Kreis verspürt kein komisches Gefühl
08.09.2010 | 01:14 Uhr 2010-09-08T01:14:00+0200
Düsseldorf.Am 18. März wurde Harold Kreis bei der Düsseldorfer EG beurlaubt. Am Freitagabend kehrt er mit dem Meisterschaftsfavoriten Mannheim in den Eishockey-Dome zurück.
Nein, ein komisches Gefühl verspürt Ex-DEG-Trainer Harold Kreis nicht, wenn er an seine Rückkehr in den Rather Eishockey-Dome denkt. Am Freitagabend (erstes Bully: 20.20 Uhr) steht der achtmalige WM-Verteidiger als Cheftrainer an der Bande der wieder einmal als Meisterschaftsfavorit betitelten Mannheimer Adler. Bei der DEG wurde der 51-jährige Deutsch-Kanadier am 18. März nach 122 DEL-Spielen (67 Siege) beurlaubt.
Wirkt der Groll über die Entlassung zwei Spieltage vor Ende der letztjährigen Vorrunde noch nach?
Harold Kreis: Nein, damit habe ich mich auch schon vor Monaten nicht lange aufgehalten. Das muss man professionell sehen. So ist eben der Job. Manchmal. Ich hatte zwei schöne Jahre bei der DEG. In der ersten Saison sind wir Vizemeister geworden, in der zweiten hat die Leistung nicht mehr gestimmt.
Die Adler sind mit zwei Siegen gut gestartet...
Kreis: ... mit Abstrichen, würde ich sagen. Kämpferisch hat alles gestimmt, wir haben gegen München und Straubing jeweils einen Rückstand aufgeholt. Es gibt aber im Team Abstimmungsbaustellen.
Ihr Team hat im Rahmen der European Trophy in der Vorbereitung gegen starke internationale Gegner gespielt. Wirken die Adler nach den Reisen nach Finnland und Norwegen nicht müde?
Kreis: Die Spiele stecken noch in den Knochen. Es ist allerdings eine erfrischende Idee, sich mit den europäischen Spitzenteams zu messen. Das war für mich und auch für die Spieler spannend und motivierend.
Mit Mittelstürmer Craig MacDonald und Verteidiger Robert Dietrich stehen zwei ehemalige DEG-Cracks im Kader. Welche Rolle spielen die im Team?
Kreis: Es sind zwei Leistungsträger, ganz klar. Dietrich habe ich bei der WM kennengelernt. Er ist wendig, gut an der Scheibe, kann seinen Körper erstaunlich gut als Hebel im Zweikampf einsetzen.
Apropos WM: Bleiben Sie Bundestrainer Uwe Krupp und dem Nationalteam verbunden?
Kreis: Ja, mein Assistenztrainerjob geht weiter, so lange sich nicht Termine mit denen der Adler kreuzen. Es hat mich gefreut, dass Uwe mit meinem Beitrag bei der WM zufrieden war.
War’s auch ein Höhepunkt in Ihrer Eishockey-Karriere?
Kreis: Die Highlights hat man eher als Spieler. Es war aber toll zu sehen, dass die Mannschaft für ihren großen Kampf belohnt wurde. Eishockey ist ein Zentimeterspiel. Wir haben uns den einen oder anderen mehr erkämpft als die Gegner.
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