Fortuna muss "auch mal auswärts nachlegen"
08.02.2010 | 20:04 Uhr 2010-02-08T20:04:00+0100
Düsseldorf. Am kommenden Karnevalsonntag soll in Augsburg für Fortuna Düsseldorf nicht wieder Katerstimmung herrschen.
Es war ein ganz starker Auftritt, den die Fortuna-Kicker am Sonntagnachmittag beim hochverdienten 2:0 gegen einen mitunter überforderten MSV Duisburg gezeigt hatten. Mit diesem Sieg polierten die Rot-Weißen ihre weiterhin tadellose Heimbilanz in der 2. Fußball-Bundesliga weiter auf, weisen nun neun Siege und zwei Unentschieden in der Stockumer Arena auf.
Der Verdacht wurde am Montag bestätigt: Fortunastürmer Ranisav Jovanovic hat am Sonntag beim 2:0-Sieg im Zweitliga-Schlagerspiel gegen den MSV Duisburg einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel erlitten. Der 29-Jährige fällt dadurch auf jeden Fall am kommenden Sonntag im Spitzenspiel beim FC Augsburg aus. Damit die (Zwangs-)Pause des in dieser Saison siebenmal erfolgreichen Torjägers nicht allzu lange dauert, begab Jovanovic sich am Montag direkt zur Behandlung ins Rehazentrum von Bernd Restle.
Doch während diese bislang eine uneinnehmbare Fußball-Festung ist, in der regelmäßig Jubelfeste gefeiert werden, herrscht in der Fremde nicht selten Katerstimmung. Zwei Siegen stehen zwei Remis und sechs Niederlagen in der Reisebilanz gegenüber.
Die Cleverness fehlt noch
„Wir haben auswärts nicht gnadenlos schlecht gespielt”, konstatiert Fortuna-Trainer Norbert Meier. „Aber dort fehlt uns noch die Cleverness, um die wenigen Chancen zu nutzen, die man kriegt.”
Nun steht am kommenden Sonntag ein richtungsweisendes Spiel an. Beim FC Augsburg, der mit 38 Zählern auf Relegationsrang drei nur einen mageren Punkt vor den Düsseldorfern liegt. Das Problem: Die Partie findet auswärts statt, im Rosenaustadion (Anstoß: 13.30 Uhr).
„Augsburg hat den wohl besten Kader der Liga”, ahnt Meier, dass auch diese Reise sportlich eine ganz schwere wird. Daher wird der Coach die Gastgeber auch noch einmal am Mittwoch im Pokal-Viertelfinale gegen den 1. FC Köln beobachten.
Aber auch ohne die zu erwartenden Erkenntnisse ihres Übungsleiters wissen die Fortuna-Kicker, dass sie sich auf fremden Plätzen deutlich steigern müssen. „Wir müssen nun auch mal auswärts nachlegen”, forderte Innenverteidiger Jens Langeneke noch unmittelbar im Anschluss an das 2:0 gegen Duisburg.
„Unsere Chancen, noch weiter in der Tabelle zu kommen stehen gut – wenn wir auswärts mehr Pünktchen holen als bisher”, pflichtete Andreas Lambertz bei. Der Kapitän hatte vor der Partie gegen den MSV seinen Vertrag bis 2012 verlängert. Und wird somit weiter eine tragende Säule im Mittelfeld der Fortuna bleiben. Ebenso wie Spielmacher Marco Christ, der seinen Wert mit einem starken Auftritt gegen Duisburg erneut unter Beweis stellte.
Während diese beiden Vertragsverlängerungen der Leistungsträger durchaus richtungsweisend für die mittelfristige Zukunft der Fortuna sind, hat Lambertz zunächst einmal nur die nächste Aufgabe vor den Augen. Und warnt vor der Stärke der Augsburger, erinnerte noch einmal an das Hinspiel. Am 11. September kamen die Rot-Weißen zu einem eher schmeichelhaften 1:1-Remis. „Da hätten wir gnadenlos untergehen können”, so „Lumpi”.
Rätseln über die Schwankungen
Diese Partie fand aber in Stockum statt – nun steht am Wochenende erneutes Ungemach zu befürchten. Und eben diese Schwankungen lassen auch die Fortunen rätseln. „Wenn wir erklären könnten, woran es liegt, würden wir es abstellen”, sagt Christ. „Wir versuchen jedenfalls auch auswärts immer, alles in die Waagschale zu werden.” Die Forsetzung folgt am Sonntag.
0mitdiskutieren