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2. Fußball-Bundesliga

Fortuna wird wieder zur Kasse gebeten

01.02.2010 | 18:15 Uhr

Düsseldorf. Am Montag verhängte der DFB eine Strafe von 35 000 Euro. Bei einem weiteren Vergehen der Fortuna-Fans wird es eine Platzsperre oder eine Partie unter Ausschluss der Öffentlichkeit geben.

Montag Morgen gab es wieder einmal unangenehme Post aus Frankfurt am Main für die Fortuna. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) verdonnerte den Zweitligisten nach wiederholten Ausraster einzelner Fans bereits zum dritten Mal in dieser Spielzeit zu einer Geldstrafe. Die fiel zwar heftig, aber immerhin nicht ganz so drastisch aus wie befürchtet. 35 000 Euro müssen die Rot-Weißen berappen. Durch die bekannt guten Drähte in die DFB-Zentrale war es gelungen, die ursprünglich mit 40 000 Euro veranschlagte Summe noch etwas zu drücken.

Die Strafe wird fällig, weil Fans beim 1:1 am 15. Januar in Paderborn mehrfach Böller in den Innenraum geworfen hatten. Nur eine Woche später bewarfen Zuschauer beim 1:0 gegen Union Berlin einige Gäste-Kicker mit Gegenständen, trafen dabei Torsten Mattuschka mit einem Feuerzeug im Gesicht. Wenigstens einer der Werfer wurde von umstehenden Fans gestellt.

Die Fortuna wird nun versuchen, diesen in Regress zu nehmen. „Das ist jetzt eine Sache der Rechtsanwälte”, bestätigte Geschäftsführer Paul Jäger. Zudem wird versucht, weitere Übeltäter zu identifizieren, die in Paderborn und auch am 19. Dezember beim 1:2 in Rostock einige Knallkörper und Bengalische Feuer gezündet hatten.

Platzsperre angedroht

Bei einem erneuten Fehlverhalten von Fortuna-Anhängern droht dem Klub entweder eine Platzsperre oder ein „Geisterspiel” unter Ausschluss der Öffentlichkeit, wie der DFB mitteilte. „Dafür reicht jetzt die kleinste Kleinigkeit”, mahnte Paul Jäger eindringlich.

Weitere Vorkehrungen, wie beispielsweise vor der Fan-Kurve im Unterrang der Stockumer Arena Sicherheitsnetze aufzuhängen, sind bislang nicht geplant. „Das wäre problemlos möglich. Aber das ist das allerletzte, was wir wollen”, so Jäger. „Schließlich machen 99,5 Prozent der Fans dort super Stimmung. Die wollen auch nicht, dass einige wenige Vollidioten das Gesamtbild kaputt machen.”

Fast den gesamten Kader konnte indes Cheftrainer Norbert Meier zur Übungseinheit am Montag Nachmittag begrüßen. Lediglich Angreifer Deniz Kadah arbeitet weiterhin in der Reha an einer Rückkehr in den Trainingsbetrieb.

Testspiel abgesagt

Abgesagt wurde aufgrund der anhaltend schlechten Witterungsverhältnisse der für Dienstag Abend angesetzte Test beim Fußball-Landesligisten 1. FC Mönchengladbach.

Fortuna II: Hampel wechselt nach Lotte

Fortuna-II-Kicker Oliver Hampel.

Die Zeit der Ungewissheit hat für den ehemaligen U-21-Nationalspieler Oliver Hampel ein Ende. Der Mittelfeldspieler wechselt mit sofortiger Wirkung von der Fortuna-Reserve zum Regionalliga-Konkurrenten Sportfreunde Lotte. „Das war eine sportliche Entscheidung. Ich freue mich sehr, weil ich jetzt endlich Spielpraxis sammeln kann”, erklärt Hampel.

Erst kurz vor Ende der Transferperiode am Montag wurde der Vertrag des 24-Jährigen aufgelöst. Der Offensivspieler kam 2007 vom Hamburger SV zur Fortuna und absolvierte 32 Einsätze für die „Erste”.

In dieser Spielzeit hatte Hampel aber im Zweitliga-Kader von Trainer Norbert Meier keine Rolle gespielt. Für die „Zweite” bestritt er elf Partien, erzielte dabei vier Treffer.

In Lotte setzt sich der Kicker nun neue Ziele. „Die Sportfreunde stehen zur Zeit ganz oben und ich möchte helfen, aufzusteigen”, so Hampel.

Allerdings ist auch beim Erreichen der 3. Liga die Zukunft des 1,71 Meter „kleinen” Rechtsfuß offen. Sein Vertrag läuft nur bis zum Ende der aktuellen Saison. „Das war so gewollt. Danach sehen wir weiter”, so Hampel.

Oliver Schaal

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