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Guardiola und der neue Starkult um Trainer

17.01.2013 | 19:41 Uhr
Guardiola und der neue Starkult um Trainer
Bald in München: Trainer Pep Guardiola. Foto: dapd

Essen.  Mehr Aufsehen als die Verpflichtung von Pep Guardiola hätte wohl nicht mal ein Wechsel von Messi nach München erregt. Der Hype um Bayerns Coup bestätigt: Starkult um Trainer liegt voll im Trend. Begründet hat ihn José Mourinho. Ein Kommentar

Der FC Bayern fühlt sich geadelt, die ganze Bundesliga aufgewertet. Das wahre Ausmaß des Münchener Trainer-Coups macht aber erst die Reaktion aus England deutlich: Die dortige Liga sieht sich gedemütigt, die Medien fühlen sich persönlich beleidigt. „Unsere Herzen flatterten, als Pep Guardiola seine Liebe für die Premier League erklärte“, schreibt der konservative „Daily Telegraph“, „und waren dann gebrochen, als er seine Zukunft Bayern widmete“.

Mal davon abgesehen, dass Engländer schon immer dazu neigten, ihr Land größer zu sehen, als es ist (was speziell für den Fußball gilt) – ein ähnliches weltweites Aufsehen hätte vor einiger Zeit lediglich ein Wechsel von Messi nach München erregt. Einen vergleichbaren Star-Kult um Trainer gibt es noch nicht lange. Begründet wurde er durch den Portugiesen José Mourinho, Spitzname „The Special One“, der in den vergangenen zwei Jahren mit Real Madrid Gardiolas großer Rivale in Spanien war.

Beide Fußballlehrer könnten unterschiedlicher kaum sein: Während Mourinho keine Provokation auslässt, um als Großkotz dazustehen, gilt Gardiola als scheuer, feinfühliger Mensch mit Manieren. Ein Eindruck, den der 42-Jährige gerade bestätigt hat: Weil er die Arbeit von Jupp Heynckes nicht stören wolle, so Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge, werde sich Guardiola erst im Sommer in München vorstellen.

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Um den Superstars der Trainerszene gerecht zu werden, ist aber auch ein Blick auf ihre sportliche Vita zwingend: Während Mourinho bereits die Meistertitel in vier großen Ligen (Portugal, Italien, England, Spanien) holte, hat Guardiola seine Trophäen ausschließlich mit dem FC Barcelona gewonnen , wo ihm – bei seiner bisher einzigen Trainerstation – zudem ein traumhaftes Ensemble zur Verfügung stand.

Weil es folglich Guardiolas Hauptantrieb ist, sich auch anderswo zu beweisen, darf sich der FC Bayern mit Recht geschmeichelt fühlen. Über die Aussichten des Spaniers, in München vergleichbaren Erfolg wie in Barcelona zu haben, sagt dies allerdings nichts.

Reinhard Schüssler

Kommentare
19.01.2013
14:33
Guardiola und der neue Starkult um Trainer
von Plaetekopp | #3

Wie es schon im Artikel richtig heißt, stand Guardiola in Barcelona ein Traumensemble zur Verfügung. Ob er mit der bayrischen Dutzendware wie Müller, Kroos, Gomez, Badstuber, Boateng und und und… ebenfalls erfolgreich sein wird, steht in den Sternen. Dann wird sich zeigen, ob der Trainer erstklassig ist, oder die Erstklassigkeit der Mannschaft zuzuschreiben ist. Ich wage jedenfalls zu bezweifeln, dass er mit dem momentanen Spielermaterial in Bayern Bäume ausreißen wird.

18.01.2013
07:45
Guardiola und der neue Starkult um Trainer
von la_bestia | #2

War ja klar das man nach der Verpflichtung nicht lange auf einen typischen "schüssler" warten musste.

18.01.2013
07:03
Guardiola und der neue Starkult um Trainer
von ruhrpottfan | #1

nach dem theater in münchen sehe ich die meisterschaft (gottseidank) wieder etwas offener. alles ist nun wieder möglich.
bei allem was jetzt passiert wird heynckes an guardiola gemessen werden und bei den geringsten misserfolgen in frage gestellt.
"nur" unentschieden kann als sprengsatz innerhalb der mannschaft wirken.
damit wird die unruhe weiter steigen und die chancen für die andren mannschaften werden größer..

1 Antwort
Guardiola und der neue Starkult um Trainer
von camou | #1-1

vielen dank für ihr küchenpsychologisches geschwurbel.
you made my day.

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2013-01-17 19:41
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