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Günstig aber gefährlich - Reise-Buchung im Internet

17.01.2013 | 11:45 Uhr
Günstig aber gefährlich - Reise-Buchung im Internet
Die meisten Anbieter von Ferienwohnungen informieren Reisewillige im Internet über ihre Angebote. Vor der Buchung empfiehlt sich jedoch ein kritischer Blick - ein Widerrufsrecht gibt es bei der Internet-Buchung nämlich nicht. Foto: Johannes Kruck

Stuttgart.  Das Reisebüro ist out, heute buchen Urlaubsreife ihr Hotel oder Ferienhaus zunehmend im Internet. Das ist einfach und häufig günstiger - aber auch gefährlicher. Wer online bucht, sollte ein paar Tipps beherzigen, damit aus dem Jahresurlaub kein Desaster wird.

Ein Ferienhaus oder eine Ferienwohnung für den nächsten Urlaub in den europäischen Nachbarländern zu finden, ist dank Internet nicht schwierig. Nicht nur Vermittler, sondern auch die meisten Privatvermieter verfügen über eigene Webseiten mit Fotos, Preisen und Buchungsmöglichkeiten. Vor der Kontaktaufnahme oder der Buchung sollte man sich diese Seiten jedoch genauer ansehen und ein wenig recherchieren, rät André Schulze-Wethmar, Jurist beim Europäischen Verbraucherzentrum in Kehl.

So lassen sich unliebsame Überraschungen vermeiden. "Auf den Internetseiten sollten unter anderem die kompletten Kontaktdaten des Vermittlers oder Vermieters mit Adresse und Telefonnummer statt nur einer E-Mail-Adresse genannt werden", betont Schulze-Wethmar. Weiterhin sollten das Mietobjekt und sein Standort möglichst genau beschrieben werden. So lässt sich leichter überprüfen, ob dieses auch wirklich existiert und es sich nicht um ein betrügerisches Angebot handelt.

Bei Ferienwohnungen im Internet besteht kein Widerrufsrecht

Vorsichtig sollte man sein, wenn Vorkasse verlangt wird: "Bei der Anmietung einer Urlaubsunterkunft sollte nur eine Anzahlung geleistet und der Rest vor Ort bezahlt werden", betont der Jurist. Er empfiehlt weiterhin, im Internet auf die Suche nach Erfahrungsberichten anderer Reisender zu gehen. Diese zeugen in der Regel nicht nur von der Existenz des Objekts, sondern können auch einen Eindruck von der Qualität des Angebots geben.

Für die Buchung eines Ferienhauses oder einer Ferienwohnung im Internet bestehe kein Widerrufsrecht , betont Schulze-Wethmar. Deshalb sei es wichtig, beispielsweise bei der Kontaktaufnahme über ein auf der Seite hinterlegtes Formular genau hinzuschauen: "Wer nur eine unverbindliche Anfrage schicken möchte, sollte sich vergewissern, dass es sich nicht um ein Buchungsformular handelt." Das sei leider nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen.

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