Das aktuelle Wetter NRW 8°C
Westfalenpokal

BVB macht’s im Elfmeter-Schießen

01.06.2012 | 22:47 Uhr
BVB macht’s im Elfmeter-Schießen
Foto: Martin Möller

Ückendorf.   Die A-Junioren des FC Schalke 04 beherrschen das Spiel, müssen sich aber Borussia Dortmund nach Elfmeter-Schießen mit 6:7 beugen. Nach 90 Minuten hat es im Finale des Westfalenpokals 2:2 und nach 120 Minuten 3:3 gestanden. Kaan Ayhan und Philipp Max schießen vorbei. Sead Kolasinca unterschreibt einen Profi-Vertrag.

FC Schalke 04 -
Bor. Dortmund6:7 (3:3, 2:2, 1:2)

Tore: 0:1 Semih Daglar (2.), 0:2 Dominik Beutler (11.), 1:2 Axel Borgmann (25.), 2:2 Philipp Hofmann (90.), 2:3 Julius Hölscher (104.), 3:3 Kaan Ayhan (117.).

Elmeter-Schießen: Kaan Ayhan schießt vorbei, 3:4 Kerem Demirbay, 4:4 Tammo Harder, 4:5 Pascal Nimptsch, 5:5 Max Meyer, 5:6 Julius Hölscher, 6:6 Philipp Hofmann, 6:7 Tim Kübel, Philipp Max schießt vorbei.

FC Schalke 04: Raeder - Babic (61. Korczowski), Ayhan, Kolasinac, Borgmann - Balci (75. Harder), Baus (61. Meyer), Zander (83. Sönmez), Max - Hofmann, Klingenburg.

Sehr viel Klasse und noch mehr Dramatik: 650 Fußball-Anhänger sahen am Freitagabend in Ückendorf im Finale des Westfalenpokals eine starke Leistung der A-Junioren des FC Schalke 04. „Unsere Mannschaft hat die Zuschauer begeistert, von den Sitzen gerissen“, sagte Trainer Norbert Elgert. „Das war von der Teamleistung, von der Einstellung her sensationell gut.“ Nur das Ergebnis, das stimmte nicht. Nach Elfmeter-Schießen setzte sich Borussia Dortmund mit 7:6 durch, nachdem es nach 120 Minuten 3:3 (2:2, 1:2) gestanden hatte. „Ein seltsamer, vielleicht auch ungerechter Ausgang“, sagte der Schalker Coach.

0:2-Rückstand nach elf Minuten

Fünf Tage vor dem Halbfinal-Hinspiel um die Deutsche Meisterschaft beim VfL Wolfsburg waren die Knappen im Revierderby das klar bessere Team – allerdings nicht fehlerlos. „Wir haben unklug verteidigt und Geschenke verteilt“, sagte Norbert Elgert. Nach gerade mal 100 Sekunden sahen Nils Zander und Djordje Babic unglücklich aus, und in der elften Minute platzierte Torwart Lukas Raeder den Ball mit seiner Faustabwehr fast millimetergenau vor die Füße von Dortmunds Dominik Beutler – 0:2.

In der Anfangsphase hatte dem Westdeutschen Meister jene Ordnung gefehlt, die in so vielen Bundesliga-Spielen das Markenzeichen war. Was jedoch vor allem in der Folge nichts daran änderte, dass die Schalker den Nachwuchs des Deutschen Meisters beherrschten – und zwar total. Zwar schaffte Axel Borgmann, der linke Verteidiger, noch vor der Pause den Anschluss, aber auf das 2:2 mussten Norbert Elgert und sein Co-Trainer Uwe Grauer dann lange warten.

Längst hatten sie die Viererkette aufgelöst und ihren Kapitän Sead Kolasinac, der vor der Partie einen Profi-Vertrag bis 2015 unterschrieben hat, ins Sturmzentrum befördert. Als dann Schiedsrichter Çetin Sevinc aus Waltrop fünf Minuten Nachspielzeit anzeigte, fiel prompt das Tor. Kubilay Sönmez hatte sich für einen Mix aus Schuss und Pass entschieden, so dass der Ball genau Philipp Hofmann erreichte. Der U-19-Nationalspieler drehte sich, zog klasse ab und traf zum 2:2 sowie zur Verlängerung. Obwohl: Fast wäre Sead Kolasinac auch noch das 3:2 geglückt, aber der 18-Jährige traf den Ball nicht richtig.

