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Das Ende von Not und Elend in Gladbach?

13.01.2011 | 23:03 Uhr
Das Ende von Not und Elend in Gladbach?
Gladbachs Trainer Michael Frontzeck

Mönchengladbach.Borussia Mönchengladbach hat sich in der Winterpause neu aufgestellt und hofft nun, alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Aufholjagd geschaffen zu haben.

Keine Änderung in Sicht. Nicht einmal ansatzweise. Max Eberl und Michael Frontzeck marschieren weiter Seite an Seite. Niemand rückt vom anderen ab. Selbst die Formulierungen der beiden Verantwortlichen von Borussia Mönchengladbach sind beinahe identisch. „In Nürnberg haben wir am Samstag ein sehr wichtiges Spiel, aber es ist kein Endspiel“, behauptete Trainer Frontzeck gestern auf einer Pressekonferenz.

Und Sportdirektor Max Eberl ergänzte: „Es ist eins von 17 sehr wichtigen Spielen, die wir vor der Brust haben, aber es ist definitiv noch kein Endspiel.“ Es sind die altbekannten Formulierungen, die faktisch richtig sind, die aber trotzdem nicht wirklich gut klingen, weil diese Sichtweise nur eine Teilwahrheit beinhaltet. Zumindest was die Borussia betrifft.

Psychologisches Endspiel

Mike Hanke

Man kann die Dinge drehen und wenden, wie man will, Fakt ist: Sollte Gladbach beim Club verlieren, dann wäre das der größtmögliche Dämpfer für die Aufbruchstimmung, die man in der Winterpause erzeugen wollte. Man wollte durchatmen, man wollte sich neu aufstellen, genau das ist immer wieder betont worden, und einen womöglich schon vorentscheidenden Hinweis, ob dieses Vorhaben erfolgreich angepackt worden ist, wird der Auftakt liefern. Bei nur zehn Pluspunkten braucht ein Tabellenletzter frühestmöglich vollen Rückenwind, insofern darf man die Begegnung in Nürnberg durchaus als „psychologisches Endspiel“ bezeichnen.

Die Hoffnungsträger

Mit Martin Stranzl und Havard Nordveit hat die Borussia zwei neue Innenverteidiger im Team. Und wie wichtig es war, gerade auf dieser Position für Alternativen zu sorgen, hat die vergangene Woche unangenehm deutlich gezeigt. Roel Brouwers, der sich gerade erst wieder herangekämpft hatte, fällt nach einem Innenmeniskusriss erneut Wochen aus. Doch anders als noch in der Hinrunde, als bisweilen Not und Elend auflaufen mussten, sieht sich Frontzeck jetzt besser gewappnet: „Wir haben uns auf breitere Beine gestellt“, sagt der Coach zum Thema Abwehr.

Positive Signale

Wer nach positiven Zeichen fahndet, der findet sie auch. Gladbachs Stadion-Infoblatt freut sich darüber, dass „die Borussia 2011 noch ohne Gegentor ist“. Und wer darüber schmunzelt, bekommt nach den Testspielen gegen den VfL Wolfsburg, gegen den 1. FC Kaiserslautern und den FC St. Pauli folgendes Zitat von Michael Frontzeck serviert: „Es war wichtig zu sehen, dass wir kompakt agiert nur wenige Chancen zugelassen haben. So etwas bringt Selbstvertrauen und die notwendige Sicherheit zurück.“

Die Torhüterfrage

Nürnberg ohne Vier

Der 1. FC Nürnberg geht mit einigen Verletzungssorgen in die Rückrunde. Für das Spiel gegen Mönchengladbach stehen Club-Trainer Dieter Hecking gleich vier potenzielle Stammspieler nicht zur Verfügung. Der Ausfall von Mittelfeldspieler Ilkay Gündogan, der an einer Mittelfußquetschung laboriert, wiegt dabei allerdings am Schlimmsten. „Ilkay ist eine tragende Säule im Team, daher ist er nicht eins zu eins zu ersetzen. Seinen Ausfall müssen wir im Kollektiv kompensieren“, sagte Hecking am Donnerstag.

Neben Gündogan muss der Club-Trainer zudem auf Abwehrmann Per Nilsson (Teilabriss des Innenbandes), Mittelfeldspieler Mike Frantz (Muskelfaserriss) sowie den langzeitverletzten Stürmer Albert Bunjaku (Außenmeniskusriss) verzichten.

In der Hinrunde, so hat es die Borussia ausgerechnet, haben die Profis im Schnitt alle 33 Minuten ein Gegentor kassiert. Macht insgesamt 47 Gegentore und eine grauenhafte Bilanz. Mitverantwortlich ist Torhüter Logan Bailly, der zumindest beim Trainer kaum noch eine Zukunft haben dürfte. „Wir haben drei gute Torhüter, aber Logan ist noch nicht in dem Zustand, den ich mir vorstelle“, sagt Frontzeck. In Nürnberg wird neben Christofer Heimeroth erstmals Marc-Andre ter Stegen im Kader sehen.

Der Teamgeist

Was für Logan Bailly gilt, dürfte mehr noch für Raul Bobadilla gelten. Die Verpflichtung von Torjäger Mike Hanke ist ein klarer Fingerzeig: Unabhängig von der sportlichen Qualitätsfrage soll der Egoismus zurückgedrängt und der Teamgeist gestärkt werden. Wie es heißt, darf Raul Bobadilla auf Leihbasis gehen. Spekuliert wird mit einem Wechsel des bulligen Angreifers zu Real Saragossa.

Die Aussichten

Wer sieben Punkte Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz hat, darf sich kaum noch Ausrutscher erlauben. „Ich gehe davon aus, dass die Mannschaft dieser Belastung standhalten kann“, versichert Frontzeck. Damit das Engagement stimmt, sollen alle Spieler - mit Ausnahme von Juan Arango – Verträge für die Zweite Liga unterschrieben haben, die eine Halbierung des Gehaltes vorsehen. Das hört sich vernünftig an, mehr aber auch nicht. Der tatsächliche Wert von Profi-Verträgen ist überschaubar geworden, wie man weiß.

Artur vom Stein

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Kommentare
14.01.2011
11:34
Das Ende von Not und Elend in Gladbach?
von MGB | #3

In Nürnberg wird neben Christofer Heimeroth erstmals Marc-Andre ter Stegen im Kader sehen.

Da hat aber jemand nicht aufgepaßt.
Die letzten Spiele in der Hinrunde war ter Stegen schon auf der Bank wegen Baillys Verletzung

14.01.2011
09:51
Das Ende von Not und Elend in Gladbach?
von Traveller01 | #2

Ich bin gespannt und drücke uns die Daumen. Totgesagte leben länger. Allerdings frage ich mich schon, warum auf der Torhüterposition nicht nachgebessert wurde. War Rensing nicht gut genug oder zu teuer??

14.01.2011
05:47
Das Ende von Not und Elend in Gladbach?
von pottgladdi | #1

Es gibt einen richtig guten Kern von Gladbachern,
und glaub ma nich das uns das egal ist, aber laß das mal mit den Spitzen, haben wir tausendmal durchgequasselt, ich zum Beispiel drücke uns alle Daumen, wird hart aber aufgeben....ne

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