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Herzinfarkt

Peter Neururer ist zurück - und scherzt schon wieder

17.06.2012 | 21:00 Uhr
Peter Neururer ist zurück - und scherzt schon wieder
Peter Neururers Genesung nach seinem Herzinfarkt schreitet gut voran.

Gelsenkirchen.   Nur eine Woche nach seinem schweren Herzinfarkt gibt Peter Neururer Entwarnung. Im Gespräch mit der WAZ blickt er auf Tage des Bangens zurück und sagt: „Ich bin wieder da.“ Vom Krankenbett verfolgt er im Fernsehen die Fußball-EM.

Man mag es kaum fassen, so unglaublich klingt die Nachricht: Peter Neururer ist nur eine Woche nach seinem schweren Herzinfarkt schon fast wieder der Alte . Zumindest spricht er so. Über das Unglück, das ihn am Nachmittag des 9. Juni so plötzlich auf dem Golfplatz ereilte. Und das sein Leben ein wenig verändern wird.

Als das Telefon klingelt und der Name „Neururer“ im Display aufleuchtet, denkt man unweigerlich: Jetzt meldet sich einer mit leiser und schwacher Stimme – dieses Gespräch wird Sensibilität und Einfühlungsvermögen erfordern. Doch Peter Neururer meldet sich entschlossen und spricht schnell – genauso, wie man ihn kennt. Und die Frage, die am wichtigsten ist, die Frage, wie es ihm geht, die beantwortet er auf seine typische Art: „Drei Tage habe ich Heinz Flohe gespielt – jetzt bin ich wieder da.“

„Es kann jeden treffen“

Heinz Flohe (64), der frühere Kölner Nationalspieler, liegt seit zwei Jahren im Wachkoma, nachdem er auf der Straße mit Herzrhythmusstörungen zusammengebrochen war. Peter Neururer war am Samstag vor einer Woche mit einem doppelten Herzinfarkt auf dem Golfplatz zusammengebrochen , sein Mitspieler Dieter Rüdig musste ihn reanimieren. Am Montag erwachte er aus dem künstlichen Koma, in das man ihn nach der Operation im Gelsenkirchener Marienhospital versetzt hatte.

Es ging um Minuten, fast um Sekunden. Peter Neururer weiß das und glaubt: „Es kann jeden treffen.“ Den Kopf hat er sich darüber zermartert, warum es gerade ihn getroffen hat – ihn, den Fußballtrainer, der sich mit seinen 57 Jahren doch in einem vermeintlich guten körperlichen Zustand befindet. „Ich habe kein Übergewicht, ich treibe regelmäßig Sport, und ich trinke auch nicht übermäßig viel Alkohol.“ Auf zwei Faktoren ist er gestoßen, die den Boden für den Herzinfarkt bereitet haben könnten. Erstens: das Rauchen. „Damit höre ich jetzt auf“, verspricht Neururer, „meine ganze Familie hört damit auf.“ Und zweitens: der Stress. „Ich mache mir selbst Hektik“, gesteht er, „wenn ich keine Arbeit habe.“ Zuletzt hat Neururer bis Oktober 2009 den MSV Duisburg trainiert – das Leben als Fußballtrainer ist für ihn Entspannung. Die Arbeitslosigkeit ist Stress. Dann ist er ein unruhiger Geist.

Er guckt schon wieder die EM

Für ihn kam das Unglück ohne Vorwarnung – ohne, dass er sich in den Tagen zuvor schlapp oder krank gefühlt hätte. An den Samstag selbst hat er keine Erinnerung mehr, nicht mal an das Frühstück, und schon gar nicht an die Golfrunde: „Drei Tage fehlen mir, das ist ein Scheiß-Gefühl.“ Doch jetzt ist er wieder auf dem Damm. Am Sonntag hat er das erste Mal wieder ohne Hilfe duschen können – noch wackelig auf den Beinen und mit Schwindelgefühlen. Es ist trotzdem ein Riesenfortschritt, nachdem er sich in den ersten Tagen noch auf einen Rollator stützen musste. Er, der Rastlose, der kurz vor dem Unglück noch mit Freunden in Amerika Urlaub gemacht hat, sagt’s mit seinem typischen Humor, der immer ein wenig sarkastisch klingt: „Vor drei Wochen auf der Harley durch die Wüste und jetzt mit dem Rollator durchs Krankenzimmer.“

Noch liegt Peter Neururer im Gelsenkirchener Marienhospital auf der Intensivstation – in dieser Woche soll er auf eine normale Station verlegt werden. Die Zeit vertreibt er sich, natürlich, mit Fußball gucken. Im Fernsehen läuft pausenlos die Europameisterschaft, am Samstag hat er das Ausscheiden von Russland („das war der Hammer“) und Polen gesehen. „Traurig, wenn ein Gastgeber so früh ausscheidet“, findet er – und knöpft sich bei den Polen vor allem die drei BVB-Spieler vor: „Das war unter aller Würde. Wenn die in Dortmund so spielen würden, hätten sie da keinen Stammplatz.“

Peter Neururer ist wirklich fast der Alte. Eine schöne Nachricht.

Nachtrag: Am Mittwoch, 20. Juni, bedauerte Neururer Irritationen darüber, dass sein Zustand mit dem des Kölner Nationalspielers Heinz Flohe verglichen worden war, der seit zwei Jahren im Wachkoma liegt. Neururer sagte, er habe sich keinesfalls unangemessen oder sarkastisch über Flohe äußern wollen, mit dem er zudem befreundet sei: "Zwei Wochen vor meinem Unfall habe ich noch an einem Benefizspiel für ihn teilgenommen."

