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Pauschalreisen

Was die Euro-Krise für Griechenland-Urlauber bedeutet

13.06.2012 | 08:45 Uhr
Was die Euro-Krise für Griechenland-Urlauber bedeutet
Viele Deutsche vermeiden Urlaub in Griechenland.Foto: ddp

Berlin.   Statistiken belegen, dass die Situation im Pleite-Staat Griechenland viele Deutsche davon abhält, dort ihren Urlaub zu verbringen. Sorgen sind jedoch unbegründet, wissen Reiseexperten. Im Gegenteil: Gerade jetzt kann es sich in einigen Fällen sogar lohnen.

Die Deutschen sind derzeit zögerlich, ihren Urlaub in Griechenland zu buchen . Die Buchungszahlen liegen unter Vorjahresniveau - weshalb die Preise sinken. Doch vielen Reisenden scheint die Aussicht auf Urlaub im Pleiteland nicht zu behagen. Kann ich jetzt überhaupt noch nach Griechenland reisen? Ja, klar. Zwar hat es in Griechenland in letzter Zeit ab und an große Demonstrationen gegeben, die von Gewalt begleitet waren. Diese aber konzentrierten sich auf vor allem auf die Großstädte - während laut Deutschem Reiseverband (DRV) 99 Prozent der Urlauber auf griechische Inseln fahren.

Dort sei die Krise auch weniger stark zu spüren. "Es gibt keine Einschränkungen in den Dienstleistungen oder in der Freundlichkeit der Menschen", sagt DRV-Sprecher Torsten Schäfer. Städtereisende sollten einfach vorsichtig sein: Sie sollten sich von Demonstrationen möglichst fernhalten. Was kostet mich der Urlaub im Pleiteland? Die griechischen Hotels haben auf die Zögerlichkeit der Urlauber reagiert und ihre Preise gesenkt - was die Reiseveranstalter mit Preisnachlässen von durchschnittlich etwa zehn Prozent an ihre Kunden weitergeben. Zugleich sind trotz Steuererhöhungen in Griechenland die Preise vor Ort in vielen Fällen gesunken: Es ist beispielsweise günstiger geworden, essen zu gehen.

Wie sichere ich mich vor Pleiten ab?

Geht eine Fluggesellschaft, ein Fährbetreiber oder ein Hotel pleite, stehen Pauschalreisende vergleichsweise gut da: Der Reiseveranstalter ist dann in der Pflicht und muss für Ersatz sorgen. Zudem haben die Urlauber unter Umständen Anspruch auf Preisminderung, weil die Reise nicht den gebuchten Kriterien entspricht. Es besteht hingegen kein Anspruch auf Schadenersatz, denn es handelt sich nicht um ein Verschulden des Veranstalters. Individualreisende stehen deutlich schlechter da: Fällt etwa aufgrund einer Pleite ihr Flug aus und sie kommen nicht ans Ziel, sind sie auf die Kulanz des Hotels angewiesen.

Was passiert, wenn es in Griechenland zu Unruhen kommt? Sollten die Spannungen entgegen der Erwartungen eskalieren, können Urlauber ihre Reise unter Umständen absagen. Das gilt etwa, wenn das Hotel direkt von Gewalt betroffen ist, wie Reiseexpertin Sabine Fischer-Volk von der Verbraucherzentrale Brandenburg sagt. DRV-Sprecher Schäfer betont, die Sicherheit ihrer Gäste stehe für die Reiseveranstalter an erster Stelle. Da die Unternehmen in solchen Fällen leichter umplanen können, sind auch hier Pauschalurlauber wieder etwas besser gestellt. Die Reiseveranstalter können ein Ersatzangebot machen, dieses muss laut Verbraucherzentrale aber zumutbar sein.

Und was ist, wenn plötzlich wieder die Drachme eingeführt wird?

Auch in diesem Fall müssen sich Urlauber eigentlich kaum Sorgen machen. Sie werden ja weiterhin über den Euro verfügen - der dann als harte Währung gelten und entsprechend gefragt sein dürfte. Der Reiseveranstalter TUI rät seinen Gästen, etwas mehr Bargeld als gewohnt mitzunehmen, falls etwa Bankautomaten gesperrt werden.

Verbraucherschützerin Fischer-Volk rät in diesem Fall eher zu Reiseschecks, die bei Verlust oder Diebstahl ersetzt werden. Sollte in Griechenland tatsächlich wieder die Drachme eingeführt werden, dürften die Preise in Euro gerechnet übrigens deutlich sinken - ein Vorteil für Urlauber. (AFP)


Kommentare
13.06.2012
14:48
Was die Euro-Krise für Griechenland-Urlauber bedeutet
von nothdurft | #3

Preiswert ??? von wegen. Super 1.78 , Tasse Kaffee 4,- € , usw. Die durchschnittlichen Lebensmittelpreise liegen über deutschem Durchschitt.

13.06.2012
13:43
Was die Euro-Krise für Griechenland-Urlauber bedeutet
von bonafide | #2

Abgesehen vom preiswerten Urlaub hilft mir das aber nichts wenn ich zusammengeschlagen weil Deutscher, in einem griechischen Krankenhaus unfreundlich und nötdürftig versorgt werde.
Also meide ich doch solche Länder und fahre entweder ins schöne Greetsiel oder fliege nach Mallorca.
Mag teurer sein, aber ist gesünder und weniger stressreich.

Urlaub mach ich nur da, wo man auch Deutsche mag und nicht zusammenschlägt oder als NAZI bezeichnet.

13.06.2012
10:21
Steuern zahlen in Griechenland
von EU-lenspiegel | #1

Ich glaube uns Deutsche interessiert am meisten.
Werden die Einnahmen in Restaurants und Hotels in Griechenland auch rechtsgültig versteuert.
Hat das Restaurant und die Hotels immer pünktlich seine Steuererklärungen abgegeben.

Gibt es auch keine Schwarzarbeit.
Diese Sorgen würden uns Deutschen doch den ganzen Urlaub vermiesen. Ein Grund, über 30% wegen entgangener Urlaubsfreude, von den Reisebüros zurückzufordern.


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