DEG: Hedlund ist einfach nur glücklich
05.08.2010 | 17:43 Uhr 2010-08-05T17:43:00+0200
Düsseldorf. Andy Hedlund ist kein Typ für viele Worte. Zumindest nicht öffentlich. Anfragen beantwortet er gern kurz, knapp und professionell. Wenn man sich derzeit aber mit dem Eishockey-Verteidiger unterhält, sprudelt die gute Laune förmlich aus dem 32-Jährigen heraus. „Ganz ehrlich, ich bin einfach nur glücklich, dass ich wieder hier bin“, sagt der US-Amerikaner. Das „hier“ ist Düsseldorf, ist die DEG. Vor knapp zwei Jahren sah dies noch anders aus. Da forcierte der Rechtsschütze seinen Abgang, unterschrieb bereits nach sieben Spieltagen einen hoch dotierten Vertrag beim Ligakonkurrenten Adler Mannheim für das Folgejahr.
Doch dass Geld allein macht nicht glücklich, musste Hedlund erkennen. Die Adler galten als Titelkandidat – und scheiterten als kläglicher Vorrundenneunter in der Play-off-Qualifikation am späteren Vizemeister Augsburg.
„Wir hatten viele gute Einzelspieler, waren aber keine gute Mannschaft“, lässt Hedlund durchblicken, dass die Chemie nicht stimmte.
Er selbst spielte nach zwei starken Jahren in Rot-Gelb ebenfalls eine schwache Saison. „In Mannheim haben wir mit acht Verteidigern gespielt. Bei der DEG mit sechs, teilweise nur mit vier“, erklärt der 1,86 Meter lange Abwehrrecke. „Da hat man ganz andere Eiszeiten. Bei den Adlern habe ich nie zu einem guten Rhythmus gefunden.“
Der Verein war ebenfalls unzufrieden, der noch ein Jahr laufende Kontrakt wurde aufgelöst. Hedlund soll eine ordentliche Abfindung erhalten haben, die es der DEG ermöglichte, ihn zu günstigen Konditionen für zwei Spielzeiten zu verpflichten.
Ins Detail will Hedlund nicht gehen, beteuert, dass es ein Vertragsbestandteil sei, dass er nicht über die Auflösungsmodalitäten sprechen dürfe.
Wohin der Weg aus Mannheim weg führen sollte, war jedoch schnell klar. „Mein erster Gedanke war, dass ich gern nach Düsseldorf zurück kehren würde“, beteuert Hedlund. „Da hatte ich mich wohl gefühlt.“ Ehefrau Nicole war schließlich diejenige, die die Entscheidung befeuerte: „Sie wollte unbedingt wieder zurück.“
Die Wiederkehr an den Rhein war wie ein Nach-Hause-Kommen. „Die haben mir sogar wieder denselben Platz in der Umkleidekabine gegeben“, lacht Hedlund. „Echt witzig.“ Auch die Trikotnummer Sechs ist wieder die alte.
Beim Thema DEG sprudelt der Gute-Laune-Wasserfall gleich wieder los. „Ich kann es nicht beschreiben, nicht erklären. Seit wir wieder hier sind, habe ich einfach ein gutes Gefühl. Und dass, ohne auch nur eine Partie absolviert zu haben.“
Dem neuen, alten Klub traut Hedlund nun einiges zu. „Die Liga ist noch ausgeglichener geworden. Aber wir haben den wohl besten Torhüter der DEL. Dazu mit Collins, Kreutzer und Reimer eine der stärksten Sturmreihen. Zu Adam Courchaine sind mit Tyler Beechey und Connor James zwei richtig gute Stürmer gekommen. Vorn“, sagt Hedlund, „sehen wir richtig gut aus. Die Verteidigung ist groß und kräftig aufgestellt. Wenn noch ein guter Spieler kommt, der uns im Powerplay weiter bringt, haben wir auch eine gute Abwehr. Diese Mannschaft hat in jedem Spiel eine Siegchance.“
14:47
Wolla, es kommt nicht häufig vor, aber ich stimme Dir zu.
09:57
Auch wenn diese Mannschaft auf den ersten Blick keine besondere Strahlkraft hat, kann sie doch Einiges erreichen wenn der Teamgeist stimmt.
Allerdings muss nun noch ein wirklich starker Verteidiger verpflichtet werden, bisher ist die Abwehr, bis auf Aubin, höchstens Durchschnitt.