230.000 Gäste bei der Extraschicht im Ruhrgebiet
02.07.2012 | 06:34 Uhr 2012-07-02T06:34:00+0200
Ruhrgebiet. Besucherrekord: 230 000 Gäste kamen, um sich die Industriekultur von ihrer schönsten Seite anzusehen. Die Ruhr Tourismus GmbH freute sich sehr über so viel Zuspruch zur Extraschicht. Ein Streifzug durch Essen, Dortmund, Duisburg, Oberhausen, Bochum und Mülheim.
Wie die Ruhr Tourismus GmbH am Sonntag mitteilte, wurden knapp 230 000 Besucher von der Nacht der Industriekultur angelockt. Besonders stark gefragt: Zollverein in Essen. 38 000 Gäste sahen sich hier Ausstellungen und Lichtinstallationen an.
Paukenschlag in Dortmund
Auf der Zeche Zollern in Dortmund gibt es den ersten Paukenschlag der Nacht der Industriekultur. „Fascinating Drums“ marschieren in die Maschinenhalle ein. Auf dem Gelände der Kokerei Hansa in Huckarde versuchen sich unterdessen experimentelle Künstler. Das erste deutsche Stromorchester macht Musik mit Staubsaugern, Toastern und Mixern – und das machen sie gut.
Schräge Klänge in Mülheim
Sphärisch-schräge Klänge im Raffelberg-Park Mülheim : Das „absurde Klangspektakel Klangzinnober“ entlockt Alltagsgegenständen wie Luftpumpen, Fernbedienungen, Flaschen und Tischtennisbällen überraschende Melodien. Schauspieler des Theaters an der Ruhr zeigen sich kostümiert. Im MüGa-Park verzaubert Scarlett Andrews als Marilyn Monroe.
Sie sind längst eine große Nummer: Die Street-Art-Künstler von „Urbanatix“ faszinieren, wo immer sie auftauchen. So auch Samstagabend im Bochumer Westpark mit ihrer Uraufführung von „Welcome To The Machine“. 45 junge Artisten und sechs internationale Akrobaten präsentierten zur Musik von Pink Floyd eine Performance, die inspiriert war vom Charme des Ortes.
Die Schachtzeichen-Ballons tauchen auf
Wie in einigen anderen Städten: Auch in Duisburg tauchen Ballons auf, die noch von der Ruhr.2010-Schachtzeichenaktion bekannt waren. So zum Beispiel im Innenhof des Binnenschifffahrtsmuseums. Als es draußen dunkel wird, wird hier ein 20 Meter hohes Schiffsmodell in der Mitte der Museumshalle angestrahlt, dazu ertönt eine betörende Geräuschcollage.
Gemütliche Schunkel-Stunden in den Sitzreihen vor der Rehberger Brücke in Oberhausen. „Seemann, lass das Träumen!“ Das Oberhausener Theater hat extra seine Spielzeitferien verschoben, um endlich einmal mit einem eigenen Programmpunkt bei der Extraschicht dabei zu sein. Als Kapitän, Schiffskoch oder Bootsjunge singen sie Seemannslieder am Rhein-Herne-Kanal.

13:07
Im Grossen und Ganzen war die Extraschicht super organisiert. Wenn man vorher eine zumindest grobe Planung gemacht hatte und vor Ort nicht auf den Mund gefallen war, kam man gut zurecht. Sowohl die Servicemitarbeiter als auch andere Besucher waren durchweg auskunftsfreudig und freundlich.
Negativ viel uns auf, daß an den Ausgängen des Duisburger Hbf kein Servicestand aufgebaut war und auch keine Infoschilder, -tafeln etc. zu finden waren. Nach einigem Suchen und Laufen fanden wir zwar einen Mitarbeiter, der war allerdings nicht gut informiert über die Bahnline zum Landschaftspark.
Überfüllt war unser Bus nach der letzten Lasershow vom Nordsternpark nach Bochum Hbf. Hier wären vielleicht Servicemitarbeiter der VRR hilfreich, die den Mitfahrern sagen könnten, daß in etwa 15 Minuten ein weiterer Bus kommt. Unser Busfahrer hin zum Nordsternpark drehte sogar eine Extrarunde im Kreisverkehr, klasse!!!
Diese Kriitk ändert aber nichts daran, daß unsere Tour insgesamt bestens geklappt hat.
12:16
Bei einer solch großen Veranstaltiung kann nicht alles problemlos laufen, das muss jedem klar sein, der so etwas besucht.
Wir waren in Bochum und Dortmund unterwegs, klar die Busse waren proppenvoll, aber wir haben viel Tolles gesehen. Schwach fand ich nur die Brauerei Fiege.
12:12
ob Standorte peinlich schwach waren, oder nicht, ist die Sache der Besucher. Man hatte es schließlich im Programm und wollte jedem etwas bieten.
Mit den Shuttelbussen fiel es mir in diesem Jahr auch auf. Es war das erste Mal, dass ich sowohl Busse als auch U-Bahnen ohne mich fahren lies, weil sie mehr als voll waren. Da muss man vielelicht über einen 10-Minuten-Takt nachdenken - vor allem, wenn die U-Bahn eh im 15-Minuten-Takt fahren...
Dass die Haltestellen nicht gut ausgeschildert waren kann ich hingegen nicht betätigen, allerdings war ich auch nicht an allen 53 Spielorten.
11:39
Ich finde es schon nachlässig, dass nirgendwo von den Organisatorischen Defiziten der Extraschicht berichtet wird. Wahrscheinlich hat man einen der Organisatoren befragt und der hat natürlich nur nette Sachen gesagt. Man muss ja nur die Einträge auf der Facebook-Seite der Extraschicht lesen um zu verstehen, was da teilweise abging. Der Shuttle-Service hat zurückhaltend gesagt nicht ganz so gut geklappt. Man wusste teils nicht, wo welche Busse in welche Richtung abfuhren. Zudem waren die Busse oft total überfüllt. Niemand hat sich darum gekümmert, dass die Besucher, die bis zum Schluss blieben, effektiv nach Hause kamen. Busse fuhren nicht mehr und die Orga der Bahn war auch schlecht. Niemand hatte wohl damit gerechnet, dass die Menschen noch nachts heim wollten. Also blieb der Fahrplan wie immer und die Züge quollen über. Zudem gab es sehr schwache Standorte, die fast peinlich waren. Wieso taucht das bei Ihnen nirgendwo auf?