

Zwei Einheiten, zwei und anderthalb Stunden lang, hat er nun hinter sich. Hier und da drückt es, weil ein Fußballer nach einem Spiel oder Training immer irgendwo irgendetwas „spürt“, sagt Andreas Luthe am Freitagmittag. Alltagsgeschäft, allein das zählt: Ein „schönes Gefühl“ sei das, wieder richtig dabei zu sein, sagt der 25-Jährige, nachdem er rund zwei Monate verpasst hat seit seiner Verletzung in Aue. Die Blessuren sind auskuriert, Luthe mischt wieder munter mit. „Wenn ich fit bin, spiele ich auch“, sagt der Kapitän klipp und klar. Und fügt, als kluger Kapitän, konsequenterweise an: „Wenn das irgendwann mal nicht so sein sollte, habe ich es auch nicht verdient. Letztlich entscheidet der Trainer.“

Natürlich habe Michael Esser, den er seit der C-Jugend kennt und zu dem er einen guten Draht hat, „richtig gut“ gehalten, sagt sein Torwart-Kumpel Luthe anerkennend. Aber dies sei ja auch „Brunos Job“. Und nun, ab dem 1. Februar in Aalen, soll es wieder sein „Job“ sein: Gut zu halten - hinter einer stabileren Defensive als zu Saisonbeginn , als auch die etatmäßige Nummer eins des VfL nicht immer souverän agierte.

Karsten Neitzel, der Trainer seit dem Aue-Debakel , hatte sich ja öffentlich noch nicht eindeutig festgelegt, wer in Aalen das Tor hüten wird (wir berichteten). Deutet man aber seine Aussagen zwischen den Zeilen, führt an einem gesunden Luthe wohl vorerst kein Weg vorbei. Auch für Esser nicht.

Entsprechend fallen Luthes Ziele aus für 2013: Weder hoch ambitioniert noch zu tief gestapelt kommen sie daher. „Gesund“ will er bleiben, „viele Spiele machen“ und mit dem VfL schnell ins „gesicherte Mittelfeld“. Und, so der Kapitän vorausblickend auf eine anvisierte bessere Zukunft: „Wichtig ist, dass wir am Ende dieser Saison ein gutes Gefühl haben, das wir mitnehmen können in die nächste Saison. Und das ist absolut machbar mit dieser Mannschaft.“

Neitzel mit Trainingsauftakt nicht einverstanden

Dabei müssen aber alle stets mitziehen, betont Trainer Karsten Neitzel - auch im Training. Auch in einem Testspiel gegen einen Bezirksligisten wie Concordia Wiemelhausen am Sonntag (15 Uhr, Leichtathletikplatz am Stadion). Mit dem Trainingsauftakt am Donnerstag war der Coach nicht einverstanden, gestern indes zogen alle nach entsprechender Ansprache mit. Es geht ums energische Auftreten, Nachsetzen, um Bereitschaft. „Wenn ich einen Ballverlust habe, laufe ich nicht aus“, macht Neitzel klar und erwartet auch gegen Wiemelhausen eine konzentrierte Leistung von jedem Einzelnen: mit möglichst wenigen Ballkontakten und noch weniger Ballverlusten.

Die 17 Feldspieler, die gestern auch den Laktattest absolvierten, sollen alle Einsatzzeit bekommen. Acht Profis fallen aber wie gehabt noch aus.

WIEMELHAUSEN FREUT SICH AUF DEN VFL

„Es wird bestimmt ein ganz tolles Event und ein absolutes Highlight. Man hat schließlich nicht alle Tage die Möglichkeit, gegen die Profis zu kicken“, sagt Wiemelhausens Obmann Rolf Wagener vor dem Testspiel gegen den VfL (So., 15 Uhr). Bedanken können sich die Spieler des Bezirksligisten beim Sportlichen Leiter der Concordia, Uwe Gottschling, der den Kontakt zum VfL geknüpft hat.

