Regionalverband Ruhr darf wieder selbst planen
16.10.2009 | 18:20 Uhr 2009-10-16T18:20:00+0200
Essen. Nach mehr als 34 Jahren hat die planerische Dreiteilung des Ruhrgebiets ein Ende: Der Regionalverband Ruhr (RVR) erhält die Planungshoheit zurück. Bislang mussten sich Städte an die jeweils zuständige Bezirksregierung wenden, wenn sie ihre Flächennutzungspläne ändern wollten.
Für Heinz-Dieter Klink ist der kommende Mittwoch „ein historischer Tag”: Am 21. Oktober hat die planerische Dreiteilung des Ruhrgebiets ein Ende. Dann übernimmt der Regionalverband Ruhr (RVR), dessen Direktor Klink ist, wieder die Planungshoheit für das Revier. Wenn Städte ihre Flächennutzungspläne ändern wollen, große Straßen oder ein Einkaufszentrum bauen, dann müssen sie künftig beim RVR vorsprechen und nicht mehr bei der jeweiligen Bezirksregierung in Düsseldorf, Münster oder Arnsberg.
Seit 1975 waren die Zuständigkeiten geteilt – was Thomas Rommelspacher, RVR-Bereichsleiter für Planung, als „handwerklichen Unsinn” bezeichnet. Vier Regionalpläne gelten aktuell im Ruhrgebiet, bald schon will der RVR den ersten einheitlichen Plan seit 35 Jahren vorlegen. Außerdem soll auch es auch eine einheitliche Förderliste für Städtebau- und Verkehrsprojekte geben. „Da kann Dortmund sehen, was Duisburg bekommen soll”, so Rommelspacher.
"Sanfter Druck"
Er verspricht sich von der gebündelten Zuständigkeit ein besseres Miteinander. Der RVR versteht sich als Moderator und will „sanften Druck” auf die Kommunen ausüben, zusammen statt gegeneinander zu arbeiten.
Strategien gegen den demografischen Wandel wolle er mit den Städten besprechen, sagt Rommelspacher, aber auch „teilregionale” Probleme angehen – etwa, wie man mit dem Kiesabbau am Niederrhein umgeht oder den Lippe-Radweg fertigstellen kann. „Planung fängt aber nie bei Null an”, betont Heinz-Dieter Klink. 2000 Aktenordner werden in diesen Tagen aus den Bezirksregierungen zum RVR geschafft.
21:22
Macht die Bezirksregierung in Düsseldorf, Münster oder Arnsberg. ganz zu !!