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Zwölf Bahnhöfe am Niederrhein fallen durch

03.03.2010 | 21:36 Uhr
Zwölf Bahnhöfe am Niederrhein fallen durch

Am Niederrhein. Erstmals haben Profi-Tester des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr die Situation der Bahnhöfe am Niederrhein unter die Lupe genommen. Und die kommen zu einem überraschenden Ergebnis: Von 53 überprüften Stationen wurde der Zustand von zwölf Haltestellen als nicht akzeptabel bezeichnet.

Betroffen sind in erster Linie Bahnhöfe in den Großstädten: Die Duisburger Stationen Buchholz, Großenbaum, Hochfeld-Süd, Rahm, Schlenk, Rheinhausen, Rheinhausen-Ost, Rumeln und Trompet schnitten ebenso schlecht ab wie die Bahnhöfe in Krefeld-Linn, in Viersen-Dülken und in Voerde-Friedrichsfeld.

Drei Dinge haben die Profi-Tester vom VRR unter die Lupe genommen: Die Sauberkeit und Funktion der Zugänge bzw. der Bahnsteige sowie die Verunreinigung durch Graffiti. Die stellte sich in vielen Fällen als das größte Problem heraus. Unter anderem in Friedrichsfeld. Der Verbund testet derzeit an zwei Bahnhöfen eine Kamera-Überwachung, um das Problem in den Griff zu bekommen.

Dass aber zum Beispiel der Bahnhof in Dinslaken nicht barrierefrei ausgebaut ist und Behinderte auch künftig in einem Lastenaufzug transportiert werden müssen, hat der Verkehrsverbund nicht bemerkt. Auch der katastrophale Zustand der sanitären Anlagen in den Bahnhöfen wurde nicht untersucht.

Dach ist völlig marode

Dennoch bewegt sich an niederrheinischen Bahnhöfen eine Menge. Die Halle des Duisburger Hauptbahnhofs wurde inzwischen saniert. Wie die VRR-Tester allerdings die Funktion der Bahnsteige als akzeptabel bewerten konnten, obwohl seit Jahren bekannt ist, dass das Dach marode ist, bleibt fraglich.

Bis 2013 sollen im Rahmen einer Modernisierungsoffensive die Bahnhöfe in Duisburg-Großenbaum, Rheinhausen, Krefeld, Krefeld-Oppum, Viersen-Dülken und Emmerich modernisiert werden. In Wesel und Moers sind die Arbeiten in vollem Gange bzw. fast fertig.

Wie unzufrieden die Kunden mit der Situation der Bahnhöfe sind, wird bei der Frage nach der Zufriedenheit deutlich. Dort rangiert die Frage nach dem Zustand der Stationen und nach der Zufriedenheit mit der Fahrgastinformation an den Bahnhöfen deutlich unter der Gesamtzufriedenheit der Kunden.

Markus Peters



Kommentare
25.06.2010
12:00
Zwölf Bahnhöfe am Niederrhein fallen durch
von ubu | #8

@koloniejunge - ich wusste garnicht, dass die zwischen Viersen/Mönchengladbach und Venlo eingesetzten Nahverkehrswagen der DB in der DDR beschafft wurden...
Außerdem - da ist ja ein Ende absehbar. Und zwar dann, wenn die niederländischen Behörden die Triebwagen der Bauart FLIRT der Eurobahn für den kurzen niederländischen Abschnitt endlich mal zugelassen haben.
Aber sicher findet der Koloniejunge auch dann noch was zu meckern...

11.03.2010
21:39
Zwölf Bahnhöfe am Niederrhein fallen durch
von Dorothea Moesch | #7

Rolltreppen sind auch so praktisch für Rollstuhl-Fahrer, gelle.

Aber Hauptsache, als Fußgänger mal wieder was zum Thema Mobilität geschwatzt.

04.03.2010
10:23
Zwölf Bahnhöfe am Niederrhein fallen durch
von DiesUndDas | #6

Das größte Problem ist Graffiti? Diese hässlichen Betonwände schreien nach Farbe. Zugegeben: Hier könnte man auch Kunst anbringen, indem man gezielt Graffiti-Künstler anspricht.
Das größte Problem ist für mich die Erreichbarkeit der Bahnsteige: wenn aus Platzgründen keine Rampen möglich sind, müssten wenigstens Rolltreppen (in beide Richtungen), noch besser aber funktionierende Aufzüge installiert werden. Und die sollten videoüberwacht werden, nicht die Wände!

