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Aliu will kranken Vater stolzmachen

22.07.2009 | 20:50 Uhr

Beim MSV Duisburg drängen zwei Sturmtalente auf den Durchbruch.

Daumen hoch: Serkan Özdemir (li.) und Besart Aliu. (Bild: Udo Milbret)

Für Besart Aliu hat seit ein paar Tagen ein unbekannter, spannender Lebensabschnitt begonnen. Zum ersten Mal ist der 16-jährige Stürmer weg aus seinem behüteten Umfeld, um in der A-Jugend des MSV Duisburg den Durchbruch im Fußball zu schaffen. Aliu wohnt zusammen mit Athanasios Tsourakis, der in der U 23 der Zebras spielt, in einer vom MSV angemieteten Wohnung.

„Duisburg ist eine ganz andere Welt als meine letzte Station Eintracht Trier”, sagt der Nachwuchsstürmer, „normalerweise haben wir da vor 100 oder 150 Zuschauern gespielt. Als ich zuletzt bei den MSV-Profis im Test gegen Rot-Weiß Essen eingewechselt wurde, waren 2000 Fans im Stadion. Das war natürlich ein Riesen-Erlebnis”, sagt der Neuzugang sichtlich begeistert.

Besart Aliu will während seiner Vertragslaufzeit bis Sommer 2012 nicht nur sportlich weiterkommen. „Ich möchte meinen Vater stolzmachen”, sagt der Offensivmann. Ismet Aliu hatte vor einigen Monaten einen Schlaganfall, als er als B-Jugendtrainer des SV Konz während einer Koordinations-Übung auf dem Platz umkippte. Sohn Besart: „Mein Vater ist erst 44 Jahre alt und insgesamt sehr sportlich. Das war für uns natürlich ein Schock.” Mittlerweile befindet sich Aliu senior auf dem Wege der Besserung. „Meine Eltern werden mich in Duisburg natürlich auch besuchen”, sagt Besart Aliu, „für mich ist es als 16-Jähriger schon schwierig, die Familie zu verlassen.”

Die Duisburger Verantwortlichen wissen um das Fingerspitzengefühl, das sie bei Aliu beweisen müssen. Jugendcheftrainer Uwe Schubert: „Um Besart müssen wir uns speziell kümmern. Er geht bei uns ins Internat, ist erstmals von zuhause weg. Das ist schon eine besondere Situation.”

Die Einsätze in der Zweitliga-Mannschaft waren für Aliu eine Art Schnupperkurs. Schubert: „Besart hat bei uns überhaupt keinen Druck und kann sich ganz in Ruhe entwickeln. In der Meisterschaft kann er das bestätigen, was er im Training und in den Testspielen bereits gezeigt hat.”

Bevor der Vertrag mit den Zebras zustande kam, hatte Aliu auch andere Optionen. „Der Junge hätte zu Mainz 05, zum 1. FC Kaiserslautern oder auch zum 1. FC Nürnberg gehen können, hat sich aber für uns entschieden”, freut sich Schubert.

Bei Serkan Özdemir, der ebenfalls wegen der Stürmernot im Profikader zweimal mitmischte, ist die Ausgangslage etwas anders. Im letzten Sommer verabschiedete sich das MSV-Eigengewächs zum VfL Bochum. „Dort bin ich aber nicht so klargekommen und hatte meine Probleme. In der Winterpause bin ich zurück nach Duisburg gewechselt. Für mich ist es natürlich ein Traum, irgendwann mal oben in der Lizenzmannschaft anzuklopfen”, sagt Özdemir, der bei den Kurzgastspielen in Bocholt und Essen „nicht in Ehrfurcht vor den Profis erstarrte.” Özdemir: „Diese Einsätze beflügeln mich. Ich habe mich riesig darüber gefreut.”

Uwe Schubert will von Özdemir in der kommenden Saison einiges sehen. „Serkan hat hohe Ziele, also muss er auch etwas zeigen. Bei ihm baue ich definitiv Druck auf.” Aliu und Özdemir – zwei Zebra-Talente, die auf den ganz großen Wurf hoffen, aber noch viel lernen müssen.

Thomas Tartemann

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Kommentare
26.07.2009
20:24
Aliu will kranken Vater stolzmachen
von Sami peci | #1

hey Besart good job my nephew we are so proud of you Dude, ha ha ha ha.. we wish you all the best in your future......... Good luck Besart Aliu..

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