Das aktuelle Wetter NRW 11°C
Fußball-Regionalliga

Vorbei! Das war viel zu wenig, RWE!

23.02.2009 | 15:14 Uhr
Vorbei! Das war viel zu wenig, RWE!

Essen. Aus und vorbei! RWE ist mit seinem Vorhaben, direkt in die Dritte Liga zurückzukehren, frühzeitig gescheitert. Mit einer 1:2 (1:0)-Niederlage bei FC Schalke 04 II wurden alle Hoffnungen, mit einer grandiosen Rückrunde zum Sturm auf die Tabellenspitze zu blasen, im Keim erstickt.

Info
Forum

Rot-Weiss Essen

Diskutieren Sie die Themen, die Ihren Verein bewegen.

Vor 13 800 Fans in der Gelsenkirchener Arena - das bedeutete Zuschauerrekord in der Regionalliga West - boten die Essener eine enttäuschende Vorstellung und wurden zu keiner Phase ihren hohen Ansprüchen gerecht.

"Ich bin maßlos enttäuscht. Ich habe nie den unbedingten Willen gesehen, die Chance zu nutzen. Und man darf sich jetzt keinen Sand in die Augen streuen. Nur Fantasten können jetzt noch von Platz eins sprechen", zeigte sich Geschäftsfüher Sport Thomas Strunz sichtlich konsterniert.

Ins gleiche Horn stieß Trainer Michael Kulm: "Es macht überhaupt keinen Sinn, jetzt noch irgendwelche Luftschlösser zu bauen. Das war ein ganz herber Rückschlag, die Enttäuschung ist natürlich riesengroß."

Sascha Mölders vergab die Riesenchance zum 2:1

Im Blickpunkt der niveauarmen Partie in der Arena standen vor allem zwei Szenen. Beim Stand von 1:1 steuerte Sascha Mölders in der 73. Minute nach einem schweren Patzer von Schalkes Schlussmann Ralf Fährmann aus spitzem Winkel aufs leere Tor. Das musste der 21. Saisontreffer von Mölders und die 2:1-Führung sein - doch überhastet setzte der Torjäger das Leder an den Außenpfosten.

Neun Minuten später Aufregung im anderen Strafraum. Die Wege von Björn Traufetter und RWE-Linksverteidiger Dennis Bührer kreuzen sich. Der Schalker Mittelfeldspieler kommt zu Fall, Schiedsrichter-Assistent Nikolaus Athanassiadis signalisiert sofort Foul von Bührer, der Unparteiische Thomas Metzen pfeift und zeigt auf den Elfmeterpunkt. Was folgt, sind minutenlange Proteste der Essener. Schließlich entschließt sich der Schiedsrichter, Björn Traufetter zu fragen, ob er tatsächlich gefoult worden sei. Als der Schalker die Frage bejaht, bleibt´s bei der Entscheidung, Marc Lorenz verwandelt sicher und besiegelt damit die Niederlage der Essener.

Wüste Beschimpfungen

"Einfach lächerlich. Was soll der betroffene Spieler denn sagen", schüttelte Robert Mainka den Kopf. Er hatte die Essener in der 29. Minute nach einem Einwurf von Bührer und der Vorarbeit von Mölders in Führung gebracht.

"Wir sind beschissen worden", regte sich Abwehrspieler Sebastian Zinke auf und gab damit den allgemeinen Tenor seiner Mannschaftskameraden wider, die mit wüsten Beschimpfungen ihrem Frust und Unmut lautstark Luft machten.

Erfreulich, dass die sportliche Leitung der Rot-Weißen den umstrittenen Strafstoß nicht in den Mittelpunkt ihrer Analysen rückten. "Es wäre doch fatal, sich an dieser Szene hoch zu ziehen und darüber die eigene enttäuschende Leistung zu vergessen. Das war nicht Pech, das war kein Zufall. Wir haben viel zu ängstlich angefangen, zu viele Fehler gemacht, den Gegner dadurch aufgebaut und viel zu viel zugelassen", kritisierte Thomas Strunz schonungslos.

"Wir haben es trotz unserer Pausenführung nicht geschafft, das Spiel zu kontrollieren, haben nicht zu unserem Ryhthmus gefunden. Das ist uns nicht gelungen, daher darf man sich nicht wundern, wenn man als Verlierer vom Platz geht", so Michael Kulm.

