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Bruyneel verteidigt sich gegen Schleck-Brüder

04.06.2012 | 14:44 Uhr

Der Streit zwischen Manager Johan Bruyneel vom Radrennstall RadioShack und seinen beiden Luxemburger Spitzenfahrern Andy und Frank Schleck hat neue Nahrung erhalten.

Brüssel (SID) - Der Streit zwischen Manager Johan Bruyneel vom Radrennstall RadioShack und seinen beiden Luxemburger Spitzenfahrern Andy und Frank Schleck hat neue Nahrung erhalten. Nachdem Andy sich über die öffentliche Kritik Bruyneels an seinem Bruder beschwert hatte, verteidigte der Teamchef nun seine Haltung. "Ich fand, es war der richtige Moment, meine Meinung zu sagen. Wenn ein Journalist mich nach dem Zustand des Teams fragt, muss ich sagen, er ist unbefriedigend", sagte Bruyneel dem belgischen TV-Sender Sporza.

Bislang ist das sogenannte "Super-Team" seine Ansprüchen nicht gerecht geworden, lediglich drei Siege hat RadioShack in dieser Saison zu verzeichnen. "Damit kann keiner zufrieden sein", sagte Bruyneel, der deshalb den Druck auf die Fahrer verstärkt: "Es ist meine Aufgabe, jeden auf seine Verantwortung aufmerksam zu machen. Manchmal braucht es dazu harte Worte. Wenn einige das nicht mögen, aber dann ihre Leistung verbessern, ist das für mich in Ordnung."

Der frühere Teamchef von Lance Armstrong hatte Frank Schleck nach dessen verletzungsbedingtem Ausstieg beim Giro d'Italia kritisiert und sogar den Start der Schleck-Brüder bei der Tour de France in Zweifel gestellt. Frank hatte er indirekt mangelde Leidensfähigkeit vorgeworfen. Beide seien zudem ihrer Führungsrolle bislang nicht gerecht geworden.

Andy Schleck hatte daraufhin moniert, dass Bruyneel diese Kritik öffentlich geäußert hatte. "Ich würde als Manager nicht versuchen, Probleme über die Presse zu lösen. Ich würde das intern besprechen", sagte Schleck der belgischen Zeitung Het Nieuwsblad. Vielmehr vermutete der 26-Jährige, dass die Geldgeber des Teams aufgrund des ausbleibenden Erfolgs Bruyneel unter Druck gesetzt haben. "Vielleicht werden die Sponsoren ungeduldig", sagte Schleck.

sid

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