FCR Duisburg stellt Insolvenzantrag - die Liga in Sorge
17.01.2013 | 20:23 Uhr 2013-01-17T20:23:14+0100
Duisburg. Frauenfußball-Bundesligist FCR Duisburg lässt Insolvenzantrag vorbereiten. Er soll in der nächsten Woche gestellt werden. Der Verein kann die im Januar fälligen Gehälter nicht zahlen. Für die Aufrechterhaltung des laufenden Spielbetriebs und der Fortbestand des Vereins wurde der DFB mit ins Boot geholt.
Der Frauenfußball-Bundesligist FCR Duisburg steht am finanziellen Abgrund. Wie der Verein am Donnerstag mitteilte, kann der UEFA-Cup-Sieger von 2009 die zum 15. Januar 2013 fälligen Gehälter nicht zahlen und muss einen Insolvenzantrag stellen. Noch im Juli hatten die Duisburger eine akut drohende Insolvenz abwenden können.
Antrag wird in der nächsten Woche gestellt
Um den Verein in die Lage zu versetzen, den Spielbetrieb in der laufenden Saison fortzusetzen und um eine Sanierung des Vereines und damit auch eine weitere Teilnahme am Spielbetrieb der Bundesliga zu ermöglichen, lässt der Vorstand zur Zeit den Insolvenzantrag durch einen Insolvenzrechtler vorbereiten, um ihn dann in der nächsten Woche zu stellen", heißt es in der FCR-Pressemitteilung. Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Freitag mitteilte, würden sowohl die ausgetragenen Spiele des Vereins als auch die noch zu absolvierenden normal gewertet.
Darüber hinaus führe der Verein Gespräche mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB), "damit der laufende Spielbetrieb nicht beeinträchtigt wird und um den Fortbestand des Vereins über das Saisonende hinaus zu sichern". "Wir stehen im engen Kontakt mit dem FCR. Der Verein hat deutlich gemacht, Lösungen finden zu wollen, und möchte den Spielbetrieb in der Frauen-Bundesliga aufrecht erhalten", sagte DFB-Abteilungsleiterin Heike Ullrich. Bis auf Weiteres habe der Antrag des FCR keine Auswirkungen auf den Spielbetrieb. Erst im Falle der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens oder einer Ablehnung mangels Masse würde Duisburg als erster Absteiger der Saison 2012/13 feststehen.
Erfolgreiche Vereins-Historie
Es stand Spitz auf Knopf. Der Frauen-Fußball-Klub FCR 2001 Duisburg stand in den letzten Tagen dicht vor der Insolvenz, das Kapitel Bundesliga wäre am Samstag mit dem Rückzug der Mannschaft beinahe beendet gewesen. Doch in letzter Sekunde griffen Sponsoren in die Tasche und retteten den Verein. Eine...
Der FCR Duisburg gehörte bis zur laufenden Saison zu den Top-Teams der Frauen-Bundesliga. Im Jahr 2000 feierte der Klub noch als FCR Duisburg 55 die Meisterschaft, es folgten drei Pokalsiege (1998, 2009 und 2010) sowie der Triumph im Europapokal 2009. Zuletzt musste Duisburg einen personellen Aderlass verkraften. Die Nationalspielerinnen Annike Krahn, Alexandra Popp, Luisa Wensing und Simone Laudehr verließen den Klub im Sommer.
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11:36
Der FCR darf nicht untergehen! So einen verein kann man mit geringen Mitteln retten. Da muss sich doch mal jemand bewegen!
08:12
Es hilft doch alles nichts ,wenn den Frauenfußball keiner sehen ,fehlen die Gelder und Sponsoren da hilft auch kein Schrei nach der Stadt ,die wirklich andere Probleme hat als den FCR .
17:01
Der von manchen erhoffte und von mir nie erwartete Zuschauerboom in der Frauenbundesliga nach der WM ist erwartungsgemäß ausgeblieben. Stattdessen sind die Spielerinnen durch ihre größere Bekanntheit teurer geworden. Der Frauenfußball wird immer ein Schattendasein fristen.
01:50
und da schaut die Wirtschaft in Duisburg zu, wie so ein Verein aufgeben muss...und woanders wird das Geld zum Fenster raus geschmissen.... schönen Tag noch