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Düsseldorfer EG lebt weiter – DEL-Lizenz wird beantragt

22.05.2012 | 21:44 Uhr
Düsseldorfer EG lebt weiter – DEL-Lizenz wird beantragt
Erleichtert: DEG-Geschäftsführer Elmar Schmellenkamp.Foto: Kai Kitschenberg/WAZ FotoPool

Düsseldorf.  Die Erleichterung war allen DEG-Verantwortlichen sprichwörtlich ins Gesicht geschrieben, nachdem der letzte Sponsorenpartner auch seine Unterschrift unter den bereits abgesprochenen Vertrag setzte. In der ersten Juli-Woche sind Ergebnisse über die Lizenzvergabe seitens der DEL zu erwarten – etwaige Auflagen inklusive.

Sorgenfrei und jeck dabei. Die Erleichterung war allen DEG-Verantwortlichen sprichwörtlich ins Gesicht geschrieben, nachdem der letzte Sponsorenpartner am Dienstag um kurz vor 12 Uhr auch seine Unterschrift unter den bereits abgesprochenen Vertrag setzte. Eine Zentner-Last purzelte von den imaginären Schultern. Pünktlich zur eigenen Ziellinie war der Countdown zur erfolgreichen Abgabe der Lizenzunterlagen bis auf den letzten Cent beendet. Das schwere Paket wurde noch gestern auf den Weg ins Kölner Liga-Büro geschickt. Damit steht fest: Die DEG lebt weiter. In der ersten Juli-Woche sind Ergebnisse über die Lizenzvergabe seitens der DEL zu erwarten – etwaige Auflagen inklusive.

Honorareinschnitt bei der DEG

Den genauen Betrag, der in den Aufzeichnungen als Gesamtetat der Rot-Gelben niedergeschrieben steht, wollte Geschäftsführer Elmar Schmellenkamp nicht preisgeben. Allerdings ist nun die Summe bekannt, die Manager Walter Köberle für die Zusammenstellung seines Kaders zur Verfügung steht. Es gibt einen deutlichen Honorareinschnitt. Schlugen in der abgelaufenen Saison noch 3,2 Millionen Euro für das Team zu Buche, so sind es für die Spielzeit 2012/13 noch genau zwei Millionen. Vorerst. Denn sowohl Sanierer Arndt Rautenberg von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft RölfsPartner als auch Geschäftsführer Boris Bartels von Dreimarketing betonten unisono mit Schmellenkamp, dass die Bemühungen um Sponsoren nun keinesfalls zurückgefahren würden. Jeder Cent, der nun noch in die Kassen gespült wird, würde schließlich in den Mannschaftsetat fließen und für mehr Spiel(er)qualität bürgen.

Eishockey
Aufatmen in Düsseldorf - DEG ist erst einmal gerettet

Lange Zeit musste die DEG um ihren Verbleib in der Deutschen Eishockey-Liga bangen. Doch jetzt ist die Rettung geglückt. Rechtzeitig zum Lizenz-Stichtag am Donnerstag haben die Rot-Gelben am Dienstag verkündet, dass sie sorgenfrei ihre Spiellizenz beantragen konnten.

Dazu beginnt nun bereits der nächste Countdown. Schließlich fallen für die übernächste Spielzeit gleich zwei hohe Einlagen in Person von Gesellschafter Peter Hoberg mit 700 000 Euro und die einmalige Sonderzahlung der Stadt in Höhe von 450 000 Euro weg. „Wir haben nun eine breite Basis. Einige Gönner sind erst einmal nur Einjahrespartner. Einige werden sicher wegfallen. Aber das ist mit einem Grundgerüst leichter aufzufangen. Ich bin mir sicher, dass wir fünfzehn neue bekommen werden“, betont Sanierer Arndt Rautenberg.

Konzept scheint überzeugt zu haben

Das neue Konzept, das Gute aus den glorreichen Vereinszeiten der 90-er Jahre in Verknüpfung mit modernen Dingen, scheint überzeugt zu haben. „Daher haben wir auch bewusst darauf verzichtet, einen neuen großen Namenssponsor zu suchen. Wir sind froh, nicht in der Situation der Münchener zu stehen. Es freut uns, dass sie sich mit dem Energiedrink-Hersteller retten konnten. Doch nächstes Jahr stehen sie bereits wieder in der Schwebe. Wir nicht“, betont Rautenberg weiter. Auch, wenn natürlich der DEG ebenfalls noch Geld fehlt.

Es gibt jedoch bereits positive Zeichen einiger Unternehmen, deren Budget Anfang des Jahres nach der Restrukturierung bei der DEG bereits verplant war, die man nun aber über den Sommer bereits mit in die Planung einbinden will. Erst einmal will die GmbH jedoch wieder mehr ein Familienmitglied des DEG-Stammvereins werden. Mit einer einheitlichen Identität.

Übrigens: Manager Köberle hat einen weiteren Kontingentspieler an der Angel. Damit wartet der Sportliche Leiter nun auf die Unterschriften zweier ausländischer Stürmer.

Mareike Scheer



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