Trotz der offenkundigen Übermacht des Zweitligisten lässt sich Concordia-Trainer Thomas Gerner nicht aus der Ruhe bringen. „Wir wollen lediglich versuchen, das Ergebnis im Rahmen zu halten. Wenn wir unter fünf bis sechs Gegentoren bleiben, wäre es schon eine kleine Sensation“, sagt er.

Über die Taktik hat sich der Coach indes nicht allzu viele Gedanken gemacht, anders als seine Jungs. „Einige meiner Spieler würden es gerne mit Pressing versuchen, das habe ich ihnen aber schnell wieder ausgeredet“, witzelt Gerner und fügt hinzu: „Wir wollen versuchen, möglichst eng zu stehen und vielleicht den ein oder anderen Konter zu setzen.“

Personell kann er so gut wie aus dem Vollen schöpfen. Nur Kapitän Arijan Keshawarzian (beruflich verhindert) kann nicht teilnehmen. „Mit stehen insgesamt 18 Feldspieler zur Verfügung und ich werde versuchen, so viele wie möglich spielen zu lassen“, sagt Gerner.

Ralf Ritter



Kommentare
06.01.2013
17:28
Andreas Luthe
von Grover | #11

gegört ins Tor sonst keiner,,,, ANDY LUTHE !!!

05.01.2013
20:30
Andreas Luthe vom VfL Bochum ist sich seiner Sache sicher
von VfLer | #10

Na, haben schon wieder alle Meckerköppe vergessen wie oft uns Andi Luthe den ***** gerettet hat.
Ist doch logisch das er als Nummer 1 auch wieder spielen will.

05.01.2013
19:37
Andreas Luthe vom VfL Bochum ist sich seiner Sache sicher
von klase | #9

Ich verstehe ich die Kritik an Luthe überhaupt nicht. Er hat zwei Jahre am Stück hervorragend gehalten und entscheidenden Anteil am Ligaverbleib bzw. auch daran, dass der VfL es in die Relegation geschafft hat. Der Junge ist 25 und nach zwei Jahren mal einen Leistungsknick und schon wird an ihm rumgenörgelt. Was passiert eigentlich wenn Esser mal patzt, muss er dann auch verjagt werden ? Der VfL mag alles mögliche haben, aber mit Sicherheit kein Torwart - Problem. Luthe, Esser und Heuer-Fernandes sind drei Keeper aus dem eigenen Nachwuchs. Luthe war in den Kickerranglisten Saison 2010/2011 und 2011/12 jeweils der drittbeste Keper der 2. Liga, mit Saisonübergreifend 66 Ligaspielen. trotz rund 90 Gegentoren, davon alleine 55 in der letzten Saison. Von gehaltenen Elfmetern will ich gar nicht schreiben.

05.01.2013
19:22
Andreas Luthe vom VfL Bochum ist sich seiner Sache sicher
von klotzer | #8

Was reitet Sie Hr. Ritter, sich für A. Luthe einzusetzen? Nach den gezeigten Leistungen von M. Esser ist er unserem Dandy Luthe in allen Belangen überlegen. Dies gilt besonders für die Strafraumbeherschung. Warum also ein Wechsel?

05.01.2013
17:23
Andreas Luthe vom VfL Bochum ist sich seiner Sache sicher
von FAN58 | #7

#5
hätte mindestens drei bis vier im Sinn die man Verleihen, Verschenken oder einen
Auflösungsvertrag anbieten muß (bei anderen Vereinen geht das ).
Problem: wer will die ?
Frage: Warum soll man ein zu Null-Torwart rausnehmen weil ein Schwätzer und Fanvergrauler wieder große Töne spuckt ?

