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Warten auf den Umbau des Niederrheinstadions

13.10.2009 | 18:54 Uhr
Warten auf den Umbau des Niederrheinstadions

Oberhausen. Die Bankenkrise trifft auch die zweite Bundesliga: Was wird eigentlich mit dem angekündigten Umbau des Niederrheinstadions? Auf 15 Millionen Euro beziffert RWO die Kosten der Verwandlung in eine Art Arena. Die Frage, auf die es nach wie vor keine Antwort gibt: Wer soll das bezahlen?

Gestern gab's einen Spatenstich mit allerhand Prominenz aus Politik und Fußball – es ging um einen Bolzplatz. Bolzplätze sind schön und gut und wichtig für die Jugend. Gleichwohl fragen sich viele – wenige Tage vor dem Verfolgerduell der 2. Fußball-Bundesliga zwischen dem SC Rot-Weiß und dem FC St. Pauli (Freitag, 18 Uhr, Stadion Niederrhein): Was wird eigentlich mit dem angekündigten Umbau des Niederrheinstadions?

Die Bankenkrise trifft auch die zweite Bundesliga: Was wird eigentlich mit dem angekündigten Umbau des Niederrheinstadions? Foto: Kurt Michelis

Sehr ruhig geworden ist es darum, nachdem ein gemeinsamer Auftritt von CDU-Oberbürgermeister-Kandidat Dirk Buttler und RWO-Sportvorstand Thomas Dietz im Wahlkampf-Sommer noch für wilde Aufregung gesorgt hatte. Zur Erinnerung: Auf 15 Millionen Euro beziffert RWO die Kosten eines Umbaus, mit dem das Stadion (Baujahr: 1927) in eine Art Arena verwandelt würde – Aufgabe der Kurven im ersten, Heranrücken der Tribünen auf den beiden Geraden im zweiten Abschnitt.

Der Stadt sind die Hände gebunden

Die Frage aller Fragen, auf die es nach wie vor keine Antwort gibt: Wer soll das bezahlen? Oberbürgermeister Klaus Wehling erklärte schon Anfang August, dass der Stadt da die Hände gebunden sind, und seitens RWO war immer wieder von einem möglichen „Bankenkonsortium” und mindestens aber Bürgschaften die Rede. Den „Rest” könne man selbst schultern. Gestern sagte Thomas Dietz: „Wir stehen kurz vor einer Lösung.” Einzelheiten wollte er nicht verraten, aber als der eigentliche Knackpunkt kristallisiert sich mehr und mehr die internationale Bankenkrise heraus. In deren Gefolge sind alle Institute, die für Geld einstehen, entweder klamm oder extrem vorsichtig geworden.

Dennoch: „Spätestens am Ende der Saison”, so Dietz tapfer, „sind wir dran.” Es gehe jetzt um eine „kleine” Finanzierungszusage – woher? „Anderswo”, so Dietz, „stehen das Land oder die Kommune oder städtische Gesellschaften für so etwas ein.”

Gustav Wentz

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Kommentare
17.10.2009
16:25
Warten auf den Umbau des Niederrheinstadions
von KlausBrend | #24

Bei den Proficlubs geht es doch weniger um Sport sondern fast !! nur noch um Kohle. Und das ohne jegliche Ausnahme !!!!!
Somit keinerlei Zuschüsse aus Steuergeldern.

17.10.2009
12:01
Warten auf den Umbau des Niederrheinstadions
von RWOOppa | #23

@RWOOldie: nach Deiner Definition sind folglich Banken auch keine Wirtschaftsunternehmen :-) Wir liegen doch mit unseren Ansichten so weit auch nicht auseinander. Ich würde es RWO gönnen (der gestrige Abend hat gezeigt, dass die Bäume doch nicht am Kanal so schnell in den Himmel wachsen). Trotzdem: mit dem Verweis auf früher könnte man alles rechtfertigen und das geht einfach nicht mehr! Ja, auch das Verbraten unserer Kohle in Schalke und Dortmund, bei Hertha, in Magdeburg oder Leipzig muss aufhören, genauso wie das Verfeuern in eine Firma namens Opel.

17.10.2009
11:28
Warten auf den Umbau des Niederrheinstadions
von Manni51 | #22

Keinen Cent aus Steuergeldern für Profivereine.
BASTA !!

16.10.2009
23:43
Warten auf den Umbau des Niederrheinstadions
von RWOOldie | #21

@RWOOppa, und was ist mit Amateurfußball?
Was ist mit der Wettbewerbsverzerrung durch öffentliche finanzierte Stadien zur WM?
Und vor allem, was ist mit den Miteinnahmen durch solch ein Stadion? Es wird immer so getan, als wenn RWO da ein schmuckes Kästchen geschenkt bekommen soll.
Es geht doch um wirtschaftliche Aspekte. Ich würde mal keck behaupten, dass das alte Stadion Niederrhein durch RWO schon dreimal in den letzten 80 Jahren bezahlt wurde.

Grundsätzlich gebe ich dir ja Recht. Aber dann muss das für alle Vereine gehen. Was ist mit Amateurvereine? Da ist dann eine neues Stadion Allgemeingut? Und wenn die dann aufsteigen in die Bundesliga?

Vereine sind KEINE Wirtschaftsunternehmen. Sie tun nur so. Denn sonst gäbe es Vereine wie Schalke, Dortmund und Frankfurt und Hertha und Lautern schon lange nicht mehr. Die wurden in den 80gern und 90gern sogar durch die Öffentliche Hand gerettet worden. Und wenn es nur der Verzicht auf STadion-Miete oder irgendwelche Bürgschaften war.