Manfred Hendriock



Kommentare
22.06.2012
10:49
Herr Manfred Hendriock sind Sie ein Komiker....???-
von soistdas1904 | #11


"Drei Tage habe ich Heinz Flohe gespielt – jetzt bin ich wieder da“, wird der 57-Jährige, der noch im Gelsenkirchener Marienkrankenhaus liegt, in der Zeitung „WAZ“ zitiert. Die 64 Jahre alte FC-Legende Flohe liegt seit zwei Jahren im Wachkoma.

EXPRESS konfrontierte Neururer mit dieser Aussage. Der stellt klar: „Diesen Satz habe ich so nie gesagt. Das hat ein Komiker geschrieben. Ich habe gesagt, dass ich vor drei Wochen bei seinem Benefizspiel war und nun hat es mich selbst erwischt. Jeder weiß, dass ich ein sehr guter Freund von Flocke bin und größten Respekt habe.“

Wir warten auf eine Richtigstellung IhresArtikels!! :-( !!

20.06.2012
11:50
Neururer & Hendriock
von dorstener | #10

Was kann man von solch S04-Experten auch anderes erwarten!!!

20.06.2012
09:02
Peter Neururer ist zurück - und scherzt schon wieder
von FOTO-LIVE | #9

Eine Anmerkung in Richtung :Manfred Hendriock.Redakteur dieser Zeitung

„Drei Tage habe ich Heinz Flohe gespielt – jetzt bin ich wieder da.“

Peter Neururer ist zurück - und scherzt schon wieder

Was hat dieser Spruch mit einem Scherz zu tun???

Rolf Hensel / Foto-Live

1 Antwort
Vollkommen richtig,
von moellera | #9-1

allerdings frage ich mich schon seit der Veröffentlichung, ob ein guter Journalist (!) diesen "Spruch" eins zu eins übernommen hätte?

Die Sensibilität der Moderatoren in diesem Forum ist anscheinend deutlich ausgeprägter........

20.06.2012
08:55
Peter Neururer ist zurück - und scherzt schon wieder
von FOTO-LIVE | #8

„Drei Tage habe ich Heinz Flohe gespielt – jetzt bin ich wieder da.“


Ich bin entsetzt über diese Worte von dem Möchtegern Trainer und Möchtegern Experten.

Was reitet solche Leute in dieser Situation solche Sprüche zu klopfen.

Dem Fernsehsender Sport 1 würde ich raten Herrn Neururer sofort von seinen Pflichten zu entbinden.

Und der Öffentlichkeit dieses Gewäsch von diesem Herrn zu ersparen.

Dieser Mann ist eine Zumutung. Trotzdem wünsche ich ihm vollständige Genesung.


Herrn Neururer würde ich raten sich bei der Familie von Herrn Flohe zu entschuldigen.



Zitat aus der WAZ : Heinz Flohe (64), der frühere Kölner Nationalspieler, liegt seit zwei Jahren im Wachkoma, nachdem er auf der Straße mit Herzrhythmusstörungen zusammengebrochen war.

Rolf Hensel / Foto-Live


18.06.2012
18:55
Peter Neururer ist zurück - und scherzt schon wieder
von zensek1 | #7

Dann gibt es im "MORRIZZ" nur noch Wasser statt Wein :-))

18.06.2012
16:11
Peter Neururer ist zurück - und scherzt schon wieder
von buntspecht2 | #6

Völlig daneben dieser Mensch vielleicht doch bleibende Schäden aber im Gehirn Spruch zu Heinz Flohe

18.06.2012
01:56
„Drei Tage habe ich Heinz Flohe gespielt – jetzt bin ich wieder da.“
von dorstener | #5

Was kann man von so einem Sprücheklopfer auch anderes erwarten.
Während der aktiven Zeit beim MSV hat er auch mehr Zeit beim Golfen verbracht als auf dem Trainingsgelände.
Trotzdem gönne ich Niemanden einen Infarkt, nicht einmal dem "Grötaz"

17.06.2012
23:47
Hallo Peter,
von moellera | #4

schön dass meine guten Wünsche an Dich so erfolgreich waren. Ja, wir 55er sind nun mal harte Bengels - Dein Spruch über Heinz Flohe ist aber gar mir und meinem ebenfalls sarkastischem schwarzen Humor des Guten zu viel..........., auf dem Spielfeld wäre das eine rote Karte wegen grob unsportlichem Verhalten für Dich.

Trotzdem weiterhin gute Besserung und bis bald im Null-Power-Stadion.

17.06.2012
23:20
Peter Neururer ist wieder da
von lapofgods | #3

"Zuletzt hat Neururer bis Oktober 2009 den MSV Duisburg trainiert – das Leben als Fußballtrainer ist für ihn Entspannung."

Ja, bei uns hat er sich bestens erholt. Das war ja das Problem. Ihm ging ja alles am A... vorbei, solange er genug in den Medien stand. So ein schei.ß Golfball , der sonst wohin hüpft, der kann einem dagegen schon mal nen Herzkasper verschaffen, wenn man sich genug engagiert. Aber man kann sich halt nicht für alles interessieren.

17.06.2012
21:47
Peter Neururer ist wieder da
von Pokalschreck65 | #2

... na und??? In Duisburg interessiert das jedenfalls keinen!!! Und so Sprüche wie "ein paar Tage Flohe gespielt", kann der nuschelnde "Feingeist" sich auch sparen! Schon mal an die Angehörigen gedacht, Peter Plapperm.aul???

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