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Am liebsten 20 Spieler auf die Bank gesetzt

20.01.2008 | 20:24 Uhr

Trainer-Manager Nethery sprach in Krefeld nur über den Stolz einer Eishockey-Mannschaft.

Man mag es nicht mehr hören. Man mag auch nicht mehr danach fragen. Weil es offenbar keinen Sinn macht. Trainer-Manager Lance Nethery ist ratlos. Das ist selten der Fall. Passt aber zur Situation beim abgestürzten Titelaspiranten DEG. Man kommt am Grundübel rot-gelber Vorstellungen nicht vorbei. Deshalb noch einmal schriftlich: Netherys Cracks waren beim 4:5 in Krefeld zum x-ten Male nicht bereit für ein heißes Eishockey-Match vor vollen Tribünen und gegen einen Play-off-Kontrahenten.

Jedenfalls nicht von Spielminute eins an. Liegt das nur an der Unlust einiger, die die willigeren Kollegen mit ins Verderben reißen? Oder daran, dass die bisweilen ohne System operierende Mannschaft nicht viel mehr zu bieten hat? Beide Erklärungsversuche rücken die Arbeit von Trainer-Manager Nethery in ein schlechtes Licht.

Der Kanadier ist für das Personal verantwortlich. Das bisherige Ergebnis angesichts von Leistung und Tabellenplatz elf ist glatt mangelhaft. „Ich hätte am liebsten zwanzig Spieler auf die Bank gesetzt”, erklärte Nethery am Freitagabend in Krefeld, „jeder Spieler ist für seine Leistung im ersten Drittel selber verantwortlich.”

Der ehemalige New York Ranger hatte in der Kabine nach dem 0:3 nur über den Stolz gesprochen, den ein Eishockey-Spieler haben sollte. Unter gütiger Mithilfe der plötzlich viel zu passiven Krefelder gelang im Mittelabschnitt sogar die unerwartete Wende. Doch der Jubel blieb den nur 250 angereisten DEG-Fans im Halse stecken. Am Ende stolperte Bader über die eigenen Beine. Und Pietta traf in den rechten Winkel. Das 5:4 zwei Minuten vor Schluss schoss wie ein Giftpfeil in die Herzen der Hoffenden.

Übrigens: Andy Hedlund kassierte in Krefeld nach einer Prügelei mit dem 19-jährigen Hager seine dritte Zehnminutenstrafe der Saison und musste gestern gegen Wolfsburg gesperrt zwangspausieren. Spielen wird Hedlund aber am 2. Februar in Dresden. Der US-Amerikaner wurde, ebenso wie Landsmann Peter Ratchuk, für das DEL-All-Star-Spiel in die Nordamerika-Mannschaft gewählt. Im Europa-Team läuft mit dem Norweger Tore Vikingstad ein weiterer DEG-Spieler auf. (miry)

Michael Ryberg



Kommentare
21.01.2008
17:55
Am liebsten 20 Spieler auf die Bank gesetzt
von Volker Lappe | #2

Ich war bei dem Spiel in krefeld und habe direkt hinter der DEG Bank gesessen. Was sich einige Spieler nach dem Spiel erlaubt haben war der Gipfel. Eingie lachten die erbosten Fans nach Speilschluß noch aus und ein anderer ließ sich noch zu obzönen Gesten hinreißen. Wenn ich nicht schon fast 50 Jahre zum Eishockey ginge, wäre für mich hiermit jetzt Schluß.

Volker Lappe Korschenbroich

21.01.2008
16:52
Am liebsten 20 Spieler auf die Bank gesetzt
von Stephan | #1

wenn ich nethery wäre würde ich keinem zu dem allstar spiel lassen, ob deutsch oder nicht deutsch, ist ja wie ne belohnung für die spieler, die ihre leistung für den verein, von dem sie bezahlt werden nicht bringen, für mich wäre klar, TRAINIG andere spieler der del die leistung bringen sollten lieber für die deg-cracks andere nehmen... wenn ich bei der arbeit ******* baue kriege ich auch kein lob un mein chef schikt mich auch nicht ins phantasia land...

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