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Deutsche Eishockey-Liga

Bei der DEG fällt der Vorhang doppelt

16.03.2010 | 22:00 Uhr
Bei der DEG fällt der Vorhang doppelt

Düsseldorf. Gegen Hannover und Straubing wird der Oberrang im Dome angehängt. Adam Courchaine, der Torjäger der Düsseldorfer EG, muss weiter pausieren. Gerüchteküche bringt Ex-DEG-Trainer Komma mit Hamburg in Verbindung.

Am Mittwoch fällt im Dome zum ersten Mal der Vorhang. Und dies im wahrsten Sinn. Für die Heimspiele gegen die Hannover Scorpions (Mittwoch, 19.30 Uhr) und gegen die Straubing Tigers (Freitag, 19.30 Uhr) wird der Oberrang im dreigeschossigen Gebäude an der Theodorstraße abgehängt. 130 Dauerkartenbesitzer in diesem Bereich werden in den Mittelrang gebeten. Wogegen sich wohl aufgrund der verbesserten Sicht aufs Spielfeld niemand beschweren dürfte.

Das schon länger geplante Vorhaben soll ein Test für die neue Saison sein. Dauerhaft schwache Zuschauerzahlen unterhalb der 5000-er Grenze sorgten bei 18 der bisher 26 Heimspielen in der Regel für sehr übersichtlich besetzte Ränge. Mit dem schwarzen Tuch im dritten Stock will die DEG vollere Tribünen suggerieren und vielleicht auch eine verbesserte Stimmung unter den Zuschauern erzeugen.

Die Vorhangpraxis ist nicht neu und wird auch bei manchem Team aus den unterklassigen Eishockey-Ligen Nordamerikas wie der American Hockey League angewand, die in einer (zu) großen Profiarena ihre Matches austragen.

"Einfach gewinnen"

Mittwochabend zählen drei Pluspunkte im Kampf um die direkte Play-off-Qualifikation sicher deutlich mehr als eine gute Kulisse, die mittwochs gegen Hannover eh nicht zu erwarten ist. „Wir müssen den Frust des verpassten Befreiungsschlag von Kassel mit ins Spiel hineinnehmen und einfach gewinnen“, fordert Cheftrainer Harold Kreis von seinen Cracks, die in unveränderter Aufstellung agieren sollen.

Linksaußen Adam Courchaine hat sich zwar nach seiner Rippenverletzung wieder ins Training eingefunden. Der Blondschopf kann aber aufgrund eines Haarrisses in der hinteren Rippengegend noch nicht mit vollem Einsatz in Zweikämpfe gehen. Und ohne Körperkontakt hat ein Comeback keinen Zweck.

Immerhin haben sie sich bei der DEG einen Schutzverband für Courchaine besorgt, den NFL-Footballer bei ähnlichen Oberkörperverletzungen tragen, um einigermaßen schmerzfrei spielen zu können. Es wird sicherlich von den Heimspielergebnissen und der Ausgangslage vor dem Vorrundenabschluss am Sonntag in Augsburg abhängen, ob Courchaine mit Schutzverband vielleicht bei den Panthern aufläuft.

Tutschek macht seine Sache ordentlich

Sein derzeitiger Ersatzmann, der Deutsch-Kanadier Bradley Tutschek, macht seine Sache an der Seite von Craig MacDonald und Evan Kaufmann in der dritten Reihe ordentlich. „Brad fehlt aufgrund seiner langen Schulterverletzungspause etwas die Spielpraxis. Er macht seinen Job aber trotzdem gut“, lobt Trainer Kreis.

Der 29-jährige Edmontoner, der in der ersten Saisonhälfte verletzungsbedingt ausgefallen war und danach meist auf der Bank gesessen hatte, wartet nach 32 Einsätzen immer noch auf seinen ersten Treffer. Nah dran war Tutschek zuletzt einige Male. In der vergangenen Saison hatte der 2008 aus Ingolstadt an die Brehmstraße gewechselte Angreifer in 52 Matches immerhin neunmal getroffen. Neue Erfolgserlebnisse wären aus Tutscheks Sicht wünschenswert. Sein Vertrag bei der DEG endet am 30. April.

Übrigens: Ex-DEG-Trainer und -Manager Michael Komma hatte einen stressigen Dienstag. Kaum hatte der Tölzer seinen Manager-Abgang beim letztjährigen Zweitliga-Meister SC Bietigheim verkündet, der nach dem Ausstieg von Hauptsponsor Porsche künftig kleinere Brötchen backen muss, brodelte die Gerüchteküche. Die Fachzeitschrift „Eishockey News“ meldete auf ihrer Internetseite den ehemaligen Verteidiger als möglichen Cheftrainer-Kandidaten der Hamburg Freezers. „Da ist nichts dran!“ erklärte Komma im Telefonat mit unserer Redaktion. Gleichwohl kennt der Tölzer den neuen Hamburger Sportdirektor Stephane Richer (noch in Kassel) gut. „Wenn es aus Hamburg eine Anfrage geben sollte, werden wir uns sicher mal treffen und sprechen“, so Komma.

Michael Ryberg

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18.03.2010
22:45
Bei der DEG fällt der Vorhang doppelt
von wolla | #2

Man hätte die schwarzen Lappen lieber über die Brehmstrasse 27 a hängen und durch Christo ganz fest vertäuen lassen sollen.

Wenn DASS der Beitrag der DEG Leitung zum Füllen des Domes ist, Nacht Mattes.

Lieber Herr Suhr, könnte es sein, daß Sie die Legende DEG mit Schmackes an die Wand fahren ?
Warum bleiben Sie immer in Deckung und erklären IHRE Entscheidungen nicht der Öffentlichkeit ?

17.03.2010
15:41
Bei der DEG fällt der Vorhang doppelt
von Michael37 | #1

So,

da war ich mal gestern abend Zeuge des Spiels Lions gegen Huskies und man konnte deutlich erkennen, wie man gegen einen spielerisch extrem Gegner spielt.

Naja, hauptsache wir werden Vierter, gehen Mannheim aus dem Weg und spielen dann in einem mögl. Halbfinale gegen Berlin.

Das sind in der Tat rosige Aussichten...;-)

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