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Kein Luxustempel, aber grünes Licht

04.03.2009 | 19:34 Uhr

FUSSBALL. Nach hitziger Debatte wurde gestern vor vollbesetzter Zuschauertribüne im Ratssaal der Stadionbau beschlossen.

Vollbesetzte Zuschauerränge im Rathaus bei einer Ratssitzung sind nicht gerade alltäglich, da muss ein Tagesordnungspunkt schon von besonderer Brisanz oder publikumswirksamem Interesse sein. In der Tat: Als Tagesordnungspunkt 11 stand gestern der Bau eines neuen Stadions an, und deshalb verfolgten viele Fußballfreunde das Geschehen. Da sich die Ratssitzung bereits bei den Punkten zuvor in die Länge zog, kam Oberbürgermeister Wolfgang Reiniger den Anhängern des runden Leders entgegen und zog nach Absprache mit den Fraktionen die Diskussion über den Stadionneubau vor. Nach hitziger Debatte konnten sich die RWE-Fans mit einer für sie erfreulichen Nachricht auf den Heimweg machen: Mit großer Mehrheit stimmte der Rat dem Vorschlag der Verwaltung zu, ein neues Stadion an der Hafenstraße zu bauen.

Spatenstich soll im

Herbst erfolgen

Der Spatenstich soll noch im Herbst dieses Jahres erfolgen, die erste Stufe sieht eine Kapazität von 20 000 Zuschauern vor, die Kosten bezifferte Stadtdirektor Christian Hülsmann mit 31 Millionen Euro.

„RWE ist kein normaler Viertligist und sicherlich anders zu bewerten, als beispielsweise Lotte oder Cloppenburg. Auch in der Vierten Liga lockt Rot-Weiss pro Heimspiel 8000 Zuschauer an. Der Verein bewegt viele Menschen in dieser Stadt. Diese treuen Fans haben eine solche Investition, wie sie jetzt ansteht, verdient”, warb Hülsmann.

In der Finanzierung klafft allerdings noch eine Lücke von 7 Millionen Euro, die von Sponsoren aufgebracht werden sollen. Von daher erfolgte der Ratsbeschluss auch nur unter dem Vorbehalt, dass diese Summe von potenziellen Investoren und Gönnern hereingeholt wird.

„Bei dem Stadion handelt es sich nicht um einen Luxustempel mit Luxuslogen für Amateur-Kicker, wie in einem Magazin beschrieben wurde. Sondern um ein zweckmäßiges modernes Stadion”, so Hülsmann. Das könne, je nach sportlicher und wirtschaftlicher Hinsicht, in Stufe zwei auf 30 000 Zuschauer und in Stufe drei auf 40 000 Zuschauer ausgebaut werden.

Thomas SCHRÖER

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Kommentare
18.03.2009
11:34
Kein Luxustempel, aber grünes Licht
von Die wahre Wahrheit | #32

Wie lange will die Stadt Essen für Rot-Weiß noch das Geld aus dem Fenster werfen?

• ein Verein, der jährlich Schulden in Millionenhöhe macht und nur ‚rote Zahlen‘ kennt
• ein Verein, der immer wieder durch Randale ein schlechtes Bild auf den Essener-Fußball wirft
• ein Verein, der durch Falschangaben (Verstoß gegen die Lizensierungsauflagen in 2002/2003) unglaubwürdig wird
• ein Verein, der sogar in der Winterpause trotz hoher Verbindlichkeiten Spieler kauft und diese dann in der 2. Mannschaft spielen lässt

Ein Verein der immer wieder Schulden macht, statt abzubauen sollte Insolvenz beantragen. Ein neues Stadion wäre ja geradezu ein Hohn. Diese Stadt bringt alles fertig. Die TV-Zeitung ‚Prisma‘ bringt es auf den Punkt (April 2008):

Wörtlich: He, Essen, wach auf... Wenn wir uns nicht täuschen, pennt Essen den Schlaf der Gerechten und träumt. „Riecht nach Pantoffeln – Kultur durch Wandel Jemine!“ Das ist Rathauspoesie, drittklassig wie Rot-Weiß.

