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Bitteres 0:1 verärgert die DEG-Fans

17.03.2010 | 22:23 Uhr
Bitteres 0:1 verärgert die DEG-Fans

Düsseldorf. Die Düsseldorfer EG blieb beim 0:1 gegen die Hannover Scorpions ohne Tor. Gäste-Coach Hans Zach kritisiert die Anhänger.

Der 1. DEG-Fan-Klub von 1975 wurde Mittwoch Abend im Dome mit Sekt-Gläschen bedacht. Die älteste Eishockey-Fanvereinigung Deutschlands feierte ihren 35. Geburtstag. Das war aber schon die einzige gute Nachricht von der Theodorstraße. Die ausgelobte Play-off-Leistung vor den Play offs blieb die DEG gegen defensivstarke Hannover Scorpions ihren 4040 Getreuen schuldig. Das 0:1 (0:0, 0:1, 0:0) war eine bittere Niederlage, wie Trainer Harold Kreis hinterher zugab: „Das Spiel war eines von wenigen Zentimetern. Die haben bei uns gefehlt.“

Play-off-Platz zwei ist bei fünf Punkten Rückstand auf Wolfsburg und nur noch zwei Matches gegen Straubing und in Augsburg so gut wie futsch. Qualifikationsrundenplatz sieben bei vier Zählern Vorsprung auf Ingolstadt dafür immer noch denkbar.

Meistens die falsche Entscheidung

Man wusste Mittwoch Abend schon nach dem ersten Drittel nicht so ganz genau, worüber man sich mehr ärgern sollte: Zwei offensiv wenig inspirierte Kontrahenten oder das fehlerhafte Schiedsrichter-Gespann. Vor allem der Darmstädter Unparteiische Carsten Lenhart hatte ein nervendes Gespür dafür, meistens die falsche Entscheidung zu treffen.

Ein wenig mehr Eishockey-Kultur ins zähe Gestrüpp strickten die Schützlinge von Cheftrainer Harold Kreis erst nach der ersten Pause ein. Scorpions-Torsteher Travis Scott, zuletzt schon ein Fels in der niedersächsischen Pucksportbrandung, entpuppte sich als fleischgewordene Wand. Murphy scheiterte doppelt (25.), MacDonald aus der Halbposition (26.), Kreutzer im Solo mit der besten Chance des Mittelabschnitts (32.). Dazu hatte Verteidiger Caldwell in Überzahl mit einem Schussversuch kein Glück (35.).

Die verhaltene Offensive der Gäste kurbelte fast nur die vierte Reihe an. Und traf auch noch aus heiterem Himmel. Sachar Blank lief unbehindert auf Keeper Aubin zu, zockte dem Montrealer die Scheibe durch die nicht gänzlich geschlossenen Schoner. Die Pfiffe der Fans nach dem zweiten Durchgang waren nachvollziehbar. Auch wenn Blanks goldener Schieber ein „Ömmeltor“ war, wie Kapitän Kreutzer hinterher rheinisch-frustriert meinte.

Über Einzelaktionen gegen gut verteidigende Scorpions kam die irgendwie gehemmt wirkende DEG danach nicht hinaus. Joseph probierte es mal (44.), Kapitän Kreutzer versuchte ein kraftvolles Solo (56.). Der Rest war ein großer, weißer Zettel.

Bei nur drei Siegen in zuletzt elf Spielen ist das Selbstvertrauen sichtbar angekratzt. „Wir haben am Ende einfach kein Rezept gefunden, um zum Ausgleich zu kommen“, konstatierte Coach Kreis enttäuscht.

Eine kleine Lanze für das DEG-Team brach Gäste-Coach Hans Zach. In seiner unnachahmlich schlagfertigen Tölzer Mundart. „Ich kann nicht nachvollziehen, dass hier so eine schlechte Stimmung bei den Fans herrscht. Hannover hat zwar nicht eine solch lange Tradition wie die DEG. Aber dort stehen die Anhänger sehr gut hinter uns. Daran sollten sich die DEG-Fans mal ein Beispiel nehmen.“

Michael Ryberg

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