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EM 2012

Im Glanz der „Goldenen Generation“ − Englands Star Steven Gerrard

04.06.2012 | 13:44 Uhr
Im Glanz der „Goldenen Generation“ − Englands Star Steven Gerrard

Essen.   Während Michael Owen und David Beckham längst nicht mehr zum EM-Kader Englands zählen, wurde Steven Gerrard sogar zum Kapitän ernannt. Doch diese EM könnte auch für ihn die letzte sein - und deshalb soll sie besonders gut werden.

Vor der EM spricht kaum jemand in England vom Titel. Aber viele sprechen über Steven Gerrard. Seine Aggressivität, seine Führungsqualität und seine Torgefahr sind bei dieser Endrunde so gefragt wie selten zuvor. Denn Offensivstar Wayne Rooney fehlt in den ersten beiden Gruppenspielen wegen einer Sperre.

In Abwesenheit von Rooney soll Gerrard die "Three Lions" als Kapitän so gut wie möglich dirigieren. Nationaltrainer Roy Hodgson entschied sich kurz vor dem EM-Start für ihn als Träger der Binde: "Ich kenne ihn als Spieler und Persönlichkeit und weiß, dass er alles für England geben wird." Hodgson trainierte Gerrard bereits beim FC Liverpool, wo der Mittelfeldstar schon eine Legende ist. Schon in seiner Kindheit lief Gerrard im Trikot des Arbeitervereins auf. Inzwischen hat er mit den "Reds" so viel erreicht, dass ihn Klub-Ikone Kenny Dalglish unlängst als großartigsten Spieler der Vereinsgeschichte adelte.

Und auch außerhalb der Hafenstadt gilt er als einer der besten Akteure, die England in den letzten Jahrzehnten hervorgebracht hat. Er führt den FC Liverpool seit rund einem Jahrzehnt als Kapitän, schoss denkwürdige Tore wie 2005 beim Champions-League-Sieg gegen den AC Mailand, einem der wohl spektakulärsten Endspiele der Europapokalgeschichte, und trifft auch für das Nationalteam rein statistisch in fast jeder vierten Partie.

Der vorzeitig gescheiterte Mitfavorit

Gerrard ist einer der wenigen verbliebenen Topspieler der "Goldenen Generation" um Michael Owen, Paul Scholes oder David Beckham. Während viele seiner gealterten Ex-Kollegen in der Nationalmannschaft längst ausgemustert sind, erhält er bei seiner wohl letzten EM noch einmal die Chance auf den ganz großen Auftritt.

Mit seinem Herzensklub Liverpool hat er bewiesen, dass ihm die großen Bühnen liegen: er gewann neben der Champions League auch den UEFA-Cup und den UEFA-Super-Cup. Mit der Nationalmannschaft kam er allerdings nie über die Rolle des vorzeitig gescheiterten Mitfavoriten hinaus.

(dapd)



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