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Vor dem Schalke-Spiel

Noch herrscht bei Bayern verdächtige Ruhe

25.04.2009 | 11:54 Uhr
Noch herrscht bei Bayern verdächtige Ruhe

München. Auch vor dem Spiel gegen Schalke am Samstag (15.30 Uhr) schweigen die Wortführer des FC Bayern beharrlich. Vielleicht weil es für die Bayern um eine Menge geht: Gewinnen sie, bleibt es ruhig - verlieren sie, kehrt das so genannte Umfeld zurück zur lauten Trainerdiskussion.

Jürgen Klinsmann erscheint ungewohnt früh am Freitagvormittag, aber das, sagt er dann, sei eben eine Änderung, die seit zwei Wochen besteht: Früher da sein. „Wir treffen uns jetzt früher im Hotel, dann führen wir Gespräche”, sagt Klinsmann. Gespräche führen, das haben sie immer schon gemacht beim FC Bayern, nur haben sie jetzt dafür: „mehr Zeit”.

Erstaunliche Gemütlichkeit

Überhaupt war es erstaunlich gemütlich diese Woche an der Säbener Straße in München: keine Krisensitzungen, keine Skandalinterviews, ja: gar keine Interviews. Wenn es derart ruhig ist beim FC Bayern, dann sorgt das für gemischte Gefühle: Die einen finden das angenehm - die anderen zumindest verdächtig.

Die Wortführer schweigen beharrlich

Die Zukunft von Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann bleibt ungewiss.

Den Verschwörungstheoretikern gilt als Haupt-Argument, dass Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß, sonst Wortführer im Verein, seit der Blamage von Barcelona beharrlich schweigen. Und weiterhin, dass von Trainer Jürgen Klinsmann und seinen Spielern in den Tagen vor dem heutigen Spiel gegen Schalke oft - auffällig oft! - zu hören ist, dass die Stimmung ganz toll sei. „Die Stimmung ist überragend”, sagt sogar Kapitän Mark van Bommel.

Gewinnt Bayern gegen Schalke, bleibt es ruhig

Doch er hat immerhin eine plausible Erklärung: „Wenn man gewinnt, dann ist das Umfeld ruhiger.” So gesehen käme einem Sieg gegen Schalke immense Bedeutung zu: Gewinnen die Bayern, bleibt es ruhig - verlieren sie, kehrt das so genannte Umfeld zurück zur lauten Trainerdiskussion. „Wir müssen annähernd die Maximalpunktzahl aus den verbleibenden sechs Bundesligapartien holen”, so formuliert es der Trainer selbst.

Schließlich wollen sie sich beim FC Bayern das nicht antun, dass am Ende ihr ehemaliger Angestellter Felix Magath mit einem Klub namens VfL Wolfsburg die Meisterschale bekommt. Und weil die Bayern schon sehr oft in einer Phase wie dieser waren, geben sie sich nun betont lässig: „Wir schauen in der Tabelle nur nach oben”, sagt van Bommel, „wir müssen die restlichen Spiele gewinnen, aber wir haben auch nichts anderes vor.”

Klinsmanns Zukunft bleibt mehr als ungewiss

Er sagt das mit einer Selbstverständlichkeit, die man wohl nur haben kann, wenn man für einen Verein spielt, für den der Meistertitel nicht die Krönung einer mäßigen Saison bedeutet. Sondern die Rettung. All der ruhigen Stimmung zum Trotz hat sich in der vergangenen Woche an der Situation für Jürgen Klinsmann ja wenig verändert.

Seine Zukunft bei Bayern ist mehr als ungewiss. Klinsmann hat deshalb die Flucht nach vorn angetreten: Hat neue Spieler gefordert, er habe da auch mit dem Vorstand schon darüber gesprochen, und natürlich habe der Klub eine Investitionsbereitschaft. Auch dazu aber sagen Rummenigge und Hoeneß: nichts. Sie haben eingesehen, dass jedes Wort die Lage nur hitziger machen würde. (NRZ)

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Michael Neudecker


Kommentare
26.04.2009
12:14
Noch herrscht bei Bayern verdächtige Ruhe
von Hallodri09 | #2

Erst einmal muss sich der Blutdruck von OSRAM Höness wieder einpendeln. Ist die Rote Birne aus, wird er in gewohnter Weise lospoltern. Ansonsten muss man ja annehmen, Höness wäre ernsthaft oder sogar lebensgefährlich erkrankt.

25.04.2009
10:29
Noch herrscht bei Bayern verdächtige Ruhe
von harti | #1

Ist doch ganz einfach: gewinnt Schalke darf Klinnsmann schon am Montag nach Hause. Wenn nicht, erst im Mai.
Auf jedenfall wird er vom bestbezahlten Lehrling zu einem gut bezahlten Frührentner.

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