Mit dem Vorsprung zur Pause war es schon nach zehn Minuten im zweiten Durchgang vorbei. Sebastian Zinke lag nach einem Zweikampf verletzt am Boden, Trauftetter nutzte die Unordnung in der Essener Abwehr blitzschnell zum 1:1 aus.

Eine Möglichkeit für Mölders (61.) nach Pass von Neumayr und die erwähnte Riesenchance für Mölders (73.) - viel mehr brachten die Essener im zweiten Durchgang nicht zustande. Viel zu wenig, um die abstiegsbedrohten Schalker ernsthaft in Verlegenheit zu bringen; viel zu wenig, um die zahlreichen RWE-Anhänger für ihre Treue und ihre Unterstützung zu belohnen.

Der Blick nach vorn fiel angesichts der schwachen Vorstellung nicht leicht. Michael Kulm: "Es macht keinen Sinn, die Arbeit einzustellen. Jeder Spieler ist nach wie vor gefragt, alles zu geben. Wir können jetzt nur von Spiel zu Spiel schauen. Wir müssen zusehen, dass wir unsere eigene Leistung dringend verbessern und schellstmöglich spielerische Dominanz zu bekommen."

Thomas Schröer

Empfehlen
Kommentare
Facebook
 
Kommentare
25.02.2009
11:41
Vorbei! Das war viel zu wenig, RWE!
von omosollmalschweigen | #50

Mein Gott omo1, wenn man so viele Fehler macht, sollte man der Allgemeinheit mit seinen Ergüssen lieber nicht auf den Senkel gehen.
Ist ja unglaublich, was hier für ein Mist abgesondert wird.
Hilfsschulniveau!

24.02.2009
16:42
Vorbei! Das war viel zu wenig, RWE!
von omo1 | #49

Wenn man es in Essen gemacht hätte wie auf Schalke dann währe man nicht in der vierten Liga.So bleibt nur zu vermuten das ich das mit dem 5 Jahres Plan von Strunz faltsch verstanden habe.Strunz meinte bestimmt in fünf Jahren ist RWE in der Verbandsliga.Was ich bisher gesehen habe glaube ich ihm das.Die Nachbarn frotzeln schon-wenn RWE auf Asche spielt kommen wir einmal mit,das lassen wir uns nicht entgehen.-

24.02.2009
14:04
Vorbei! Das war viel zu wenig, RWE!
von Superjensessen | #48

Ich bin einfach nur noch frustriert. Seit Jahren wird uns von der Vereinsführung etwas vesprochen (Nichtabstieg aus Liga 2, sofortiger Wiederaufstieg von 3 nach 2, dann von 4 nach 3...
Man muss feststellen, dass wir eben keine Spitzenmannschaft in der Liga 4 sind, sonst sähe unsere Auswärtsbilanz besser aus. Von jedem Auswärtsspiel kommt man doch nach Hause und denkt sich: Eigentlich konnten die anderen nichts, aber wir waren zu doof un dzu bequem.
Wenn man in die Artikel der Lokalpresse schaut, dann stellt man fest, dass immer wieder von den 50er Jahren geschwärmt wird, von den guten alten Zeiten, die aber seit Ende der 70er vorbei sind.
Wir fiebern seit 30 Jahren mit, immer wieder glaubt man, dass RWE es geschafft hat, und dann kommt umgehend die Keule und es wird noch schlimmer. Ob es die sportlichen Prognosen waren, die Lizenzentzüge, oder die leeren Versprechungen zum Stadionbau... Ich glaube auch nicht, das alle Spieler so stolz sind, für diesen Verein zu spielen. Warum auch? Sie haben ihn ja nie in einer positiven Zeit erlebt...

Bleibt abzuwarten, ob doch noch irgendwann ein Wunder geschieht oder wir mit anderen Vereinen, die irgendwann mal gut waren, langsam dahinsiechen werden und andere (Leverkusen, Hoffenheim, Wolfsburg und ähnliche) mit viel Geld aber auch fähigen Verantwortlichen mehr erreichen!

Das Ergebnis am Samstag ist eigentlich egal, wir verlieren dann das nächste Auswärtsspiel und damit basta...