Es ist absolut legitim von einem Verein wie RWO eine gewisse Unterstützung durch die Stadt anzufragen. Ob sie gewährt wird, müssen dann eben unsere Interessensvertreter entscheiden. Sollte das negativ sein - dann wird RWO das aktzeptieren müssen.

Also gar kein Grund hier gegen Herrn Dietz so aufzubegehren. Es wäre vereinsschädigend, wenn er es nicht versuchen würde.

16.10.2009
12:10
Warten auf den Umbau des Niederrheinstadions
von RWOOppa | #20

Um es klar und deutlich zu sagen: Profi-Fussball und Geld vom Statt - das lehne ich ab. RWO ist ein Wirtschaftsunternehmen und muss für den Stadionbau selbst sorgen! Die Leistungen im sportlichen bereich sind angesichts des mir bekannten Etat-Volumens respektabel. Ich wohne vor der Haustür von Eintracht Braunschweig und die hatten bisher einen doppelt so hohen Etat in der 3. Liga. Ok, dieses Jahr - Ende der Prasserei. :-) RWO ist für mich eine Heimatliebe, die ich auf die eine oder andere Weise pflege (seit 1961). Damals war das Stadion wirklich zu klein. :-) Heute würde ich das verneinen. NAtürlich wäre eine reine Fussball-Arena was Feines aber das muss sich eben verdienen. Sieg gegen St. Pauli würde da sicher helfen. Dauerhaft müssten aber entschieden m,ehr Zuschauer kommen, und das seh ich nicht.

16.10.2009
09:56
Warten auf den Umbau des Niederrheinstadions
von RWOOldie | #19

Mal meine Sichtweise aus RWO-Fan in Köln: Erstmal hat die Stadt das Stadion in den letzten 30 Jahren nur mit geringsten Mitteln überhaupt erhalten. Insgesamt hat RWO nie von der Stadt eine echte Unterstützung erhalten. Im Vergleich zu anderen Städten (z.B. Frankfurt, Gelsenkrichen, Dortmund, Köln) war RWO stets ohne öffentliche Gelder auf sich alleine bzw. auf Sponsoren oder Mäzene angewiesen.
Wenn man alleine die Öffentlichkeitswirksamkeit - sprich Nennungen im TV, in der überregionalen Presse als Werbung für den Standort Oberhausen begreifen würde, dann müsste dazu ein Etat von mindestens 12 Millionen Euro jährlich von einer Standortmarketing-Gesellschaft aufgewendet werden.
Wenn man dagegen die 15 Mio € hält, die für die Erstellung erforderlicher Rahmenbedingung für diese Öffentlichkeitsarbeit aufgewendet werden muss, ist das fast lächerlich. Es wäre einfach wesentlich sinnvoller, wenn sich eine Allianz von Standortmarketing und RWO bilden würde, um die Präsenz von RWO in den Medien optimal zu nutzen. Im TV oder Presse getätigte Aussagen, von RWO-Verantwortlichen haben eben eine breite Wirkung. Es wäre doch durchaus sinnvoll wenn in einem Interview auch die Stadt und die Unterstützung dynamischer Unternehmen und Institutionen immer wieder positiv erwähnt würden. Dazu sind unsere Verantwortlichen durch aus in der Lage. Es könnte dem Image der Stadt gegenüber Unternehmen, die einen neuen Standort suchen nicht schaden.
Nur um klar zu stellen: Das ist keine 1 + 1 Rechnung, aber ich weiß nicht, ob es sich eine Kommune leisten kann, auf solche Effekte zu verzichten.
Mir ist sicher bewusst, dass die Stadt viele andere Projekte zu stemmen hat. Die sollten sicher auch eine gewisse Priorität haben.

Aber einen Vorstoß der RWO-Verantwortlichen in Richtung einer öffentlichen Bürgschaft zu machen, ist doch absolut legitim.
Letztlich muss die Stadt es entscheiden. Aber man sollten dann einige Punkte abwägen. Denn RWO gehört mit seiner Tradition zu Oberhausen und bietet eine Plattform für positive Öffentlichkeitsarbeit. Man sollte sie vielleicht nicht so einfach wegwerfen.

15.10.2009
16:14
Warten auf den Umbau des Niederrheinstadions
von animalfriend | #18

@zu den Kommentaren: Obwohl ich RWO die Erfolge gönne, sehe ich diesen Verein nicht als Aushängeschild von OB. Ich zweifel deshalb daran, ob RWO unbedingt ein neues Stadion benötigt. Es gibt wichtigere Dinge in / für OB. Also, bitte den Ball flach halten.

15.10.2009
07:51
Blockierter Kommentar.
von zebraholiker | #17

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

14.10.2009
19:13
Warten auf den Umbau des Niederrheinstadions
von SchönerTraum | #16

tja - was fällt mir dazu ein - ? Das einzige was an Bielefeld bemerkenswert ist, dürfte die Familie Oetker sein - ohne diese hätten die Stadt nicht einmal eine Stadthalle !!! - Glückauf - obwohl das kennen die da garnicht !

14.10.2009
15:17
Warten auf den Umbau des Niederrheinstadions
von Armin Bielefeld | #15

Ich beglückwünsche alle RWO-Fans zu den ersten 16 Punkten gg. den Abstieg. Trotzdem wird es eure semiprofessionelle Trampel-Truppe schwer haben, die Klasse zu halten!

Glückauf und viele liebe Grüße an stromer1953 und en eure Mutter!

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