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DEB und Bundestrainer Kölliker gehen wohl getrennte Wege

01.07.2012 | 14:52 Uhr
DEB und Bundestrainer Kölliker gehen wohl getrennte Wege
Debakel bei der Eishockey-WM gegen Norwegen: Bundestrainer Kölliker.Foto: Lukas Barth/dapd

Berlin.  Für den bisherigen Bundestrainer Jakob Kölliker gibt es beim Deutschen Eishockey-Bund (DEB) nach Informationen des Sport-Informations-Dienstes (SID) keine Zukunft mehr. Bei der WM 2012 hatte die DEB-Auswahl die direkte Olympia-Qualifikation als Zwölfter verpasst.

Für den bisherigen Bundestrainer Jakob Kölliker gibt es beim Deutschen Eishockey-Bund (DEB) keine Zukunft mehr. Nach Informationen des Sport-Informations-Dienstes (SID) hat sich der DEB entschieden, dem 58 Jahre alten Schweizer weder als Bundestrainer noch als Sportdirekter einen Anschlussvertrag anzubieten. Das soll am Montag offiziell verkündet werden. Unter Kölliker hatten die deutschen Kufencracks bei der WM in Schweden und Finnland mit dem 12. Platz und der verpassten direkten Olympia-Qualifikation ein Debakel erlebt.

Kompetenzzentrum einstimmig gegen Kölliker

Das neu gegründete Kompetenzzentrum mit den DEL-Managern Peter-John Lee (Eisbären Berlin) und Karl-Heinz Fliegauf (EHC Wolfsburg), DEB-Vizepräsident Erich Kühnhackl sowie Oberliga-Manager Michael Bresagk (Löwen Frankfurt) sprach sich einstimmig gegen eine Weiterverpflichtung des Bundestrainers aus. Dieser Empfehlung folgte das Direktorat um DEB-Präsident Uwe Harnos.

Die Fachzeitschrift Eishockey News berichtete auf ihrer Internetseite, dass sich zunächst ein neues Führungsgremium, unter anderem mit Lee und Fliegauf, um alle relevanten Dinge der Nationalmannschaft kümmern werde. Diese "Task Force" soll ohne zeitlichen Druck einen neuen Sportdirektor installieren, der dann einen Bundestrainer ernennen soll. Der seit langer Zeit als Wunschkandidat gehandelte Ralph Krueger steht definitiv nicht zur Verfügung. Der Deutsch-Kanadier unterschrieb einen Vertrag bei NHL-Klub Edmonton Oilers.

DEB-Auswahl enttäuschte bei der WM

Kölliker hatte vor einem Jahr die Nachfolge von Erfolgscoach Uwe Krupp angetreten. Eigentlich hätte der frühere Co-Trainer der Schweizer Nationalmannschaft den vakanten Posten des Sportdirektors übernehmen und die Strukturen im Verband ändern sollen. Die bereits aufgenommenen Vertragsverhandlungen waren aber wegen der WM auf Eis gelegt worden. Bei der WM enttäuschte die DEB-Auswahl , vor allem die desolaten Vorstellungen beim 4:12 gegen Norwegen und 1:8 gegen Tschechien wurden Kölliker zum Verhängnis.

sid


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