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Gegen Fortuna noch einmal auf die Zähne beißen

07.12.2007 | 17:30 Uhr

REGIONALLIGA. Bonan möchte unbedingt mit einem Erfolgserlebnis in die Winterpause gehen.

Es hätte gut und gern zum Abschluss vor der Winterpause das absolute Top-Spiel der Fußball-Regionalliga Nord werden können: Tabellendritter gegen Tabellenführer. Wenn, ja wenn Fortuna Düsseldorf und Rot-Weiss Essen den Rückrundenauftakt nicht in den Sand gesetzt, sondern gewonnen hätten. Doch das 0:1 der Essener in Oberhausen und das 0:1 der Düsseldorfer gegen Union Berlin hat aus der heutigen Partie (14 Uhr, Georg-Melches-Stadion) der beiden Erzrivalen das Duell Tabellenzehnter gegen Tabellenfünfter gemacht. Von seinem Reiz und von der Bedeutung her tut dies dem Spiel jedoch keinerlei Abbruch.

Rafael Kazior hat seine Gelbsperre abgebrummt

So schnell kann's angesichts der Ausgeglichenheit in der Regionalliga gehen. Die Düsseldorfer, als Herbstmeister durch die Berlin-Schlappe auf Rang fünf gestürzt, könnten im ungünstigsten Fall bei einer Niederlage bis auf Rang zehn durchgereicht werden.

Und eine Niederlage wollen die Rot-Weissen der Fortuna unbedingt zufügen, denn RWE-Trainer Heiko Bonan möchte unbedingt mit einem Erfolgserlebnis in die lange Winterpause gehen. Zudem betrüge im Siegfall der Abstand zu den Aufstiegsplätze maximal fünf Punkte, damit läge man blendend im Rennen.

Die personelle Ausgangssituation ist allerdings alles andere als erbaulich. Stefan Lorenz, Schäfer, Güvenisik, Kiskanc und Haeldermans sind verletzt, Brandy aufgrund der fünften Gelben Karte gesperrt, und Klinger (Mandelentzündung), Lindbaek und Kurth (beide grippaler Infekt) nicht hundertprozentig fit. Zumindest Rafael Kazior steht nach abgebrummter Gelbsperre wieder zur Verfügung.

"Gejammert haben wir bislang nicht und werden dies auch im letzten Spiel vor der Winterpause nicht tun. Diejenigen, die auflaufen, werden alles daransetzen, die Partie zu gewinnen", erwartet Bonan von seiner Elf noch einmal hundertprozentigen Einsatz.

Bei den Düsseldorfern wird der Sportliche Leiter Wolf Werner - vor drei Wochen war Coach Uwe Weidemann gefeuert worden - zum letzten Mal als Interimstrainer auf der Bank sitzen. Werners Bilanz fällt mit einem Sieg (über Erfurt) und zwei Niederlagen (in Babelsberg und gegen Union Berlin) nicht gerade berauschend aus.

Mit 17 Toren - nur das Regionalliga-Quartett am Tabellenende traf weniger - drückt die Fortuna der Schuh in der Offensive. Die vor der Saison verpflichteten Hoffnungsträger, wie Lawaree, Kastrati oder Erwig - haben bislang enttäuscht. Daniel Sereinig & Co. wollen heute dafür Sorgen, dass sich daran nichts ändert.

Morgen erhält der mit 14 x 15 Metern wohl größte Adventskalender im Ruhrgebiet sportlichen Besuch: Die RWE-Spieler statten am 2. Advent den Essener Sternen am Kennedyplatz ihren Besuch ab und geben am XXL-Adventskalender von 14-15 Uhr Autogramme.

THOMAS SCHRÖER

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