Deutsche buchen deutlich weniger Griechenland-Reisen
23.05.2012 | 08:45 Uhr 2012-05-23T08:45:00+0200
Berlin. Die Dauerkrise in Griechenland verschreckt offenbar deutsche Touristen: Bei den deutschen Reiseveranstaltern sind die Buchungen für Griechenland deutlich eingebrochen - und das trotz Preisnachlässen von bis zu 20 Prozent.
Wegen der Krise in Griechenland sind die Buchungen in das Mittelmeerland bei deutschen Veranstaltern deutlich eingebrochen. "In der deutschen Reisebranche lagen die Buchungszahlen für Urlaub in Griechenland bis Anfang der Sommersaison um 30 Prozent unter dem Vorjahr", sagte der Touristik-Geschäftsführer des Reisekonzerns Thomas Cook, Michael Tenzer, der Zeitung "Euro am Sonntag".
Das hoch verschuldete Griechenland steckt nach den Wahlen Anfang Mai nun auch in einer politischen Krise. Versuche, eine Regierung zu bilden, scheiterten. Deshalb wird am 17. Juni nun erneut gewählt. Bis zu den Wahlen hätten die Buchungen zwar wieder etwas zugelegt, sagte Tenzer.
Mit der Diskussion um Neuwahlen und den Euro-Ausstieg seien die Ängste aber wieder gestiegen und es werde wieder weniger gebucht - trotz deutlicher Preisnachlässe von bis zu 20 Prozent. Bilder von gewalttätigen Demonstrationen in den Großstädten schreckten die Reisenden ab, obwohl die Lage in Urlaubszielen wie Kreta und Rhodos friedlich sei. Thomas Cook selbst habe insgesamt aber "keine Buchungsverluste, weil unsere Kunden auf Spanien oder die Türkei ausweichen", sagte Tenzer.
Reisende weichen auf andere Mittelmeerländer aus
Buchungen und Umsatz lägen bei Thomas Cook insgesamt um ein beziehungsweise zwei Prozent über dem Vorjahr. Falls die Griechen tatsächlich zur Drachme zurückkehrten, werde es zwar gesamtwirtschaftliche Turbulenzen geben. "Wir sehen das allerdings entspannter, da wir mit Hoteliers und Partnern Verträge in Euro haben. Die müssen auch in Euro beglichen werden."
Griechenland kämpft seit Jahren gegen die Schuldenkrise und steckt im fünften Jahr in Folge in der Rezession . Inzwischen wird offen über einen Austritt aus der Eurozone diskutiert, nachdem bei der Wahl vom 6. Mai Parteien gestärkt wurden, die ein Ende des von den internationalen Geldgebern verlangten Sparkurses fordern. AFP)
18:26
Wenn Deutsche dort als Nazi beschimpft werden, darf man sich darüber nicht wundern.
Zudem verstehe ich die Abneigung der deutschen Steuerzahler für alles, was mit Griechenland zu tun hat. Die Leute hier sind einfach wütend wenn sie sich klar machen, dass ihr Geld nach Griechenland ins Nimmerwiedersehen verschwindet, weil man es dort nicht geschafft hat, von ihren eignen Leuten Steuern einzutreiben.
das ist auch genau meine meinung....
18:09
Griechenland war ohnehin immer überteuert.
Zurzeit tut Griechenland doch alles, um sich als attraktiver Gastgeber zu präsentieren.
13:24
.... weil sie schlau sind. Um sich als "Schuldige" an der griechischen Misere anmachen - oder gar verprügeln - zu lassen muss man nicht nach Griechenland reisen. - siehe @#2. Und - bei der Versorgungsmisere und andauernden Streiks kann ein Urlaub in Griechenland für echte und teure Euros auch schon mal zum Abenteuerurlaub entarten. Wer will sich das denn antun?
10:30
Um sich verprügeln zu lassen, muss man nicht nach Griechenland reisen. Es genügt eine Fahrt in der Berliner U- oder S-Bahn.
09:32
Außer der Tourismusbranche dürfte sich kaum jemand über diese Meldung wundern. Man muß zu viel Geld haben und Masochist sein, wenn man unter den derzeigen Umständen Urlaub in Griechenland macht. Ich brauche keine überhöhten Preise und mg mich auch nicht als "Nazi" bschimpfen lassen.