04.03.2010
09:40
Zwölf Bahnhöfe am Niederrhein fallen durch
von strubbel | #5

was ich in grossenbaum hauptsächlich bemängel ist;wenn der aufzug ausfällt(oft wochenlang) man als rollstuhlfahrer erst wieder mit dem bus zur stadt fahren muss und dann wieder an grossenbaum vorbei fährt um nach düsseldorf zu kommen.die sauberkeit ist ein weiterer punkt.heute liegt noch der sand vom schneewetter.aber ich frage mich immer wieder;wieso regen sich z.b. ältere menschen auf wenn sie es den jungen vormachen?es fängt an bei tempotücher auf den bahnsteig werfen.die schuhe auf den sitzen zuschnüren.oder wenn mit den rädern durch den tunnel gefahren wird.es sind aber genau die leute welche dann auf die jugend schimpfen.natürlich ist es nicht gut wie sich einige verhalten,bevor man auf andere schaut sollte man vor der eigenen türe kehren.übrigens,ich bin fast 70 jahre alt und dennoch bin ich kritisch gegenüber den leuten welche nur noch auf die jugend schimpfen,denn diese ist das was wir daraus machen.ob elternhaus oder gesellschaftlich.

04.03.2010
00:29
Zwölf Bahnhöfe am Niederrhein fallen durch
von koloniejunge | #4

Captain Willard

Baerl HATTE mal 2 Bahnhoefe
Den Katholischen und den Bundesbahn Bhf

Welche Kriterien die Pruefer hatten ??
Beim Koloniejungen (Baeren Ticket Besitzer )
Fallen alle Bhf durch ,
Duelken und Friemersheim sind erst vor ca 3 /4 Jahren Modernisiert worden
Wobei in Friemersheim die Aufzuege oder eine Rampe wie in Uerdingen fehlen .
In Viersen ist der Aufzug Gl 3 seit dem Krieg schon defekt (Ganz Neu eingebaut im 2008 )
Lt Bahn keine Ersatz Teile zu kriegen
Was ist in Moers FAST fertig ?

Rampen von denen aus Menschen in die Zuege steigen ,als Bahnhoefe zu bezeichnen ist Hohn .

Viersen --Boisheim steigen Sie da mal in den HASCH Express mit Fahrrad oder Kinderwagen ein
Abenteuerlich ,ohne Hilfe kaum machbar,es sei Sie haben viel KABA getrunken .
Ja und dann die Zuege auf der HASCH Linie

Das sind FERKEL TAXEN ,
Ausrangierte Zonen Waggons
Man fuehlt sich um 50 Jahre zurueck versetzt ,
Mit dem Gefuehl ;Unser Erich hat mít diesem Zug seine Hochzeitsreise gemacht

Leute fahrt Bahn

03.03.2010
23:21
Zwölf Bahnhöfe am Niederrhein fallen durch
von Gerhard Niemeyer | #3

Oberhausen-Sterkrade ist zwar nicht unbedingt Niederrhein. Wenn Sie aber mal einen maroden Bahnhof sehen wollen, sollten Sie hier mals aussteigen.

03.03.2010
21:51
Zwölf Bahnhöfe am Niederrhein fallen durch
von CaptainWillard | #2

...vom Schreibtisch aus >:-)

03.03.2010
21:48
Zwölf Bahnhöfe am Niederrhein fallen durch
von CaptainWillard | #1

Rumeln ist kein Bahnhof - Rumeln ist lediglich ein Schienenhaltepunkt.

Aber dafür unter völlig freiem Himmel: rauchfrei.

Übrigens hat sich in den drei Jahren, in denen ich in Rumeln wohne, noch niemals ein Redakteur darum gekümmert, wie die vielen Mütter mit Kinderwagen zu den Gleisen hin und von den Gleisen herunter kommen.

In Rumeln herrscht nämlich Bürgersinn, da gibt es immer Jemanden, der anpackt.

Aber Jammern in Baerl und Moppern in Friemersheim ist wohl redaktionell einfacher zu bearbeiten.

Charmante Grüße vom Ternedenhof >:-)

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