24.02.2009
14:03
Blockierter Kommentar.
von Matthias.Kiesel | #47

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

24.02.2009
13:58
Vorbei! Das war viel zu wenig, RWE!
von Trajanus-Rex | #46

Was für einen Mist wird hier geschrieben??? Mir als RWE - Fan geht doch nicht S 04 durch den Kopf . Was sollen die gegenseitigen Beschimpfungen? Um unseren RWE müssen wir uns grosse Sorgen machen, was hat uns Schalke zu interessieren? Also kommt mal alle schön wieder auf den Boden zurück!!! Namen wie Tönnies, Schnusenberg, Müller usw. hätten in meinem Wortschatz überhaupt keinen Platz. Mir kommt es nur auf RWE an.....

24.02.2009
12:31
Vorbei! Das war viel zu wenig, RWE!
von Kruse | #45

Und die Königsblauen sollen erstmal gucken das Ihr Wir haben gut gespilt Kevin - sich bei seinen Traumtoren nicht den Rücken verletzt.

Euer Verein ist innerlich am Boden. Eure Leidenszeit beginnt erst jetzt. Ragnick und Rudi. Nicht Tönnies Schnusenberg Müller und Rutten. Wie großkotzig wurde noch die Champions League angekündigt auf Schalke. Zwei Jahre ohne Internationale Plätze und wir sind nicht die einzigen die nach Investoren suchen. Wer im Glashhaus sitzt...

PS: SO der Hammer ist eure Arena auch nicht. Veltins schmeckt eh nicht!

24.02.2009
12:27
Vorbei! Das war viel zu wenig, RWE!
von Kruse | #44

Wie wärs wenn einer die Ex Frau von Abramowitch heiratet? Die hats ja jetzt.

Das die Stimmung gegen Schalke bescheiden war, dafür kann die Mannschaft nix. Aber bei jedem Eckball die Kulisse aufzufordern mal wieder vollgas zu geben und DANN so eine lächerliche Leistung zu zeigen ist traurig.

Einem Mölders den Pfostentreffer zum Vorwurf zu machen geht gar nicht. Er ist der einzigiste in der Mannschaft der sich zu RWE bekennt (einschließlich der Lorenz Brüder). Wer von den Holzköpfen verlängert denn bis 2011? Ich danke Gott dafür das Herr Strunz seine Träume immer noch so vermitteln kann, dass Spieler wie Mölders bei uns bleiben.

Jeder muss sich jetzt entscheiden. Fan oder nicht. Wenn nicht, einfach ruhig sein - es bringt eh nichts.

24.02.2009
10:53
Vorbei! Das war viel zu wenig, RWE!
von JoeTschen | #43

Mitläufer in der 4. Liga. Und da sollen wir auch noch Beifall klatschen? Ein Hoch auf das 5-Jahreskonzept? Dass ich nicht lache. Irgendwann hat auch der treueste Fan mal die Nase voll.

24.02.2009
09:29
Vorbei! Das war viel zu wenig, RWE!
von Alfred Wittenberg | #42

RWE auf zu neuen Ufern.
NRW Liga ???

24.02.2009
05:47
Vorbei! Das war viel zu wenig, RWE!
von blaueseele | #41

@putsche:Klaus Matischak.!Sagt dir natürlich nichts,Essener eben.So doof muss man sein.

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/806374/create

Umfrage
Holt Rot-Weiß Essen den Niederrhein-Pokal?

Holt Rot-Weiß Essen den Niederrhein-Pokal?

 
Aktuelle Fotos und Videos
Ehrenrunde im RWE-Stadion
Bildgalerie
RWE
RWE - das letzte Spiel
Bildgalerie
Fußball
Timo Brauer sagt "Adios"
Video
Georg-Melches-Stadion
Aus dem Ressort
Lamczyk und Denker verlängern ihre Verträge bei RWE
RWE
Fußball-Regionalligist Rot-Weiss Essen kann weiter mit Torhüter Dennis Lamczyk (25) und Innenverteidiger Thomas Denker (21) planen. Beide Spieler verlängerten jetzt ihre Verträge an der Hafenstraße. Lamczyks verlängerte um ein Jahr, Denker unterschrieb einen Zwei-Jahres-Vertrag.
Spekulationen statt Fakten in der Wett-Affäre bei RWE
Kommentar
Der Einspruch der Sportfreunde Lotte im Zusammenhang mit der Wett-Affäre bei Rot-Weiss Essen ist abgewiesen worden: Die Frist wurde nicht eingehalten und eine Spielmanipulation konnte nicht nachgewiesen werden. Weitere Spekulationen schaden nur dem Verein. Ein Kommentar.