DEG-Fehlstart mit Serienriss
03.09.2010 | 23:00 Uhr 2010-09-03T23:00:00+0200
Iserlohn.Iserlohn. Jede Serie reißt irgendwann. Nach zehn Seilersee-Siegen in Folge verloren die Eishockeycracks der DEG zum Auftakt der neuen DEL-Saison am Freitagabend erstmals seit dreieinhalb Jahren gegen ihren Lieblingsgegner, die Iserlohn Roosters. Vor 4097 stimmungsfrohen Fans unterlag das Team von Trainer Jeff Tomlinson dem IEC letztlich verdient mit 2:5 (0:0, 1:2, 1:3).
Vielleicht hätte es doch lieber Sprudel sein sollen. In Iserlohn angekommen fiel dem DEG-Tross auf, dass nur Sprudelwasser an Bord gebracht worden war. Kohlensäure wollten die Cracks aber nicht. Pressecoach Frieder Feldmann musste extra natürliches Mineralwasser rankarren. Gebracht hat es am Ende nichts. Auch wenn die Saison kaum munterer hätte beginnen können: aufgeheizte Stimmung auf den Rängen, intensives Eishockey auf der Fläche. Nur an der Feinabstimmung haperte es noch.
Führung durch Beechey
Gerade einmal zehn Sekunden waren gespielt, als der Iserlohner Tobias Wörle den ersten Schlagschuss an den Pfosten setzte. Eine Minute später hatte die DEG ihre erste große Chance durch Patrick Reimer. Tore fielen aber erst im zweiten Drittel.
Tyler Beechey und Mark Murphy vergaben in der 29. Minute per Doppelpack in aussichtsreicher Position. Wenig später netzte Beechey aber in Überzahl zur verdienten Führung ein. Die Atmosphäre heizte sich auf. In dieser Phase kassierten die Rot-Gelben zu viele Strafzeiten. Folge: Eben noch das Spiel im Griff, kassierten die Gäste in der 35. Minute den Ausgleich. Nach einem dicken Patzer in der Verteidigung von Jason Holland, den Michael Wolf ausnutzte. Erneut in Überzahl und nur 180 Sekunden später gingen die Roosters durch Adrian Veidemann sogar in Führung. Der Verteidiger stand am zweiten DEG-Pfosten komplett frei und musste den Puck nur noch über die Torlinie schieben.
Trainer Tomlinson ärgerte sich hinterher vor allem über die Strafzeiten: „In der zweiten Hälfte der Partie waren wir einfach zu undiszipliniert.“ Angefeuert von ihren lautstarken Fans übernahmen die Rand-Sauerländer nun das Zepter. DEG-Torwart Jean-Sebastien Aubin hielt seine Farben im Spiel, wehrte unter anderem einen Penalty von Michael Wolf ab. Beim 3:1 der Iserlohner kurz darauf war auch „JS“ geschlagen. Mit einem weiteren Alleingang nach einem abgefangenen Angriff setzte sich Wolf durch.
Die DEG kämpfte sich mit viel Leidenschaft zurück. Ex-Eisbär Andy Roach verkürzte auf 2:3. Doch fünf Minuten vor Spielende leitete ausgerechnet Ex-DEG-Rechtsaußen Shane Joseph mit seiner Vorlage zum 4:2 die Niederlage der Düsseldorfer ein.
Hock traf ins leere Tor
Der letzte Treffer durch Ex-Nationalspieler Robert Hock hatte nur noch statistischen Wert. DEG-Coach Tomlinson hatte Keeper Aubin zugunsten eines sechsten Feldspielers aus dem Tor genommen, Hock schob die Scheibe leicht ins verlassene DEG-Gestänge.
Jubiläumspech: DEG-Verteidiger-Rückkehrer Andy Hedlund kassierte in seiner 250. DEL-Partie eine empfindliche Niederlage.
17:11
Na klar, es kann nur am Mineralwasser gelegen haben. Wenn der Bauer nicht schwimmen kann, liegt es immer an der Badehose.