Die zwei Gesichter der Fortuna
31.01.2010 | 18:54 Uhr 2010-01-31T18:54:00+0100
Düsseldorf. In der heimischen Arena ist das Düsseldorfer Team noch ungeschlagen, auswärts aber zu oft ein Punktelieferant.
Zuhause hui, auswärts pfui! Fortuna scheint zur Mannschaft mit zwei Gesichtern zu werden. In der Stockumer Arena sind die Rot-Weißen in den bisherigen zehn Spielen als einziges Zweitligateam ungeschlagen und mit 26 Punkten einsame Spitze. In fremden Stadion aber freuten sich zuletzt meist die Gastgeber: die Düsseldorfer bringen viele Fans mit und lassen meist auch die Punkte da.
In den bisherigen zehn Spielen gab es nur zwei Auswärtserfolge: 4:1 am 19. September in Ahlen und das 2:0 in Kaiserslautern am 23. Oktober. Danach folgten fünf sieglose Partien mit dem 0:1 am Freitagabend bei Abstiegskandidat Koblenz als Tiefpunkt.
Mit acht Punkten
nur auf Platz 14
Mit insgesamt lediglich acht Zählern liegen die Düsseldorfer in der Auswärtstabelle nur auf Platz 14. Vorne rangieren die Aufstiegskandidaten St. Pauli (24), Kaiserslautern (20), Duisburg (19) und Augsburg (15).
„Ich weiß nicht, ob man von zwei Gesichtern reden kann”, versuchte Cheftrainer Norbert Meier das insgesamt schwache Spiel auf schlechten Platzverhältnissen schön zu reden: „Die Mannschaft hat alles probiert und versucht. Wir sind ein Aufsteiger, der sehr viel erreicht hat und dürfen uns nicht einreden, dass es auswärts nicht klappt. Wir haben nun in Koblenz verloren, damit müssen wir umgehen können. Fakt ist, dass nicht alle Spieler ihre Topform hatten.”
Die Niederlagen des MSV Duisburg (0:2 gegen den neuen Spitzenreiter St. Pauli) und von Arminia Bielefeld (1:3 beim nunmehr alleinigen Tabellendritten Augsburg), zwei Mitkonkurrenten im Rennen um Relegationsplatz drei, waren für den Trainer nur Randnotizen. „Ich bin doch keiner, der Schadenfreude empfindet, wenn eine andere Mannschaft verliert. Wir müssen immer nur auf uns selbst schauen und von Spiel zu Spiel denken”, erklärte Norbert Meier, dessen Mannschaft zum viertenmal in dieser Saison ohne Torerfolg blieb.
„Wir sind vom Aufstieg
kilometerweit entfernt”
Realistisch sieht Abwehrroutinier Jens Langeneke die derzeitige rot-weiße Tabellensituation: „Wir sind vom Aufstieg kilometerweit entfernt!” Auch der 32-Jährige, in Koblenz einer der besten Fortunakicker, rätselt über die Auswärtsauftritte seines Teams: „Zu Hause treten wir viel dominanter auf. Eine direkte Erklärung dafür habe ich nicht. In Koblenz habe ich versucht, etwas rein zu bringen, was gefragt war: Kampf und einfaches Spiel. Aber wir hatten eine Phase, in der wir die Bälle zu sehr her geschenkt haben.”
Besonders das entscheidende Tor durch einen Kopfball des von allen Fortunen allein gelassenen Matej Mavric (71.) ärgerte die Düsseldorfer, weil es ein vermeidbarer Treffer war. „Vor der Ecke, die zum 0:1 führte, wollte ich einen Pass spielen, doch dann blieb ich im Matsch hängen und unser Torhüter Ratajczak konnte den Ball nicht festhalten. Es war eine Fehlerkette und solche Dinge entscheiden dann solche Spiele”, bekannte Abwehrspieler Johannes van den Bergh.
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