Einer Stadt, die für eine Pommesbude 1,3 Millionen Euro zahlt (2005) kann man alles zutrauen. Es gibt genügend andere Sportanlagen und Hallen die dringend saniert werden müssen. Auch die Anschaffung neuer Sportgeräte ist sehr nötig.
Also sinnvolle Ausgaben für die Essener-Sportjugend und nicht für absahnende Fußballprofis.

Anmerkung: Insolvenz bedeutet nicht gleichzeitig ein Aus, es kann auch ein Neuanfang sein. Es gibt Vereine, die schon bei 2 Millionen Euro Schulden einen Insolvenzantrag stellen. Zuletzt FC Sachsen Leipzig am 03.03.2009.

gez. ‚Die wahre Wahrheit‘

10.03.2009
17:44
Kein Luxustempel, aber grünes Licht
von Kai | #31

Viel Spaß bei der Wahl. Eventuell bekommt die EBB dann einen fünften Sitz im Rat. Oder die Kommunisten den 3 Sitz

08.03.2009
15:55
Kein Luxustempel, aber grünes Licht
von Kurti | #30

Am 30. August ist Kommunalwahl. Für die, die bei RWE keine Dauerkarte haben hier zur Kommunalwahl ein Tipp: Die einzigen Ratsfraktionen die gegen die Pläne der Finanz-Hassardeure Reiniger, Hülsmann und Paß gestimmt haben war die EBB und die Partei Die Linke.

07.03.2009
18:22
Kein Luxustempel, aber grünes Licht
von ueberruhr1 | #29

Es wurde die Absicht bekundet ein Stadion zu bauen.

Ein Finanzierungskonzept ist nicht verabschiedet und steht aus.
Altlasten sind u.a. durch Zustimmung des Herrn Kölmel zu entsorgen. Vereinstrukturen sollen geändert werden.

Frage: Wer würde unter diesen Gegebenheit sein Eigenheim errichten können, auch wenn er die Absicht bekundet eines zu errichten???

07.03.2009
15:16
Kein Luxustempel, aber grünes Licht
von R. Müller | #28

@#27:

Evonik wollte in der ersten Bauphase nur 4 Mio dazugeben. Man ist äußerst zuverichtlich, dass diese Lücke von 4 Mio. durch zwei bekannte Unternehmen ausgeglichen wird. DIe Gespräche laufen bereits und es sieht recht gut aus. Das angeblich (!!) verweigerte Testat von R. Berger wurde übrigens von Ernst & Young erstellt. Ernst % Young hat eine positive Zukunftsprognose abgegeben - nicht zuletzt dank verbindlicher Zusagen der Sponsoren. Das steht als Fakt dem reißerischen Bericht des Spiegels entgegen, der schlecht ausgearbeitet.Komisch. Da steht also zumindest Aussage gegen Aussage. Außerdem ist es ein Witz, wenn man sich auf den Spiegel-Artikel bezieht, der höchst tendenziös geschrieben war und einige (viele) belegbare Unwahrheiten und falsche Fakten beinhaltet. Dieser Bericht lag handwerklcih deutlich unter Bildniveau.

07.03.2009
14:22
Kein Luxustempel, aber grünes Licht
von Kurti | #27

Die Gelder werden aus dem Stadt-Budget und dem Verkauf des Handelshofes (ein Filetstück in Essen, dass der bankrotten Stadt Essen erhebliche Mieteinnahmen einbrachte) aufgebracht. Im Finanzplan ist dann noch von 7 Millionen Euro die Rede, die Privat-Sponsoren aufbringen sollen. Evonik ist schon abgesprungen und im Moment kein einziger Privat-Sponsor, der dazu bereit ist, sich mit einem Verein zu engagieren, dem laut Spiegel die Unternehmensberatung Roland Berger das finanzielle Unbedenklichkeits-Testat bei der letzten Lizenzierung verweigert hat. Aber wie ich RWE-Oberfan Reiniger (soll nachts angeblich in rot-weißer Bettwäsche schlafen gehen) kenne werden noch ein paar Hallenbäder geschlossen, ein paar Sportplätze als Baugrundstücke verkauft und ein paar Kindergärten abgerissen um die Finanzlücke von 7 Millionen, die Privat-Sponsoren nicht bereit sind aufzubringen, zu schließen. Wie wäre es denn, wenn die RWE-Fans, die hier im Forum über Millionen mit einer Riesenklappe schwadronieren, die 7 Millionen aufbringen würden und die in Zukunft fehlenden Mieteinnahmen der Stadt aus dem Handeldhof aus eigener Tasche finanzieren würden? Die Unternehmen selbst wissen nämlich besseres mit dem Geld anzufangen. Sie können ihren Mitarbeitern nämlich nicht vermitteln, in der Wirtschaftskrise Kurzarbeit und Entlassungen zu erklären und auf der anderen Seite Millionen in einen bankrotten Fußballclub zu verbrennen.

