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Interview

MSC Deutschland-Geschäftsführer Michael Zengerle im Interview

15.04.2012 | 08:45 Uhr
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Deutschland-Geschäftsführer Michael Zengerle möchte "möglichst viele Zielgruppen auf einmal erreichen".

Essen.  "Die Kreuzfahrt ist einst mit einem einzigen Standard-Produkt gestartet, heute gibt es die maximale Vielfalt", freut sich MSC Deutschland-Geschäftsführer Michael Zengerle. Im Interview spricht er über die Folgen des Costa Concordia Unglücks und die Entwicklungen in der Kreuzfahrt-Branche.

Die Reederei MSC, die größte konzernunabhängige Kreuzfahrtgesellschaft der Welt, begibt sich auf neues Terrain. Mit einer massiven Angebotserweiterung von Nordland- und Ostseefahrten ab Hamburg und Kiel will sie ihren Anteil an deutschen Gästen erheblich steigern. Wir sprachen mit Deutschland-Geschäftsführer Michael Zengerle.

Seit einem halben Jahr leiten Sie die Deutschland-Geschäfte von MSC Kreuzfahrten, zuvor waren Sie als Geschäftsführer von Norwegian aktiv. In welchem Zustand haben Sie die Reederei angetroffen, als Sie die Stelle angetreten haben?

Michael Zengerle: Ich habe ein sehr engagiertes Team übernommen, welches bereits eine enorme Aufbauarbeit geleistet und MSC als führenden Anbieter von Kreuzfahrten im deutschen Markt etablieren konnte. Meine Aufgabe besteht nun darin, das Bewährte beizubehalten und neue Entwicklungen aufzugreifen.

Konkret?

Zengerle: Wir haben beispielsweise gerade unsere Webseite so umgestellt, dass ab sofort auch bei uns die Online-Buchungen möglich sind. Bislang war MSC ausschließlich über Reisebüros buchbar.

Bieten Sie künftig also günstigere Reisen an als die Reisebüros?

Zengerle: Nein. Wir haben über alle Buchungskanäle Preisparität. Aber unabhängig davon wollen viele Endverbraucher direkt bei uns buchen.

Als Geschäftsführer von NCL waren Sie Teil eines internationalen Kreuzfahrtkonzerns. MSC ist nach wie vor ein Familienunternehmen. Welches Modell ist aus Ihrer Sicht erfolgreicher?

Zengerle: Hier bei MSC verfügen wir über kurze und sehr schnelle Entscheidungswege, was ich als sehr positiv erachte. Ebenso wie die Tatsache, dass sich die Leidenschaft und auch das know-how der Inhaberfamilie auf die Mitarbeiter überträgt. Welches Modell aber letztlich das bessere oder schlechtere ist, vermag ich nicht zu sagen. Am Ende entscheidet, glaube ich, die Produktqualität.

Stichwort Positionierung. MSC ist hierzulande bislang als italienische Reederei bekannt. Nach der Costa-Havarie nicht gerade ein Prädikat, mit dem man in Deutschland punkten kann.

Zengerle: Da muss ich widersprechen. Das Unglück hatte für uns keine Negativfolgen bezogen auf die Buchungsentwicklung. Unabhängig davon sind wir aber schon länger dabei, unser mediterranes Bordleben in den Mittelpunkt zu stellen. Natürlich finden Sie bei uns auch italienische Elemente wie einen Cappuccino oder Pastaspezialitäten. Aber die richtige Klammer ist für uns das mediterrane Lebensgefühl im Allgemeinen und weniger die italienische Kreuzfahrtkultur im Speziellen.

Havarierte "Costa Concordia"

  1. Seite 1: MSC Deutschland-Geschäftsführer Michael Zengerle im Interview
    Seite 2: "Es ist eine Mär, dass der Deutsche ausschließlich auf ein rein deutschsprachiges Schiff will"

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Kommentare
15.04.2012
10:40
MSC Deutschland-Geschäftsführer Michael Zengerle im Interview
von artie_aus_essen | #1

Liest bei der WAZ eigentlich niemand Korrektur ? "mediteran" schmerzt echt... und dann noch auf der Startseite als Überschrift. Ich spendiere einfach mal ein "r" ;-)

2 Antworten
MSC Deutschland-Geschäftsführer Michael Zengerle im Interview
von Moderation | #1-1

Das Wort "mediterran" kommt zweimal vor, beide Male richtig geschrieben. Möchten Sie sich als ehrenamtlicher Lektor bewerben?

Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #1-2

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

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