Okay: In der Verlängerung fingen sich die Schalker auch noch einen dritten Treffer, weil sie sich wiederholt unklug anstellten. Aber auch das 2:3 steckten sie weg und glichen nach einem Freistoß von Philipp Max aus. Kaan Ayhan köpfte, als es ihm noch gut ging, das 3:3.

Das hätte jedoch schon das 4:3 sein können. Nach einem Volley-Schuss von Axel Borgmann in der 113. Minute hatten nämlich mindestens 648 der 650 Zuschauer ein Dortmunder Handspiel im Strafraum gesehen, nur der Unparteiische nicht. „Das war ein 1000-prozentiger Elfmeter“, sagte Schalkes Trainer Norbert Elgert, ehe er dann bei der Glücksspirale sehen musste, dass Kaan Ayhan, dem es dann gar nicht mehr gut ging, und Philipp Max im Elfmeter-Schießen am Dortmunder Tor vorbeizielten. Pech. Unglück. „Aber auch trotz der drei Gegentore“, betonte der 55-jährige Fußball-Lehrer, „musst du das Spiel ganz klar gewinnen.“

Andree Hagel



Kommentare
02.06.2012
14:25
BVB macht’s im Elfmeter-Schießen
von schwarzgelbesMaskottchen | #2

Die Profis holen das Double, BVB II erobert in dramatischem Finale die Meisterschale und steigt in die 3. Liga auf und die A-Junioren des BVB holen den Westfalenpokal. Was will man mehr.

1 Antwort
BVB macht’s im Elfmeter-Schießen
von Michi04 | #2-1

Ein Dach übern Kopf, warmes Essen und eine hübsche Freundin.

02.06.2012
09:12
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #1

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

Aus dem Ressort
So schnappte Schalkes Choupo-Moting Huntelaar den Ball weg
Splitter
Die Schalker Elfmeterspezialisten Eric Maxim Choupo-Moting und Klaas-Jan Huntelaar diskutierten in der Nachspielzeit leidenschaftlich, bevor "Choupo" schließlich souverän das Tor zum 4:3-Erfolg im Spiel gegen Sporting Lissabon erzielte. Wir haben gefragt: Was war da los?
Warum Obasi Schalke-Trainer Di Matteo umarmte
Obasi
Am 4:3-Erfolg des FC Schalke 04 im Champions-League-Spiel gegen Sporting Lissabon hatte Chinedu Obasi einen entscheidenden Anteil. Der Nigerianer war an drei Toren beteiligt, obwohl er erst zum ersten Mal in dieser Saison von Beginn an spielte. Obasis Vertrag läuft am Saisonende aus.
Sky go verärgert Fußball-Fans an Champions-League-Abend
Fernsehen
Nutzer von Sky Go hatten am Dienstagabend Frust statt Freude angesichts der Champions League-Begegnungen von Schalke 04 und dem FC Bayern München: Bereits in der ersten Halbzeit verschlechterte sich die Bildqualität. In der zweiten Halbzeit war dann Sendeschluss auf Sky Go.
Heldt lacht über Schalker Elfmetergeschenk zum 4:3
Stimmen
Schalke 04 bekam den 4:3 (1:1)-Erfolg im Champions-League-Spiel gegen Sporting Lissabon geschenkt. Eric Maxim Choupo-Moting verwandelte in der 93. Minute einen Elfmeter, den Schiedsrichter Karasev nie hätte pfeifen dürfen. Manager Horst Heldt kommentierte die Entscheidung mit einem flotten Spruch.
Chinedu Obasi ist Schalkes Matchwinner - Note 2
Einzelkritik
Überraschend stand Chinedu Obasi in der Startelf des FC Schalke 04. Beim 4:3 (1:1) war Obasi an den ersten drei Toren seines Teams beteiligt. Als der Rechtsaußen das Feld verließ, führte seine Mannschaft noch mit 3:1. In unserer Einzelkritik gibt es die Note 2.
Umfrage
Wer ist der perfekte

Wer ist der perfekte "Zehner" für den FC Schalke 04?

 
Fotos und Videos