06.03.2009
20:02
Kein Luxustempel, aber grünes Licht
von RWE FANS STERKRADE | #26

Aalto und Zollverein locken nicht jedes 2 Wochenende7500 Besucher an. Fussball und RWE ist eine Kultur die dieses mitbringt! Thomas Strunz und Michael Kulm leisten gute Arbeit.Die beiden haben das neue Stadion allemal verdient und wir RWE-FANS allemal! warum soll die Kulturhauptstadt 2010 nicht ein neues Fussballstadion haben. Lassen wir es uns doch nicht von irgendwelchen Lobbyisten vermiesen!! wir freuen uns alle drauf. NUR DER RWE!!!

06.03.2009
16:47
Kein Luxustempel, aber grünes Licht
von Lorehanne | #25

Helmut Rahn = Der Boss,
Modefirma = Hugo Boss,
ergibt das Boss-Stadion oder Boss-Arena.
Na Führungskräfte der Fa. Boss, kurz überlegen, beschließen und verkünden und die Stadt Essen für den Neubau finanziell unterstützen.
In Essen und anderen Orten auf dieser Erde, wo seit Jahren verzweifelte RWE Fans schmachten, würde der Umsatz für Boss Artikel sensationell in die Höhe springen.

06.03.2009
12:55
Kein Luxustempel, aber grünes Licht
von Uwe147 | #24

Ich denke hier gibt es fast Nur Schwarz- und Weiß-Denker.
Leute macht mal halblang.
Da wird es jetzt hoffentlich ein neues Stadion geben. Das hat mit RWE und den Kosten für das alte Stadion zu tun. Ein wirtschaftlich auf die Dauer gesehen sinnvoller Schritt.
Das diverse Politiker es für Ihren Wahlkampf nutzen finde ich mies, aber es wird halt immer so sein.
Wenn unsere Politik im Allgemeinen viel mehr Entscheidungen treffen würden, die zwar unpopulär aber nötig sind, dann würde es uns in Deutschland auch nachhaltig besser gehen.
Dafür müssten wir aber längere Wahlzyklen und proffesionelle Politiker haben...

Das jedes Jahr, in der Vergangenheit und in der Zukunft viele Mio. in andere Kultur gesteckt werden, z.B. Zollverein, Aaltotheater usw. ist in dieser Form nie diskutiert worden.
Wenn ich über die Bezuschussung jedes einzelnen Theatergastes im Aalto nur nachdenke, dann wird mir auch nicht wohler.

Und die polemischen Aussagen von diversen Usern, die deswegen die Stadt verlassen haben oder wollen sind einfach nur sinnloser Quatsch und Zeitverschwendung.
Diese Menschen sollten sich in dieser Zeit lieber auf Wohnungssuche oder ähnliches machen.

Ich freue mich auf das neue Stadion und werde gerne immer rund 40 km. fahren um RWE anzufeuern.

06.03.2009
12:39
Kein Luxustempel, aber grünes Licht
von rockingbert | #23

für die bruchbude an der hafenstraße müsste es doch auch eine abwrackprämie geben, oder???
vielleicht in höhe von 7 mio.
hoffentlich kriegt ihr das hin.
beste grüße vom msv!!!
kommt mal wieder aus der versenkung.

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