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Auch Comeback von Frings hilft nicht

03.10.2007 | 00:00 Uhr

CHAMPIONS LEAGUE. Der Bremer Leitwolf feiert sein Comeback im Heimspiel gegen Olympiakos Piräus. Doch zwei Patzer von Ersatztorwart Vander brocken Werder eine 1:3-Niederlage ein.

BREME N. Der Wortführer ist wieder da, doch auch mit Torsten Frings hat Werder Bremen in der Champions League einen ernüchternden Rückschlag erlitten. Obwohl die Norddeutschen gegen Olympiakos Piräus am gestrigen Abend lange wie der sichere Sieger aussahen, setzte es am Ende im ausverkauften Weserstadion eine ernüchternde 1:3 (1:0-)-Niederlage.

Der avisierte Achtelfinaleinzug ist nach der Auftaktniederlage bei Real Madrid nun nur noch schwerlich zu bewerkstelligen. Die Führung des Portugiesen Hugo Almeida (32.) glich Ieroklis Stoltidis nach einem Fehler von Werder-Ersatztorwart Christian Vander aus (73.). Mit einem Prachttor besorgte Christos Patsatzoglou gar das 2:1 (82.) und Darko Kovacevic erhöhte nach erneutem Vander-Fauxpas auf 3:1 (87.) für den griechischen Abonnementmeister, der bisher aus 31 Champions-League-Auswärtsspielen die Horrorbilanz von 24 Niederlagen und sieben Unentschieden zu Buche stehen hatte.

Bemerkenswertester Umstand war, dass Frings zehn Wochen nach seinem Innenbandanriss im rechten Knie in der Königsklasse debütierte, was 37 500 Zuschauer schon vor dem Anpfiff zu tosendem Applaus animierte. "Ich habe in der Reha ja nicht nur Däumchen gedreht", erklärte der 30-Jährige, der zuletzt mit Macht auf sein Comeback gedrängt hatte. "Zeitweise mussten wir ihn anbinden", beschrieb Sportchef Klaus Allofs die Ungeduld des Leistungsträgers, der gleich wieder zu einer prägenden Figur wurde.

Tragische Figur wurde dagegen Ersatztorwart Christian Vander, der den an Muskelproblemen laborierenden Tim Wiese ersetzte und bei zwei Toren patzte. (NRZ)

FRANK HELLMANN



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