05.01.2013
13:44
Andreas Luthe vom VfL Bochum ist sich seiner Sache sicher
von skeptikerxx | #6

Ha HA!!!
Der sollerst einmal zeigen das er auch wieder prima spielt!!!
So wie in der Hinrunde darf er nicht spielen. Sonst bin ich mir sicher sitzt er auf der Bank.
Ich verstehe den VfL bezüglich seiner Torhüter eh nicht. Früher war der Keeper immer ein sicherer Rückhalt. Es kamen Leute von anderen Vereinen wie Scholr, RvD ins Besondere und die waren lange eine Bank im Tor des VfL.
Nun werden no Name Jungs eingesetzt. Richtige Talente sehe ich da nicht. Entweder muß mal wieder einer wie RvD geholt werden oder ein richtiges Talent. Der BvB hat sich den JUngen von RWE geholt und baut ihn auf. Ich würde einen würdigen RvD Nachfolger holen und einen hochtalentierten ganz jungen Mann. Dann klappt es auch wieder im Tor.!
Nach RvD waren wieviel Leute im Tor???


05.01.2013
12:34
Andreas Luthe vom VfL Bochum ist sich seiner Sache sicher
von haruo | #5

Der Trainingsauftakt war bei naßkaltem Wind, und ich muss Herrn Neitzel Recht geben, dass wirklich nur wenige Zuschauer und Spieler den Widrigkeiten so wirklich trotzen wollten, zumal es immer gräßlicher kam. Die Mehrheit, mit Türkei-Träumen beschäftigt, wollte diese Minuten bei widerlichem Wetter einfach nur hinter sich bringen. Kein guter Start! Das Aue-Spiel ließ jedenfalls grüßen wie die warme Suppe zuhause.

Dennoch hat der VfL auf der Torhüterposition ein Luxusproblem. Wozu braucht er im Abstiegskampf drei kerngesunde Torhüter, wenn auf den Außenbahnen offensichtlicher Handlungsbedarf herrscht? In anderen Worten: Kann man den Heerwagen nicht ausleihen und dafür einen wie Tasaka technisch-taktisch grundsoliden Außenverteidiger im Austausch holen? Wer oder was (außer die Ausländerbeschränkung) verbietet sowas? Es würde den Kader qualitativ und kostengünstig ausgleichen und gleichzeitig neue Perspektiven auf den Außenpositionen schaffen.

Der Andi wird´s schon richten.

05.01.2013
10:15
Eine völlig unnötige Diskussion ....
von BlockB | #4

...... losgetreten von einem geschwätzigen Tormann, der schon zuletzt nicht mehr durch Leistungen, aber durch sinnfreie Sprüche zu Fankritik und Mannschaftssituation aufgefallen war.

Da soll wohl auch mit Hilfe des willfährigen Redakteurs verhindert werden, dass "Bruno" sich "festspielt". Wäre ja auch eine weitere Blamage für den Sportvorstand, wenn der mit üppigem Langzeitvertrag Ausgestattete den Rest der Saison auf der Bank sitzen würde.

1 Antwort
Das sehe
von moellera | #4-1

ich sehr ähnlich. Aber Luthe geht nun in die Offensive, weil er merkt, dass sein "Thron" wackelt.

Aber ich vertraue auf den fussballerischen Instinkt und das Bauchgefühl von Karsten Neitzel. Das sind übrigens Softskills, die einem Bergmann meines Erachtens fehlten.

Und zu den Journalisten - tja, das ist nun mal so, dass sie alle ihre "Berichterstatter" haben, mit denen sie besonders gut kommunizieren können. Man trifft sich bei Speis und Trank, tauscht die Telefonnummern, redet vor oder nach dem Training miteinander - und man lässt diese Spezis nicht hängen, sonst ist der Informationsfluss unterbrochen.

Frag mal Günther Pohl !

05.01.2013
09:47
Andreas Luthe vom VfL Bochum ist sich seiner Sache sicher
von klase | #3

Ich denke es ist ein ganz normaler Vorgang, wenn die jahrelange Nr.1 Ansprüche anmeldet. Alles Andere würde mich doch sehr erstaunen. Voraussetzung ist natürlich eine entsprechende Leistung. .

04.01.2013
23:23
ist mir echt ein......
von digo4165 | #2

rätsel, warum herr ritter nun schon im zweiten artikel versucht andreas luthe wieder ins tor zu schreiben?
ein wenig mehr zurückhaltung wäre sicher angebracht.
-und auch seriöser.

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