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Glatteis

700 Räumfahrzeuge kämpfen gegen Schnee und Glatteis

15.01.2013 | 15:45 Uhr
Über 700 Räumfahrzeuge waren im Einsatz, um die Straßen in NRW vom Schnee zu befreien.Foto: Manuela Schwerte / WAZ FotoPool

Essen.  Am Montag waren Räumdienste vom Schneeeinbruch überrascht - am Dienstag waren sie oft überfordert. Der Winter hat NRW im Griff. Auf den Straßen sorgt das für Stillstand. Nahverkehrsbetriebe mahnen, auch im Rest der Woche drohen Verspätungen. Kurios: In Düsseldorf liegt mehr Schnee als im Sauerland.

Schnee im Januar – das sollte völlig normal sein. Und doch waren viele Bürger in Nordrhein-Westfalen überrascht, als sie am Montag aus ihren Fenstern blickten. Flocken hier und da hatten die Meteorologen im Vorfeld auf dem Schirm gehabt – allerdings keine zehn Zentimeter Neuschnee. Der Schnee sorgte für Unfälle und Verspätungen im Berufsverkehr . Und auch am Dienstag meldeten die Verkehrsexperten vom WDR gegen 9 Uhr bereits bis zu 400 Kilometer Stau auf den Autobahnen in NRW - fast soviel wie am Vortag, wo der Schnee die Räumdienste kalt erwischt hatte.

Am Dienstagnachmittag spitzt sich die Lage im Essener Süden wegen gefrierender Nässe noch einmal zu. Da einige Streckenabschnitte derzeit nicht mehr befahrbar sind, haben einige Buslinien der EVAG um 17 Uhr den Betrieb zwischenzeitlich eingestellt.

Die Räumdienste haben mit den Witterungs-Verhältnissen zu kämpfen: "Wir können nicht überall gleichzeitig sein", sagte Bernd Löchter, Sprecher vom Landesbetrieb Straßen.NRW. 700 Räumfahrzeuge seien landesweit im Einsatz, in einigen der 80 Straßenmeistereien sei die ganze Nacht durch gearbeitet worden.

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In diesen Tagen macht der Stadtteil "Schnee" im Dortmunder Süden seinem Namen alle Ehre. Vor allem die Kinder freut der weiße Wintereinbruch.

Dass die Autobahnen im Ruhrgebiet am Morgen dennoch verschneit waren, hatte logistische Gründe: "Die Autobahnen waren geräumt und mit Salz bestreut, aber danach hatte es wieder zu schneien begonnen", erkärte Löchter. Die Räumpläne seien nicht spontan änderbar, jedes Fahrzeug sei gut drei Stunden auf Tour, auch Pausenzeiten und Schichtwechsel der Fahrer müssten berücksichtigt werden.

Zug der S1 zwischen Essen und Bochum liegen geblieben

Die Bahn meldet zum Teil Verspätungen bis 30 Minuten. Zwischen Bochum und Essen ist am Morgen ein Zug der Linie S1 liegen geblieben.   Es fallen Verbindungen aus, bzw. werden umgeleitet. Grund sei ein Schaden am Triebfahrzeug der S-Bahn, die in Bochum-Ehrenfeld liegen geblieben ist, erklärte ein Bahnsprecher. Bis auf weiteres sei auf der S1 nur ein S-Bahngleis frei. Eine technische Störung sorgte am frühen Morgen auch für Verspätungen an der Strecke Köln-Düsseldorf zwischen Köln-Mülheim und Langenfeld, sei aber mittlerweile behoben, hieß es gegen 10 Uhr: "Wir haben keine großen Witterungsprobleme im Bahnverkehr", sagte der Bahnsprecher mit Blick auf die gesamte Verkehrssituation. Zum Teil aber gibt es erhebliche Verspätungen im S-Bahn- und Regionalverkehr; Züge sind zum Teil bis zu 20 Minuten zu spät. Ein oft genannter Grund: "Verspätung aus vorheriger Fahrt". Im Fernverkehr werden Verspätungen bis zu 80 Minuten angezeigt.

Hier geht's zur Auskunft der Bahn.

Auf den Autobahnen staut sich der Verkehr am Dienstagmorgen zur Hauptzeit des Berufsverkehrs vor allem auf der A40 kräftig. Zwischen Moers und Dortmund meldet die Verkehrsinfo Autobahn.nrw.de gegen 9 Uhr nahezu lückenlos dichten bis zähfließenden Verkehr auf dem Ruhrschnellweg. Vor allem zwischen Mülheim und Essen staute sich der Verkehr in Richtung Dortmund; in Gegenrichtung gab es mehrere Staus zwischen Bochum und Essen. Ebenfalls hoch belastet war die A52, wo zwischen Essen und dem Breitscheider Kreuz Schneckentempo angesagt war. Auch auf der A42 und der A2 stand der Verkehr im Raum Dortmund-Gelsenkirchen-Duisburg streckenweise mehr, als dass er rollte.

Schnee überrascht NRW

Kommentare
16.01.2013
15:24
700 Räumfahrzeuge kämpfen gegen Schnee und Glatteis
von Spatenklopper | #52

Wir hatten heute in der Firma eine Anlieferung aus den Niederlanden, erste Frage vom Fahrer " Habt ihr hier keinen Räumdienst?"

Im weiteren Gespräch...
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700 Räumfahrzeuge kämpfen gegen Schnee und Glatteis
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2013-01-15 15:45
Winter,Schnee,Wetter,Verkehr,Autobahn,Räumdienste
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