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DFB-Team ist vom offensiven Hurra weit entfernt

10.06.2012 | 21:23 Uhr
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DFB-Team ist vom offensiven Hurra weit entfernt
Bundestrainer Joachim Löw freut sich mit Mario Gomez.Foto: Reuters

Danzig.  Dass die deutsche Nationalmannschaft drei Punkte gegen Portugal geholt hat, ist von enormer Bedeutung. Trotzdem darf darüber diskutiert werden, ob die Sicherheitsmaßnahmen von Bundestrainer Joachim Löw übertrieben waren. Ein Kommentar.

Es war kein rauschhaftes Spiel. Es war nicht eines von diesen Spielen, in deren Verlauf die Glückshormone bei den Beobachtern ständig toben, sondern eines von denen, deren Höhepunkt am Ende liegt, bei der Ausschüttung von drei Punkten. Dass diese drei Punkte auf dem Konto notiert sind, ist für die Nationalmannschaft aber natürlich von enormer Bedeutung. In die nächste EM-Vorrundenpartie, in die Partie gegen die Niederländer, kann sie nun mit dem Gefühl gehen, dass selbst im Falle einer Niederlage der Aufenthalt in Polen noch keinen Freizeitcharakter hätte.

Wer erfahren will, wie schwer genau null Punkte im Gepäck wiegen, der sollte im Hause Oranje nachhören. Von den Deutschen wurde nach ihrem 1:0-Sieg betont, dass man die Begegnung der Holländer mit den Dänen vor dem Anpfiff der eigenen Begegnung mit Portugal verfolgt habe. Erneuerter Lerneffekt: Wer wie die Elftal einen Treffer kassiert gegen ein Ensemble, das es versteht, das eigene Bollwerk clever zu organisieren, der kann nur noch unter erheblichen Mühen zur so bedeutsamen, zur unter dem Strich entscheidenden Punkteausschüttung gelangen.

Ideale Voraussetzungen für Mats Hummels

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Als der Bundestrainer im Vorfeld des Turniers erklärt hat, er erwarte in gefährlichem Terrain verschärfte Kontrollen durch die Gegner, lag er also richtig. Darüber, ob seine eigenen Sicherheitsmaßnahmen nicht übertrieben waren, darf aber dennoch – auch rauschhaft – diskutiert werden. Vor allem mit dem Blick zurück auf die WM 2010, auf die Qualifikationsspiele für die EM muss ja festgehalten werden: Vom offensiven Hurra waren die Talentspieler von Joachim Löw zum EM-Auftakt weit entfernt. Es ging auch ihnen vorrangig um Kontrolle, um die Herrschaft über die hinteren Regionen und möglichst über das ganze Feld.

Für eine Defensivkraft von Format wie Mats Hummels ideale Voraussetzungen. Groß scheitern oder groß gewinnen? Hummels knackte den Jackpot und distanzierte den Konkurrenten Per Mertesacker. Für einen kantigen Stürmertypen wie Mario Gomez allerdings war im Kontrollkästchen ein kleiner Teufel verborgen. Der Bayer mit der Topquote hat zwar seine Aufgabe erfüllt und DAS Tor erzielt. Weil Fußballinterpretation aber nach Personalisierung drängt, wird er dennoch dafür zur Verantwortung gezogen, dass sich die Hoffnungen auf Grandiosität nicht erfüllt haben. Schwierige Situation. Eine, die vielleicht auch durch einen Anruf im Hause Oranje gelöst werden kann. Hättet ihr nicht gern…?

Frank Lamers

Kommentare
11.06.2012
12:31
Pessimist / Optimist
von westfaIenborusse | #5

Der Optimist wird ein "taktisch geprägtes" Spiel gesehen haben und den alten Spruch bemühen, dass "erstmal die Null stehen muss". Er wird Löw loben, dass er mit Hummels und Gomez nicht nur überrascht, sondern genau die Richtigen für den Sieg nomiert hat.

Der Pessimist wird sich an Spiele wie gegen Argentinien und England 2010 erinnern, an die überragende Quali und zu dem Schluss kommen, dass noch sehr viel gefehlt hat. Wo war unser Mittelfeld? Özil recht blass, Müller und Schweinsteiger? Aber auch Lahm nicht überzeugend. Stecken den Bayern die Vize-Erlebnisse in den Knochen? Warum wurden so wenig Chancen rausgespielt? Quergeschiebe oder Ballsicherung?

Unterm Strich? 3 Punkte sind wichtig, denn was nutzen wunderbare Spielzüge (siehe Holland, Polen oder Spanien), wenn anschliessend nur 1 Punkt oder gar eine Niederlage rauskommen? OK, wir hatten sicher Dusel gegen Portugal, aber es gab auch Szenen, die hoffen lassen. Mehr Kreativität im MF Herr Löw, da sitzen einige Jungs auf der Bank!

1 Antwort
PS:
von westfaIenborusse | #5-1

wo ist eigentlich der legendäre Konig LudwigII mit der Analyse bzgl. der Leistung seiner Bayernspieler? Ausser Neuer und mit Abstrichen Gomez und Boateng hab ich nicht viel von denen gesehen. Erzähl mal LuigiVize :-)

11.06.2012
12:10
DFB-Team ist vom offensiven Hurra weit entfernt
von JotZee | #4

Mit Verlaub: Wer lieber Meister der Herzen wird, der hat nen Knall. Im Fußball geht es um Ergebnisse und Titel, nichts anderes. Man gewinnt lieber mit tollem Fußball 4:0 als mit unspektakulärem 1:0, aber letztlich will ich kein am Ende erfolgloses Gezauber, sondern Siege sehen. Die Kritik ist also völlig verfehlt. Ein guter Turnierstart, dem man die sehr kurze gemeinsame Vorbereitungszeit des Teams noch anmerken konnte. Die Punkte aber sind da, und gegen einen starken Gegner muss man nicht 90 Minuten alles beherrschen udn zaubern. Ich sehe unser Team voll im Soll. Kritik ist derzeit überhaupt nicht angebracht.

11.06.2012
12:07
DFB-Team ist vom offensiven Hurra weit entfernt
von Rentner4rr | #3

Fürchterliches gepöhle der Deutschen Manschaft
wo war Schweinsteiger wo war Özil zweite Halbzeit
sind mit Poldi wohl in der Kabine geblieben
und haben Karten gespielt

11.06.2012
11:55
DFB-Team ist vom offensiven Hurra weit entfernt
von Rentner4rr | #2

Die Deutschen können wohl garnichts
aber sie haben eben kein Pech

11.06.2012
09:33
Löw lässt wieder Angsthasen-Fußball spielen
von wutmuelheimer | #1

Der Kommentar trifft es ganau. Löw ist ein Angsthase. Er vergisst, dass die Fans über 90 Minuten begeistert sein wollen. Löw vergisst auch , dass die Angsthasenspiele gegen Spanien dennoch verloren gingen. Besser mit gut gutem Fußball die Welt überzeugen und ein Meister der Herzen werden, als sich wie früher so durchzuwurschteln.

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