Deutsche machen Urlaub um die Ecke
31.01.2011 | 18:24 Uhr 2011-01-31T18:24:00+0100
Am Niederrhein.Lothar Peters rieb sich bei einem Pressetermin vergangene Woche in Düsseldorf wohl eher unbewusst die Hände. „Wir sind ganz gut dabei“, sagte der Deutschland-Direktor des Niederländischen Büros für Tourismus & Convention (NBTC) dann auch bescheiden.
Der Mann könnte sich fürs Erste zufrieden zurücklehnen. Im vorigen Jahr haben die Niederlande einen Ansturm ausländischer Besucher erlebt. Insgesamt elf Millionen Gäste kamen 2010 in das kleine Königreich, fast so viele wie im Rekordjahr 2007 und gar elf Prozent mehr als im so genannten Krisenjahr 2009, das für den holländischen Tourismus nicht wirklich ein Krisenjahr war. „Selbst da haben wir glücklicherweise noch ein Plus von drei Prozent gemacht“, erklärt Peters. In diesem Jahr erwartet das NBTC, das seine Daten vom niederländischen Statistikamt CBS bezieht und zudem das Marktforschungsinstitut GfK mit Studien über Gästezahlen beauftragt, weiter steigende Zahlen. Und NBTC zählt nur die Urlauber mit mindestens einer Übernachtung.
Deutschland ist dabei seit Jahren das wichtigste „Touristik-Herkunftsland“ für die Niederlande, der Großteil der Urlauber kommt vom Niederrhein und aus NRW. Durchschnittlich 3,5 Millionen Deutsche reisen laut GfK jährlich in das Nachbarland. 2010 waren es fünf Prozent mehr als im Vorjahr. „Die Deutschen entscheiden sich immer mehr für Kurzurlaube und für die kürzeren Wege“, meint NBTC-Referentin Alexandra Klaus. „Sie wollen nämlich auch dann in die Ferien, wenn sie bei knapper Kasse sind.“
Bemerkenswert war zuletzt vor allem die Steigerung der deutschen Gästezahlen in Maastricht, offenbar Boomtown für die germanischen Nachbarn. In die Stadt am Dreiländereck kamen im Vorjahr 15 Prozent mehr Deutsche als 2009.
Während in den vergangenen beiden Jahren die groß angelegte Marketingkampagne „Holland Art Cities“ laut NBTC rund 50 Millionen Euro für den niederländischen Tourismussektor eingebracht hat, steht 2011 im Zeichen des kulturellen Erbgutes „Dutch DNA“. „Das ist ein von uns initiiertes Projekt, bei dem wir unsere Partner - die Städte, Museen oder Nationalparks - mit ins Boot holen werden“, sagt Alexandra Klaus. Die Seite „www.dutchdna2011“ gibt dabei einen ersten Überblick. Das Projekt soll „Altbekanntes und Neues zusammenbringen“ und Touristen zeigen, was Holland hinsichtlich Design, Mode, Architektur und kulturellem Erbe zu bieten hat.
Kultur und Mode
in Arnheim
Apropos Mode: Arnheim wird in diesem Jahr wieder Anziehungspunkt für Fashionfreunde aus aller Welt sein. Vom 1. Juni bis 3. Juli steigt in Arnheim, die auch die Modeakademie „ArtEZ“ beherbergt die Modebiennale, die Kultur und Mode in größtmöglichem Umfang miteinander verbindet.
Für Arnheim kann sich die Titelsammlung der vergangenen drei Jahre ohnehin sehen lassen. Erst wurde die Innenstadt zur attraktivsten des Landes gekürt, dann ging es auf Platz eins der Rangliste der grünen Städte.
„Die Modebiennale richtet sich nicht nur an die Fachleute, sondern ist gerade auch für Publikum interessant, da sich die Veranstaltung in der ganzen Stadt abspielt“, weiß Alexandra Klaus von NBTC. „Wir werden dort auf jeden Fall für unsere Touristen noch aktiv werden.“
19:02
Ja, ab in die Niederlande!
In nur drei Stunden von Bochum nach Den Helder,
in knapp über zwei Stunden von Essen nach Zandvoort, und schon locken die Nordseestrände!
Wellen, Sand und nicht etwa warten auf die Flut wie in Greetsiel.
Hier ist immer Wasser- Tag und Nacht!
Und wer es noch näher haben will: ab zum Isselmeer - in nur 90 Minuten !
Die Niederlande sind einen Kurzurlaub wert!
Tot sins!