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Hochkonjunktur für Streusalz

21.12.2009 | 17:40 Uhr
Hochkonjunktur für Streusalz

Kreis Kleve. Nach einem Wochenende im Schneechaos entspannte sich am Montag die Lage im Kreis Kleve wieder. Der Verkehr am Flughafen läuft wieder normal, auch auf den Straßen gab es bisher keine schlimmeren Unfälle. Die Polizei mahnt dennoch weiter zur Vorsicht.

Entwarnung will Heinz van Baal, Pressesprecher der Kreispolizei, noch nicht geben. Aber zumindest konnte er gestern nach dem Wochenende ein positives Zwischenfazit ziehen: „Bisher ist alles sehr glimpflich verlaufen, die momentane Lage auf den Straßen ist gut.” Vier Unfälle gab es im Laufe des Montag Vormittags, alle nur mit Sachschaden, ohne Verletzte. Ähnlich die Bilanz vom Wochenende: Zwölf Unfälle gab's, viel kaputtes Blech, einen Leichtverletzten. Vorallem zu hohe Geschwindigkeiten und zu geringe Abstände zum Vordermann führten zu Unfällen. „Auch in den nächsten Tagen müssen Autofahrer vorsichtig sein. Die Lage kann sich wieder deutlich ändern.” Beispielsweise dann, wenn der Schneematsch auf den Straßen gefriert.

Flugbetrieb läuft wieder nach Plan

Am Flughafen Weeze hat sich die Lage deutlich entspannt. Seit dem Montagmorgen konnte wieder der normale Flugbetrieb aufgenommen werden. „Die Flugzeuge konnten alle nach Plan starten, es gab nur minimale Verspätungen von maximal 30 Minuten”, so Flughafensprecher Holger Terhorst. Auch Andreas Roth vom Landesbetrieb Straßen NRW gibt Entwarnung: „Alle Autobahnen in unserem Gebiet sind frei vom Schnee.” Gleiches gilt für die Zubringer. Im Klever Stadtgebiet bessert sich die Lage ebenfalls. „Die Hauptverkehrsstraßen sind frei”, konnte Rolf Janssen, Betriebsleiter der Umweltbetriebe der Stadt Kleve gestern vermelden. „Jetzt sind die Nebengebiete an der Reihe.”

Nach wie vor sind Einsatzfahrzeuge und Mitarbeiter ohne Pause unterwegs. Probleme meldete gestern auch die Niag. Der City-Bus Kleve musste seinen Betrieb bis auf weiteres einstellen. Auch die anderen Buslinien kämpfen mit dem Schnee. Nicht ganz so hart trifft es den Bahnverkehr: Die Nordwestbahn meldete für die Strecke zwischen Kleve und Düsseldorf Verspätungen zwischen zehn und 20 Minuten.

Frostschutzmittel, Eiskratzer und Batterien

Auch der Einzelhandel spürt das Wetter. Beim Autoteilehandel van Eyckels in Kleve finden momentan besonders Frostschutzmittel, Streusalz, Eiskratzer und ähnliches Winterzubehör dankbare Abnehmer, wie Stefan van Beeck weiß. Und Batterien, denn die vertragen die eisigen Temperaturen nicht gut. Streusalz steht auch auf der Liste der Baumarktkunden von Rosemarie Langenberg bei Swertz in Kleve ganz oben. Ebenfalls beliebt: Schneeschieber und Schlitten.

Verfrühte Weihnachtsferien gab es für Kleves Schüler nicht. Zumindest nicht offiziell. Das Schulministerium überließ die Entscheidung jedoch Eltern und Schülern. So konnte Greta Arendsen von Berufskolleg Kleve bestätigen, dass einige Schüler nicht zum Unterricht kamen, die Schule war jedoch regulär geöffnet.

Spätestens am Mittwoch beginnen dann sowieso überall die Ferien. Und vielleicht können dann auch die vielen neuerworbenen Schlitten im Kreis noch ausprobiert werden. Oder nach Weihnachten...

Maren Reimer

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