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DEG: Nur Youngsters bringen Leistung

06.09.2010 | 21:39 Uhr
DEG: Nur Youngsters bringen Leistung

Düsseldorf.Zwei Niederlagen in zwei Spielen. Viel schlechter hätte die Saison für die Eishockey-Cracks der DEG kaum beginnen können. Nach der 2:5-Niederlage in Iserlohn und dem 2:3 beim amtierenden Meister der Deutschen Eishockey-Liga in Hannover ist die gute Stimmung bei Trainer Jeff Tomlinson und seinem Team deutlich gesunken – und findet sich auf dem vorletzten Tabellenplatz wieder.

Während die Youngsters um Diego Hofland, der seinen ersten DEL-Treffer erzielte, Simon Danner und Martin Hinterstocker das in sie gesetzte Vertrauen zurückzahlen, haben die Schlüsselspieler in Reihen der Rot-Gelben noch Ladehemmung.

Topreihe enttäuscht bisher

Der neue Mann an der Bande, Coach Tomlinson, war frustriert: „Mit einem Null-Punkte-Wochenende in die Saison zu starten ist natürlich nicht gut für das Selbstvertrauen unserer Mannschaft. Wir nutzen einfach unsere Torchancen nicht. Ich hätte nicht gedacht, dass meine Mannschaft sich so schwer tun wird, Tore zu schießen.“

Etwas positives konnte Tomlinson dem Spiel in Hannover dennoch abgewinnen: „Wir haben heute schon wesentlich weniger Chancen zugelassen als am Freitag in Iserlohn. Aber es ist natürlich ärgerlich, dass am Ende doch wieder eine Strafzeit das Spiel entschieden hat.“

Das DEG-Team zeigte in der Tat eine gute Leistung in Hannover und konnte viele Chancen kreieren. An der Einsatzbereitschaft hat es nicht gelegen. Doch gerade die Top-Sturmreihe der vergangenen Saison um Kapitän Daniel Kreutzer, Rob Collins und Patrick Reimer läuft ihrer Form noch hinterher. Kreutzer hat nach seiner Bauchmuskelverletzung scheinbar noch nicht genug Spielpraxis erlangt.

DEG-Manager Lance Nethery nimmt seine Schüsselspieler in die Pflicht: „Wir hätten beide Spiele gewinnen können und haben sie aus der Hand gegeben. Von unseren Spitzenspielern kommt einfach noch zu wenig. Gerade Patrick Reimer habe ich bisher kaum gesehen. Dass Diego Hofland sein erstes Tor geschossen hat, ist natürlich erfreulich. Aber insgesamt müssen die Jungs ihre Chancen einfach besser nutzen.“

Nach dem Spiel in Hannover verließen die Eishockeyspieler der DEG mit hängenden Köpfen die Kabine in der Arena. Torwart Jean-Sebastian Aubin war fast sprachlos: „Es ist wirklich grausam, so in eine Saison zu starten. Mir fehlen die Worte.“

Doch hängen lassen werden sich die DEG-Cracks nicht. Kapitän Daniel Kreutzer gibt sich kämpferisch: „Wir haben uns im Vergleich zum Spiel am Freitag in Iserlohn schon gesteigert. Ich bin guter Dinge für das kommende Wochenende. Auch wenn es gegen Mannheim und Krefeld nicht leichter werden wird.“

Dinger sieht Potenzial

Neuzugang Derek Dinger sieht in seinem Team ebenfalls viel Potenzial: „Wir müssen einfach einen Weg finden, solche Spiele zu gewinnen.“ Bleibt zu hoffen, dass sie DEG-Cracks unter der Woche ihre Zielsicherheit bis zum ersten Heimspiel am Freitag (Spielbeginn 20.20 Uhr) im Rather Dome wiederfinden.

Mareike Scheer

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