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Beuckert, die Nummer 178

01.10.2007 | 00:00 Uhr

Die Saison der Klebebilder hat begonnen

Die Fußballsaison läuft seit sieben Wochen, nun hat endlich auch die Klebebildersaison begonnen. Das Panini-Album ist auf dem Markt, die ersten Fußballbilder sind bereits eingeklebt. Der Sohn freute sich: Im ersten Tütchen steckte Manasseh Ishiaku, im zweiten Ailton. Auch wenn Letzterer zurzeit nur eingeschränkt Sport treibt - Ailton ist eben immer noch Ailton. Und den gibt's sogar als Spielszene im MSV-Trikot. Ein Abziehbild von Rudi Bommer zu besitzen, bleibt das Privileg des Vaters. Der hat den heutigen MSV-Coach in einem Album aus den 70ern - noch im Trikot von Fortuna Düsseldorf. Im aktuellen Panini-Heft ist das Bild des 50-Jährigen bereits gedruckt.

Immerhin ist Bommer dabei - im Gegensatz zu einigen Spielern. Denn im Album ist nur Platz für 18 Kicker. Necat Aygün geht's dabei wie im richtigen Leben. Er durfte schon nicht aufs offizielle Mannschaftsbild, auch in der Panini-Zentrale im italienischen Modena ist der glücklose Anwehrspieler tabu. Dafür ist Markus Kurth dabei - obwohl der Publikumsliebling längst den rot-weißen Dress aus Essen trägt. Dafür werden Pablo Caceres, Maicon, Adam Bodzek, Alexander Meyer, Markus Neumayr, Nils-Ole Book, Simon Terodde, Sascha Mölders und Stefan Blank auf keinem Schulhof als Tauschware die Besitzer wechseln, oder in einer langweiligen Lateinstunde auf der Schulbank verewigt. Sie sind nicht dabei.

Solche Sorgen hat Sven Beuckert nicht. Denn in der Welt der Klebebilder ist er die unangefochtene Nummer eins im MSV-Tor - als Sammelbild mit der Nummer 178. Für Marcel Herzog und Tom Starke, der Nummer eins in der realen Fußballwelt, ist kein Platz im Panini-Album. Starke weiß sich allerdings in bester Gesellschaft. Denn so etwas ist den Panini-Leuten schon bei der WM 2006 passiert. Da hatten sie sich für Oliver Kahn als deutschen Toptorwart entschieden, dabei war doch Jens Lehmann der Mann des Trainer-Vertrauens. Damals reichte Panini Lehmann als Klebebild noch nach.Bei Tom Starke wird das wohl nicht passieren.

d.retzlaff@nrz.de

DIRK RETZLAFF

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