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Zaubersalz zum Frühstück...

06.09.2010 | 16:02 Uhr

Am Niederrhein. Zur Niederrheinischen Landpartie hatten NRZ und Dehoga wieder eingeladen - und wir waren einen ganzen Tag lang in der Region unterwegs.

Was es doch nicht alles gibt. Ein Frühstück, zu dem Zaubersalz gereicht wird. Eine alte Wasserburg, die 2000 Tonnen Äppel in der Saison unter die Leute bringt, Kartoffeln, die man trinken kann, eine dekorative Kaplanei.  Und dann haben wir unsere Leser am Ende auch noch ganz alt aussehen lassen. Zur Niederrheinischen Landpartie sind wir am Samstag mit einen Bus voller erwartungshungriger Leser aufgebrochen. Gemeinsam mit dem Dehoga Nordrhein (Deutscher Hotel- und Gaststättenverband in Duisburg) haben wir zur kulinarischen Expedition eingeladen (Bildergalerie von der Niederrheinischen Landpartie ).

Als hätte die Familie Gietmann in Alpen-Veen geahnt, dass wir einen langen Tag vor uns hatten - im Landhaus Gietmann zwischen mannshohem Mais und niederrheinischer Einsamkeit gab’s einen herzhaften Auftakt - mit all dem, was ein Niederrheiner am Morgen so braucht: Eier, Käse, hausgemachtes in Pelle und Kruste - und ein paar Überraschungen. Akkordeonmusik vom Hausherrn persönlich, zum Beispiel.

Ziel: Schloss Bloemersheim

Bevor der Willy Gietmann dann auf die Idee kommen konnte, unschuldige Leser zu zersägen oder hinter schwarzen Tüchern verschwinden zu lassen, kletterte die Landpartie in den Bus und steuerte Schloss Bloemersheim in Neukirchen-Vluyn an. Jeannette Freifrau von der Leyern führte höchstpersönlich durch Schlossanlage und die üppigen Obstplantagen. Heute beginnt die Apfelernte - fast 2000 Tonnen werden handverlesen in Neukirchen-Vluyn pro Saison geerntet und direktvermarktet. Seit mehr als sechs Jahrzehnten wird in den von der Leyenschen Obstbetrieben Tafelobst angebaut - auf Bloemersheim sind es allein 22 verschiedene Apfelsorten - vom Piros bis zum Braeburn. Und dass Liebe und Engagement in jedem Apfel stecken, konnten unsere Leser kosten - frisch vom Baum.

Mit Erdäpfeln wiederum kennt sich die Familie Bode gut aus - Andreas Bode empfing die Landpartie in der „Kartoffelkiste“, Duisburgs ältestem Gasthaus (1770) mit Kartoffeln im Gläschen (eisgekühlt), Kartoffeln aus der Pfanne (als Reibeküchlein-Deckel für das Schnäpsken), Kartoffeln im Schmandkleid und dazu: Kartoffelwurst. Das macht satt und neugierig - die Bodes hatten vorgesorgt und das Rezept schon mal kopiert...

Die alte Kaplanei in Geldern-Veert

Einmal quer durch den Niederrhein und schwupp, nächster Halt: die alte Kaplanei in Geldern-Veert. Ein Besuch bei Gabriele Pfeufer und Sie wissen, dass in Ihrem Garten noch ganz viel Platz ist für Engelchen und Töpfchen.

In dem Haus, einst Wohnung von Kaplänen, später Lehrern, funkelt heute Dekoratives aus Silber und Glas. Zum Anschauen und Kaufen. In ihrem urig-idyllischen Privatgarten servierte die Keramikkünstlerin anschließend Kaffee an der reich gedeckten Kuchentafel für die Gäste.

Welch ein Tag! Und wie konnte er besser ausklingen, als mit einer fruchtigen Altbierbowle im „Diebels Live“ in Issum. Zu frischem Obergärigem und Brezeln im Brauereiausschank gab Betriebsleiter Roland Rinio dann noch ein paar amüsant untermalte Familiengeschichten der „Diebels“ und viel Informatives rund um die Braukunst zum Besten.

Tolle Region, dieser Niederrhein.

Heike Waldor-Schäfer, Elke Wiegmann

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